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Ferrari: Wer pferdestarke Gebrauchtwagen liebt, sieht rot

Um keine andere Automarke kreisen mehr Mythen, Legenden und Geschichten als um Ferrari. Die handgefertigten Sportwagen sind eine Klasse für sich, ganz Italien ist stolz auf die Fahrzeuge aus Maranello. Auch wenn Ferrari zwischenzeitlich zum Fiat-Chrysler-Konzern gehörte, verströmen die roten Luxusrenner noch immer das wilde Aroma automobiler Unabhängigkeit. Wobei ein Ferrari schon lange nicht mehr rot sein muss, wie selbst die leidenschaftlichsten Fans, die Ferraristi, zugeben. Aber die Form ist und bleibt markant. Jeder Ferrari, ob Gebrauchtwagen oder neu vom Händler, lässt sich schon von weitem erkennen. Sitzt man erst einmal hinter dem Lenkrad, aktiviert man mit einem Tritt aufs Gaspedal die DNA des Ferraris: der Motor brüllt kraftvoll auf, der Fahrer wird sanft in den Sitz gepresst. Kurzum: Leidenschaftlicher als in einem Ferrari kann man nicht Auto fahren.

Ferraris Geheimnis: Schnell kann jeder, Schönheit ist eine Sache von Künstlern

Ferrari California T von vorn Ferrari LaFerrari von vorn

Enthusiasmus, Spitzentechnologie und ein unverwechselbares Design machen Ferrari zu einem der bekanntesten, renommiertesten – und teuersten Autobauer. Ob der legendäre Ferrari 365, der umstrittene Testarossa oder der aktuelle Superrenner LaFerrari – alle Modelle sehen nicht nur wunderschön aus, sondern sind auch einzigartige Zeugnisse italienischer Ingenieurskunst. Ja, Kunst. Denn die Kompositionen aus Technik und Design sind so einzigartig, dass man sie mit geschlossenen Augen erkennen könnte. Eine Berührung der Karosserie, der Klang des Motors reichen aus. Der Motor spielt hier die Musik, kein anderer Sportwagen seiner Liga brummt so charakterstark wie ein Ferrari. Gewiss, schnelle Autos können auch andere Hersteller bauen. Doch nur die Sportwagen der Italiener lassen einen nachts wachliegen und sich wünschen, wenigstens einmal im Leben einen Ferrari zu fahren, und sei es ein Gebrauchtwagen.

In jedem gebrauchten Ferrari steckt immer eine große Portion Rennexpertise

Eine große Portion zum Mythos Ferrari trägt der Rennsport bei. Seit 1950 fährt das Werksteam – die Scuderia Ferrari – kontinuierlich in der Formel 1 mit. Mit 15 Fahrer-Weltmeistertiteln, zum Beispiel für Niki Lauda, Michael Schumacher und Kimi Räikkönen, 16 Titeln in der Konstrukteurswertung und 224 Rennsiegen ist die Scuderia das erfolgreichste Team der Formel-1-Geschichte. Das Rennteam selbst gibt es bereits seit 1929, das damals von Enzo Ferrari gegründet und zunächst von Alfa Romeo unterstützt wurde. Ferrari baute zunächst noch keine eigenen Autos für Rennen, sondern fuhr mit Alfa-Romeo-Modellen.

Ferrari 488 Lenkrad Ferrari FF Heckansicht

Als Logo wurde bereits früh das sich aufbäumende schwarze Pferd vor gelbem Hintergrund – das Cavallino rampante – verwendet. Das Emblem sollte an den Baron Francesco Baracca erinnern, einem legendären Piloten der italienischen Luftwaffe, der zum Ende des Ersten Weltkriegs abgeschossen wurde. Weil die Jagdflieger der Kavallerie zugeordnet waren, ließ Baracca als Erkennungszeichen ein Pferd auf die Flugzeuge seiner Staffel malen. Seit den 1930er-Jahren ist das sich aufbäumende Pferd das Wappentier von Ferraris Rennteam. Den Untergrund färbte Enzo Ferrari als Referenz an seine Heimatstadt Modena: Ihr Wappen besteht aus einem blauen Heroldskreuz auf gelbem Untergrund.

Die markante Fahrzeugfarbe war zunächst gar nicht Ferrari-typisch. Der Internationale Autoverband hatte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts allen Grand-Prix-Fahrzeugen Farben zugeordnet, damit die Zuschauer die Nationalitäten der Teams besser erkennen konnten: Rot stand für Italien (rossa corsa), Weiß, später Silbergrau für Deutschland, Grün für Großbritannien, Blau für Frankreich. Ferrari, Mercedes-Benz und Renault gehören zu den wenigen Rennteams, die diese Tradition bis heute bewahren. Ende der 1930er-Jahre gingen Ferrari und Alfa Romeo getrennte Wege, die Scuderia nannte sich nun „Auto Avio Costruzioni Ferrari“ und stellte neben Rennwagen auch Flugzeugmotoren her. 1943 zog das Unternehmen nach Maranello, bis heute Stammsitz und Werksgelände von Ferrari.

Ferrari setzt auf Mittelmotoren, kann aber auch (wieder) PS-Boliden mit Frontantrieb

Ferrari 250 GTO vorn Ferrari F12 Berlinetta von vorn

In Maranello, gelegen in der Provinz Emilia-Romagna, rund 40 Kilometer von Bologna entfernt, werden seit dem Wiederaufbau der Fabrik im Jahr 1946 die verschiedenen Ferrari-Modelle entwickelt und hergestellt. Zu Beginn waren es rassige Sportwagen wie der Ferrari 125 S – das erste offizielle Auto von Ferrari aus dem Jahr 1947. Allesamt Modelle, die ausschließlich in Autorennen eingesetzt wurden. Doch schon bald entwickelte sich das Geschäft mit Kunden, die solche Autos ganz normal auf der Straße fahren wollten. Designstudios wie Pininfarina, aber auch Bertone, Scaglietti oder Vignale schufen in der Folgezeit den einzigartigen Look, der Modelle wie den Ferrari 500 Superfast oder den Ferrari 365 California zu zeitlosen Klassikern werden ließ. Diese und andere Modelle von Ferrari werden auf dem Gebrauchtwagen-Markt zu Höchstpreisen gehandelt. Denn es ist nicht immer einfach, gepflegte und gut erhaltene Exemplare zu finden. Typisch war auch, dass Modelle wie der Ferrari 250 oder sein Nachfolger, der Ferrari 275, nur in kleinen Serien hergestellt und durch einige Sondermodelle ergänzt wurden.

Ferrari 599 Blick in den Motorraum

Ursprünglich wurden die Sportwagen ausschließlich mit Zwölfzylinder-Motoren gefertigt, die für Langstreckenrennen konzipiert waren. Die frühen Modelle besaßen einen Frontmotor, doch später bevorzugte Ferrari Autos mit einem kompakten Mittelmotor wie den Dino 206 GT, den Ferrari 308 oder den Ferrari 328, bei denen sich ein Sechs- oder Achtzylinder-V-Motor – in Ausnahmefällen auch ein Zwölfzylinder – zwischen den Achsen befindet. Der Vorteil: Die Last der schweren Motoren verteilt sich besser auf beide Achsen, die Masse liegt nahe am Fahrzeugschwerpunkt. Auch ein älterer Ferrari in gebrauchtem Zustand lässt sich bei hohen Geschwindigkeiten dadurch punktgenau steuern. Doch die Bauweise tut der Leistung keinen Abbruch, stattdessen wird weiter an immer leistungsstärkeren Antrieben getüftelt, die in zunehmend kantigeren Karosserien verbaut werden. Mit dem Ferrari 550 Maranello bauen die Italiener seit Mitte der 1990er-Jahre wieder Sportwagen mit Frontmotor, wobei eine neue Traktionskontrolle zum Einsatz kommt, die in Zusammenarbeit mit der Scuderia Ferrari konzipiert, getestet und weiterentwickelt wird.

Ferrari schreibt nicht nur Renngeschichte, sondern prägt auch Kino und Fernsehen

Ferrari 458 Italia Vorderansicht

Es ist kaum erstaunlich, dass die Modelle von Ferrari auch eine beachtliche Film- und Fernsehkarriere vorweisen können. Im Klamaukstreifen „Auf dem Highway ist die Hölle los“ aus dem Jahr 1981 düsen Sammy Davis Jr. und Dean Martin in einem Ferrari 308 GTS über die US-Highways. Sechs Jahre später sitzt Eddy Murphy in „Beverly Hills Cop II“ in einem Ferrari 328 GTS hinter dem Sportlenkrad. Auch James Bond bekommt es mit einem Ferrari zu tun. Allerdings steuert 007 alias Pierce Brosnan in „GoldenEye“ (1995) den Wagen nicht selbst, sondern liefert sich mit einem Ferrari 355 GTS eine spannende Verfolgungsjagd. Al Pacino trägt ebenfalls zum Filmruhm bei, in „Der Duft der Frauen“ (1992) erfüllt sich sein blindes Alter Ego einen Wunsch und darf einen Ferrari Mondial fahren.

In der Krimiserie „Hart aber herzlich“ besitzt Selfmade-Millionär Jonathan Hart, gespielt von Robert Wagner, einen der schönsten Sportwagen der 1970er-Jahre: einen offenen Ferrari 246 GTS. Don Johnson alias Sonny Crockett prägte mit seinem weißen T-Shirt unter pastellfarbenem Armani-Sakko nicht nur den Modegeschmack der 1980er-Jahre, sondern fährt in „Miami Vice“ auch den dazu passenden Ferrari Testarossa. Ursprünglich musste ein umgebauter Daytona-Sportwagen als günstiger Ferrari-Ersatz herhalten, später sponserten die Italiener offiziell die Serie mit zwei Fahrzeugen. Bis heute ist der Testarossa von Ferrari der Gebrauchtwagen-Klassiker aus Maranello schlechthin. Der zweite Serienschauspieler, der das Fernsehimage von Ferrari prägte, war Tom Selleck: Zu Privatdetektiv Magnum in der gleichnamigen Serie gehören nicht nur Schnauzer und Hawaii-Hemd, sondern auch der unverzichtbare Ferrari 308 GTS. Im Verlauf der Serie kamen rund 17 verschiedene Ferraris zum Einsatz – ebenfalls ein Rekord.

Aktuelle Serienmodelle von Ferrari, die gebraucht das Herz jedes Fans höherschlagen lassen

Modellname Fahrzeugtyp / Motorposition Motorisierung(en) Max. Leistung Beschleunigung von 0 auf 100 km/h Höchstgeschwindigkeit Anmerkungen
Ferrari 488 GTB Sportwagen mit Mittelmotor V-Achtzylinder-Ottomotor (90°) mit Biturbo-Aufladung 670 PS 3,0 Sekunden 330 km/h Gebaut seit 2015, auch als 488 Spider – offene Version – erhältlich.
Ferrari California T Sportwagen mit Front-Mittelmotor V-Achtzylinder-Turbo-Ottomotor 560 PS 3,6 Sekunden 316 km/h Erste Ausführung des Modells ab 2008 gebaut, California T seit 2014 erhältlich.
Ferrari F12 Berlinetta Sportwagen mit Frontmotor V-Zwölfzylinder-Ottomotor (Längsausrichtung) 740 PS 3,1 Sekunden 340 km/h Gebaut seit 2012, in diesem Jahr der stärkste Ferrari mit Straßenzulassung.
Ferrari FF Sportwagen mit Frontmotor V-Zwölfzylinder-Ottomotor mit Direkteinspritzung 660 PS 3,7 Sekunden 335 km/h Gebaut seit 2011. FF steht für Ferrari Four, wobei vier sowohl die Anzahl der Sitze als auch der angetriebenen Räder meint. Erstes Ferrari-Serienmodell überhaupt mit Allrad-Antrieb.
Ferrari LaFerrari Supersportwagen Hybridantrieb HY-KERS: V-Zwölfzylinder-Ottomotor, unterstützt von zwei Elektromotoren 963 PS (addiert) unter 3 Sekunden über 350 km/h Gebaut seit 2013. Charakteristisch sind die Schmetterlingstüren. Limitierte Stückzahl: 499 (alle verkauft).
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