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Lamborghini: Gebrauchtwagen mit dem Herzen eines Kampfstiers

Ein Lamborghini – das ist ein Stealth-Jet auf vier Rädern. Wenn man das Gaspedal bis zum Anschlag durchdrückt, röhrt der Zwölfzylinder unnachahmlich auf. Kaum hat man bis drei gezählt, kommt die Tachonadel schon bei 100 Kilometern pro Stunde an. Noch ein Blinzeln und der Sportwagen hebt ab. Wer nun denkt: Lamborghinis, das sind doch nur Angeberkarren für reiche Proleten, für die Kayne Wests, Christiano Ronaldos und Bruce Waynes dieser Welt – der irrt. Denn wer einmal in einem Lambo saß, will nicht mehr aussteigen. Nie wieder. Auch nicht als Normalsterblicher. Viele Modelle von Lamborghini kann man auf dem Gebrauchtwagen-Markt finden. Gerade die Verkaufsschlager wie der Diablo, Murciélago oder Gallardo werden immer wieder angeboten – mitunter sogar zu moderaten Preisen. Ein Einzelstück wie den grell-pinken Lambo von Minaj wird man vermutlich vergeblich suchen.

Immer am Limit: Diese Modelle von Lamborghini sind selbst gebraucht immer noch extrem schnell

Lamborghini Aventador von oben Lamborghini Aventator von vorn

Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit, Design – bei Lamborghini gibt es kein Mittelmaß. Alles ist spitze. Natürlich auch der Preis. Es gibt Eigentumswohnungen in München, die sind günstiger. Aber auch langweiliger. In den vergangenen Jahrzehnten ist es Lamborghini gelungen, Sportwagen zu bauen, die niemanden kaltlassen. Diese Autos erzeugen Aufmerksamkeit. Selbst wenn man seinen Lambo nur kurz auftanken will, wird man von der benachbarten Zapfsäule aus neugierig, wenn nicht gar neidisch beäugt. Für die Rennstrecke sind Lamborghinis fast zu schade – auch wenn man nur dort die Beschleunigung und die Geschwindigkeit eines Kampfjets wirklich erleben kann. Die neueren Ausführungen überzeugen aber nicht nur mit Motorleistung und Straßenlage, sondern lassen auch in Sachen Ausstattung viele andere Sportwagen an der Komfort-Ampel stehen. Wir stellen zwei Modelle von Lamborghini vor, die auch gebraucht wahre Kurvenbeißer sind.

Lamborghini Diablo von der Seite Lamborghini Diablo von innen

Lamborghini Diablo: Dieser Supersportwagen holte aus dem Stand den einzigen Titel, der in dieser Klasse wirklich zählt: „schnellster Seriensportwagen der Welt“. Das hieß 1990: Hundertstelsekunden schneller als Porsche und Ferrari, als Jaguar und Bugatti. Der V12-Motor des Grundmodells brachte 492 PS auf die Straße und beschleunigte den Wagen auf 100 Kilometer pro Stunde in genau 4,09 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit: 325 km/h. Schneller waren nur Formel-1-Wagen. Als Nachfolger des beliebten Countach war dieser Lamborghini schon bald eine Klasse für sich. Selbst kleine Unebenheiten auf Autobahnen oder ein Windstoß von der Seite machten dem Lamborghini Diablo nichts aus. Die Langstreckentests der Fachpresse absolvierte dieser Lamborghini mit Bravour – wovon auch die Gebrauchtwagen heute profitieren: Kaum ein anderer Sportwagen röhrt so zuverlässig laut wie der Diablo. Produziert wurde er bis 2001. Neben der Basis-Version kamen auch eine Allrad-Version namens VT (für Visco Traction), eine Sonderedition zum 30-jährigen Bestehen des Unternehmens, der Diablo SE 30, eine stärkere Version unter dem Namen SV und eine Roadster-Variante heraus. Insgesamt hat Lamborghini rund 2880 Diablos hergestellt.

Lamborghini Gallardo Superleggere von vorn Lamborghini Gallardo Superleggere von hinten

Lamborghini Gallardo: Flach, flacher, Gallardo. Das scheinen sich die Designer beim Lamborghini Gallardo gedacht zu haben. 2003 wurde der erste Sportwagen dieses Typs hergestellt; die Italiener produzierten ihn mehr als zehn Jahre lang. Die Grundidee: Nicht mit mehr PS ausrüsten, sondern leichter machen. Richtig gut gelang das Lamborghini erst bei der Superleggera-Ausführung des Gallardo aus dem Jahr 2010. Diese Version wiegt knapp über 1300 Kilogramm und ist damit einer der leichtesten Sportwagen überhaupt. Doch der Gallardo ist auch einer der schnellsten Supersportwagen seiner Zeit. Die beachtlichen 570 PS beschleunigen ihn in 3,4 Sekunden von null auf hundert, Spitzentempo wie bei allen Gallardo-Versionen: 325 km/h. Unter der Haube arbeitete bis 2008 ein V12-Motor, später ein Zehnzylinder mit Direkteinspritzung. Mit rund 14.000 verkauften Fahrzeugen ist der Gallardo insgesamt der erfolgreichste Lamborghini aller Zeiten. Als Gebrauchtwagen wird er im Vergleich zu anderen Modellen deshalb auch recht häufig angeboten – kein Wunder: In einem Gallardo wird selbst die Fahrt zum Büro ein Abenteuer.

Die Geschichte von Lamborghini, oder: ein bisschen Eitelkeit schadet nie

Von Ingenieuren wird Ferruccio Lamborghini bis heute als Held gefeiert. Zurecht, schließlich wurde der Mann mit seinen Sportwagen weltberühmt. Sie brachen Rekorde und schraubten die Preismargen für Superflitzer immer höher. Allerding hat auch der Held einmal klein angefangen: Weil Traktoren im Italien der Nachkriegszeit rar waren, aber dringend gebraucht wurden, sammelte Lamborghini alte Militärfahrzeuge und baut sie um. Doch der Techniker wollte mehr, war immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Während einer Reise in die USA entdeckte er die Vorzüge der dortigen Heizungs- und Klimaanlagen. Kaum war er wieder zurück in Italien, gründete er sein zweites Unternehmen.

Wie bei jeder guten Geschichte ranken sich auch um den Ursprung der Sportautomarke Lamborghini Gerüchte und Legenden. Die populärste – und wahrscheinlichste – Fassung lautet, dass Lamborghini sich Ende der 1950er-Jahre einen Ferrari kaufte – durchaus üblich für einen erfolgreichen Geschäftsmann und Technik-Enthusiasten. Doch das ausgelieferte Modell überzeugte ihn nicht. Daraufhin begann er einen Briefwechsel mit Enzo Ferrari, dem er die Mängel schilderte. Ferrari wies die Kritik brüsk zurück, von einem Traktorenhersteller wollte der Rennwagenbauer keine Ratschläge annehmen. Doch Lamborghinis eigene Eitelkeit war ebenfalls angekratzt. Was seinen Ehrgeiz weckte: Lamborghini wollte sich, der Welt und Enzo Ferrari beweisen, dass er schnellere und besser verarbeitete Sportwagen bauen konnte.

Lamborghini 350 GT 1964 Lamborghini Espade 1968

Lamborghini gründet 1962 den Sportwagenhersteller, im Logo verewigte er Murciélago, einen legendären Kampfstier aus dem 19. Jahrhundert. Der Stier dient fortan als Symbol für Stärke und Überlegenheit. Der erste Lamborghini-Prototyp wird bereits 1963 vorgestellt, der erste richtige Serienwagen, der 350 GT, ein Jahr später produziert. Unter der Motorhaube arbeitet ein Zwölfzylindermotor, der die Leistung der zeitgenössischen Ferraris um einiges übertrifft. Drei Jahre später stellt Lamborghini den Miura vor. Dieser verfehlt zwar knapp die „magische“ 300-km/h-Marke, bricht aber alle Geschwindigkeitsrekorde. Und der Miura begründet die Tradition, dass (fast) alle Lamborghini-Modelle den Namen eines berühmten spanischen Kampfstiers tragen.

Lamborghini Countach von vorn Lamborghini Countach Detail Lüftung

1971 brach Lamborghini mit der ersten Designstudie des Countach erstmals die Gesetze, die bis dahin im Sportwagenbau gegolten hatten: Er hatte scharfe Kanten und dafür aber keine Aufbauteile wie Heckspoiler. Zeitgenossen urteilten, der Lamborghini Countach sei „wie mit einem Beil gehauen“. Dieser Wagen war auch der erste mit den legendären Scherentüren, die in den folgenden Jahrzehnten typisch für den Lamborghini-Look werden sollten. Mehr Jet als Auto, ist der Countach mehr als 15 Jahre lang das bis dato erfolgreichste Modell der Italiener. Mit 280 km/h hält er auch für mehrere Jahre den Geschwindigkeitsrekord in seiner Klasse. In den 1970er-Jahren erweiterte Lamborghini die Modellpalette, doch die wirtschaftlichen Zeiten waren für den Autobauer schwierig. Ferruccio Lamborghini verkaufte seine Anteile und wurde Weinbauer, der Sportwagenkonzern begann eine lange Odyssee.

Mit dem Verkauf an Volkswagen kehrt bei Lamborghini Ruhe ein – und der Erfolg zurück

Zunächst wurde Lamborghini von einem Schweizer Unternehmer-Duo, dann von einem Multimediakünstler geführt, anschließend gehörte es zum Chrysler-Konzern, dann zu Megatech, einem Supersportwagen-Hersteller, der aus dem Dunstkreis von Indonesiens Diktator Suharto kam. 1998 schließlich kaufte Volkswagen den italienischen Autobauer und setzte mit ihm zur Aufholjagd an. Weg von der Kleinstproduktion, hin zu einem höheren Absatz – ohne Qualitätsverlust, das ist die Devise. Als Teil der Audi-Gruppe werden neue Modelle wie der Murciélago und der Gallardo entwickelt – und erfolgreich verkauft. Mit einer Vielzahl von limitierten Sondermodellen und Studienfahrzeugen demonstrieren die Italiener ihre ungebremste Innovationsfreude.

Lamborghini Veneno von der Seite Lamborghini Veneno von hinten

Die Finanzkrise 2008 brachte einen heftigen Rückschlag – die Verkaufszahlen stürzten vorübergehend steil ab, erholten sich aber wieder. Auf dem Genfer Auto-Salon 2013 präsentierte Lamborghini das teuerste Serienauto der Welt: Der Veneno kostet rund 3 Millionen Euro – und ist voll straßentauglich. Da die Stückzahl auf drei Exemplare limitiert ist, wird es wohl ein Ding der Unmöglichkeit sein, diesen Lamborghini als Gebrauchtwagen zu erstehen. Beim Huracán und beim Aventador ist das aber anders – die beiden aktuellen Grundmodelle – der eine mit zehn, der andere mit zwölf Zylindern – werden in vierstelliger Stückzahl hergestellt.

Ausgewählte Modelle von Lamborghini, die gebraucht viel zu schade für die Garage sind

Name Produktionszeitraum Stückzahl Motor Höchstgeschwindigkeit
350 GT 1964 bis 1966 135 V12-3,5 Liter 254 km/h
400GT 2+2 1966 bis 1968 247 V12-3,9 Liter 249 km/h
Miura 1966 bis 1975 275 V12-3,9 Liter 290 km/h
Espada 1968 bis 1978 1217 V12-3,9 Liter 245 km/h
Islero 1968 bis 1969 125 V12-3,9 Liter 248 km/h
Jamara 1970 bis 1976 176 V12-3,9 Liter 240 km/h
Urraco P250 1973 bis 1979 520 V8-2,5 Liter 230 km/h
Countach LP400 1974 bis 1977 158 V12-3,9 Liter 305 km/h
Silhouette 1976 bis 1979 54 V8-3,0 Liter 260 km/h
Jalpa 1981 bis 1988 410 V8-3,5 Liter 234 km/h
LM002 1986 bis 1993 328 V12-5,2 Liter 210 km/h
Diablo 1990 bis 1998 ca. 900 V12-5,7 Liter 330 km/h
Murciélago 2001 bis 2006 ca. 2000 V12-6,2 Liter 330 km/h
Gallardo LP 560-4 2008 bis 2013 nicht bekannt V10-5,2 Liter 325 km/h
Reventón Roadster 2009 bis 2010 15 V12-6,5 Liter 330 km/h
Aventardor LP700-4 seit 2011 2392 (max. 4000) V12-6,5 Liter 349 km/h
Sesto Elemento 2012 20 V10-5,2 Liter 352 km/h
Veneno Coupé 2013 3 V12-6,5 Liter 356 km/h
Egoista 2013 18 V10-5,2 Liter 325 km/h
Huracán 610-4 Coupé seit 2013 1616 (Ende 2014) V10-5,2 Liter 325 km/h
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