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Lotus als Gebrauchtwagen: Ultraleichtbau-Rennwagen für die Straße

Die Sportwagen von Lotus stehen für drei Dinge: leichte Bauweise, starke Motoren und kompromissloses Design. Und seit Jahrzehnten beginnen die Modellbezeichnungen allesamt mit einem „E“: von Elite über Esprit bis zu Evora. Lotus-Fahrzeuge fühlen sich mit diesen Eigenschaften auf der Straße wie auf der Rennpiste gleichermaßen gut an für den Mann oder die Frau am Steuer. Die Konkurrenz von Aston Martin, Ferrari, Lamborghini oder Porsche mag zwar die leistungsstärkeren Motoren verbauen – aber dank der innovativen Leichtbauweise, für die Lotus seit mehr als 60 Jahren bekannt ist, stehen die Fahrzeuge der britischen Sportwagenschmiede in puncto Geschwindigkeit und Beschleunigung den anderen Marken in nichts nach. Reguläre und Sondermodelle von Lotus sind als Gebrauchtwagen aber nicht nur sportlich rasant unterwegs, sondern zeigen sich auch alltagstauglich. Wobei der innerstädtische Stop-and-Go-Verkehr nicht zum Charakter eines Lotus passt, denn die Sportwagen sind auf puren Fahrspaß getrimmt.

Der Klassiker: Die Elise von Lotus im Gebrauchtwagen-Check

Lotus Elise von vorn Lotus Elise von innen

Die Elise ist der puristischste Sportwagen von Lotus. Von manchen als „Motor mit Rädern“ bezeichnet, verzichtet Lotus bei der Elise auf ausgefallene Technik: ABS und ESP fehlen, ebenso sucht man vergeblich Sonnenblenden und ein Handschuhfach. Auch auf eine Servolenkung hat Lotus verzichtet. Doch dafür bekommt man in der Lotus Elise Fahrvergnügen in seiner reinsten Form. Wegen der Leichtbauweise – Leergewicht der Elise: nur knapp 700 Kilogramm – bringt schon die kleinste Motorisierung mit 122 PS enormen Druck auf die Straße. Noch mehr Power erreichen die Sonderanfertigungen der Elise Sport, die bis zu 192 PS besitzen. Im Jahr 2000 folgte die zweite Generation. Deren Topmodell, die Elise SC (SC für „supercharged“, also mit einem Kompressor ausgestattet), brachte 222 PS auf die Straße – bei gerade einmal 900 Kilogramm Leergewicht. 2008 gab es endlich auch Airbags für Fahrer und Beifahrer. Seit 2010 wird die aktuelle Serie 3 gebaut. Das Sportmodell heißt nun Elise S und fährt mit 220 PS.

Gepflegte und schonend gefahrene Ausgaben dieses Modells von Lotus überzeugen auch gebraucht mit hoher Qualität und ebensolcher Zuverlässigkeit. Denn technisch gesehen ist die Elise recht einfach gestrickt. Insbesondere trifft das auf die erste Generation zu. Bei dieser verwendete Lotus zahlreiche Komponenten aus Volumenmodellen anderer Autobauer. Behandelt man die Elise gut, lässt sie regelmäßig warten und mutet ihr keine unvernünftigen Fahrmanöver zu, dankt es der Sportwagen mit langer Lebensdauer. Auch die Karosserie sollte sehr sorgfältig behandelt werden, größere Schäden an der Hülle aus glasfaserverstärktem Kunststoff lassen sich fast nicht reparieren. Gewöhnungsbedürftig sind heutzutage die fehlende Servo-Unterstützung beim Lenken sowie die spartanische Einrichtung. Am schönsten ist es natürlich, die Elise „oben offen“ zu fahren. Trotzdem sollte das Gestänge vollständig und das Verdeck in einem guten Zustand sein. Während es für das Gestänge keine Ersatzteile mehr von Lotus gibt, können zumindest Gebrauchtwagen mit Rissen in der Verdeckhaut von einem spezialisierten Reparaturdienst wieder in Schuss gebracht werden.

Erst schreibt Lotus Renngeschichte, dann kommt auch der Erfolg auf der Straße

Gründungsvater und Zentrum der Geschichte von Lotus ist Colin Chapman. Legendär sein Ausspruch: „Wer nicht gewinnt, hat es nicht richtig versucht.“ Dass er es selbst nicht richtig versucht hätte, kann man Chapman wahrlich nicht vorwerfen. Und gewonnen hat er viel. 1947 gründete der Brite ein kleines Unternehmen, das zunächst den Lotus Mark I herstellte, eine sportliche Sonderanfertigung, die auf dem Vorkriegsmodell Austin 7 basierte. Der Legende nach benannte Chapman die Lotus Engineering Ltd. nach seiner damaligen Freundin (und späteren Frau) Hazel, seine „Lotusblüte“. Anfang der 1950er-Jahre gründete Chapman ein weiteres Unternehmen, das sich nun „Lotus Cars“ nannte und Sportwagen in Serie fertigte – wobei das erste erfolgreiche Modell, der Lotus Mark VI, noch als Bausatz vertrieben wurde. Die Kunden konnten im Prinzip jeden Motor und jedes Getriebe einbauen – wodurch sie an einer Bandbreite von Rennen teilnehmen konnten. Mit Erfolg: Fahrer im Lotus Mark VI siegten in zahlreichen Rennen.

Zwischen 1958 und 2004 prägte Lotus die Formel-1-Geschichte

Lotus Exige auf Rennbahn

Der Mark VI war Ausgangspunkt einer Reihe von Weiterentwicklungen, mit denen Lotus sich in der Rennsportszene etablierte. Der Mark VIII war der erste Sportwagen von Lotus mit Spaceframe-Technologie, die von Sportwagenkennern als „nahezu perfektes Sportwagen-Fahrgestell“ bezeichnet wurde. Auch der Lotus Eleven steht in dieser Traditionslinie. Der Eleven war einer der erfolgreichsten Rennwagen der 1950er-Jahre, Fahrer siegten mehrfach in Sebring (Florida) und Le Mans in der 1100-ccm-Klasse. Der Nachfolger, der Lotus Mark XII, war das erste Auto, das speziell für Rennen entwickelt wurde. Mit dem werkseigenen Team trat Lotus zwischen 1958 bis 1994 in der Formel 1 an. Siebenmal konnte Team Lotus den Weltmeistertitel bei den Konstrukteuren gewinnen. Sechsmal triumphierten Lotus-Piloten wie Jim Clark, Emerson Fittipaldi oder Mario Andretti in der Fahrer-Wertung. Verantwortlich für die Siege waren fortschrittliche Technologien und leichte Bauweisen, die die Formel-1-Fahrzeuge schneller und windschnittiger machten als die der Konkurrenz.

Mit einem zweisitzigen Sportwagen gelingt der Durchbruch auf der Straße

Der Caterham Seven Roadsport 175 SV ist ein Nachbau des Lotus Seven.

Auch die für die Straße gebauten Sportwagen profitierten von der Innovationsfreude der Rennsportsparte. Legendär ist der ebenfalls als Kit Car angebotene Lotus Seven. Bis heute ist er das einzige Modell von Lotus, das gebraucht auch in Nachbauten anderer Hersteller verfügbar ist, zum Beispiel von Caterham, Irmscher oder Westfield. Nach dem eleganten Lotus Elite Typ 14, der 1958 auf den Markt kam, gelang Lotus schließlich mit einem zweisitzigen Sportwagen der Durchbruch auf der Straße. Die Bauweise des Lotus Elan sollte wegweisend für die späteren Modelle werden: Zentralrohrrahmen, Glasfaserkarosserie, Doppelnockenwellen. Die Motoren entstanden zunächst in Zusammenarbeit mit Coventry Climax, später mit Ford und wurden erstmalig im Lotus Cortina eingesetzt. Der Elan war auch das erste Modell, das nicht mehr als Bausatz angeboten wurde. Die Nachfolger, etwa den Lotus Eclat und den Lotus Elite Typ 75, gab’s nicht mehr zum Selberzusammenbauen, sondern sie wurden in der Fabrik im englischen Hethel nahe Norfolk zusammengesetzt. Mit dem Lotus Europa wurde ab 1966 sogar ein Modell speziell für den europäischen Kontinent angeboten. Als Langzeitklassiker erwies sich der Lotus Esprit, der von 1976 bis 2004 gefertigt wurde. Er wurde nicht nur mit dem üblichen Mittelmotor produziert, sondern später auch mit V8-Motor angeboten.

Die Krise des britischen Autobauers und der „Retter von Lotus“

Lotus Esprit Series One in James-Bond-Film

Anfang 1980 stürzte die Lotus-Gruppe – der Verbund aus Sportwagenhersteller und Rennteam – in die Krise: Die Verkäufe brachen infolge der Wirtschafskrise ein, auch hatte Lotus keine neuen Modelle in petto. Chapman ging daraufhin eine Kooperation mit Toyota ein. Antriebsstrang und andere Komponenten des neuen Lotus Excel kamen nun aus Japan. Obwohl die Umsätze auf dem wichtigen US-Markt wieder in die Höhe schossen, drohte der Untergang: Erst starb 1982 Chapman an einem Herzinfarkt, dann drohte ein Jahr später auch noch die Insolvenz, weil Lotus in den DeLorean-Skandal – Veruntreuung von Fördergeldern der britischen Regierung – verwickelt war. Neue Investoren stiegen bei Lotus ein, der Gebrauchtwagen-Magnat David Wickins – der mit British Car Auctions reich geworden war – übernahm das Ruder. Unter Wickins’ Kommando schaffte Lotus die finanzielle Kehrtwende, weswegen Wickins bald als „Retter von Lotus“ bezeichnet wurde. Um neue Modelle entwickeln zu können, begab sich Lotus auf die Suche nach einem großen Autobauer als Investor.

Von den Britischen Inseln über Italien nach Malaysia

Lotus Evora von der Seite

1986 übernahm General Motors das britische Unternehmen, verkaufte es aber sieben Jahre später an Romano Artioli, dem damals die Traditionsmarke Bugatti gehörte. 1995 stellten die Briten mit der Lotus Elise einen ungewöhnlichen Sportwagen vor: Die Abmessungen waren überaus gering, der Mittelmotor fiel kleiner aus als üblich – und auf Komfort verzichtete man gleich ganz. Die Elise war zudem in modernster Leichtbauweise gefertigt. Das Fahrgestell aus Aluminium wog gerade einmal 65 Kilogramm, die Karosserie bestand aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Die Elise war und ist ein Hit für Lotus, gebraucht ist sie in verschiedensten Ausführungen, in Form von Sondermodellen und als Limited Editions zu finden. Seinen Namen verdankt der Roadster übrigens der Enkeltochter von Artioli: Elise. Die geschlossene Rennsport-Variante wurde als Lotus Exige verkauft. Nur ein Jahr später wechselte Lotus erneut den Besitzer. 1996 meldete Artioli mit Bugatti Insolvenz an und verkaufte 80 Prozent seiner Lotus-Anteile an Proton. Der malaysische Autobauer und sein Großaktionär Yahaya Ahmad übernahmen daraufhin die Führung der Luxusmarke. Eingeführt wurde nun mit dem Lotus Evora ein Sportwagen, der mehr Komfort als üblich bietet, zum Beispiel einen Tempomaten und ein internes Navigationssystem. Seit der Übernahme Protons durch DRB-HICOM im Jahr 2012 gehört auch Lotus zu diesem Industriekonglomerat aus Malaysia.

Aktuelle Modelle von Lotus, die gebraucht einen klasse Spurt hinlegen

Modellname Produktionszeitraum Motorisierungen Leistung Höchstgeschwindigkeit Beschleunigung von 0 auf 100 km/h
Lotus Elise S ab 2012 1,6-Liter-Reihen-Vierzylinder-Saugmotor mit Kompressor 220 PS 234 km/h 4,6 s
Lotus Europa SE 2008 bis 2010 2,0-Liter-Reihen-Vierzylinder-Turbomotor 225 PS 235 km/h 5,3 s
Lotus Exige S seit 2012 3,5-Liter-Sechszylinder-V-Motor 350 PS 277 km/h 3,8 s
Lotus Evora seit 2009 3,5-Liter-Sechszylinder-V-Motor 280 PS 260 km/h 5,1 s
Lotus Eterne noch unbekannt 5,0-Liter-V8-Motor 620 PS 315 km/h 3,9 s
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