Alkoven: Merkmale und Ausstattung

Die Entstehung

Nachdem in den Anfangsjahren des Wohnmobilbaus vorwiegend Fahrzeuge mit fertigen Aufbauten zu Wohnzwecken umgerüstet wurden, gingen die Konstrukteure in den 60er Jahren erstmals den Weg der konsequenten Platzausnutzung. Es entstanden die ersten Fahrzeugaufbauten, die jeden verfügbaren Platz über die gesamte Fahrzeuglänge in die Nutzung einbezogen. Dabei wurde auch der Platz oberhalb des Führerhauses integriert, womit die Gattung der Alkoven-Fahrzeuge geboren war.

Die Ausstattung

Wohnmobile mit Alkoven sind heute zahlreich wegen ihrer guten Praxistauglichkeit vertreten. Über dem Fahrerhaus befindet sich ein flacher Raum der als Schlafplatz für bis zu 3 Personen dienen kann. Vor allem bei Kindern ist er äußerst beliebt. Sie schätzen besonders, wenn im Alkoven Fenster eingebaut sind. Größter Vorteil eines Alkoven-Wohnmobils ist der wegfallende Aufwand für den Umbau des Wohnmobils zur Schlafstätte. Der Alkoven kann auch tagsüber für Ruhepausen genutzt oder einfach unberührt bleiben. Fläche und Einrichtung des restlichen Wohnmobils bleiben voll zur Nutzung erhalten. Fahrzeuge mit Alkoven können in zwei Varianten gebaut werden. Teilintegrierte Reisemobile beziehen das Führerhaus nicht in den Wohnraum ein. Integrierte Bauweise bedeutet, dass das Führerhaus vollständig in den Wohnraum integriert werden kann. Eine spezielle Variante der integrierten Fahrzeuge nutzt den Alkoven nicht als separaten Schlafplatz, sondern bietet im Führerhaus Stehhöhe an. Moderne Fahrzeuge nutzen den Alkoven durch aerodynamisch günstige Formgebung zur Reduzierung des Treibstofverbrauches.

Die Hersteller

Renommierte Hersteller von Wohnmobilen mit Alkoven sind zum Beispiel Knaus Wohnmobile oder Hymer Wohnmobile. Im Programm von weit über 100 Wettbewerbern finden sich zahlreiche Alternativen. In Größe und Ausstattung besteht eine nahezu unerschöpfliche Auswahl an Fahrzeugen. Für die Fahrzeuge können gängige Fahrgestelle von Nutzfahrzeugen ebenso wie komplette Eigenkonstruktionen zum Einsatz kommen. Die Motoren stammen meist aus der Motorenpalette der Produzenten von Nutzfahrzeugen
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