Informationen zu Karmann Mobil Wohnmobile

Die Firmengeschichte der Karmann-Mobil Wohnmobile

Die Anfang des letzten Jahrhunderts in Osnabrück gegründete Firma Karmann beschäftigte sich über 60 Jahre mit dem Bau von Pferdewagen und Zubehörteilen für PKW. Nach dem 2. Weltkrieg stieg Karmann mit einem Firmenzweig namens Karmann-Mobil in den boomenden Markt der Wohnmobile ein. Dazu wurde Ende der 60er eine Produktionsanlage in Rheine errichtet. Dort entstand auf Basis des VW T2 das erste Karmann-Mobil Wohnmobil. Nachdem sich die Marke mit guten Stückzahlen am Markt etabliert hatte, folgte Ende der 70er auf Mercedes Benz 207D/208 eine neue Generation von Reisemobilen. Ab 1980 rollte die Welle der Wohnmobile zu immer größeren Stückzahlen. Mit den Modellen Gipsy H und Gipsy M stellte Karmann-Mobil Wohnmobile auf Basis des VW LT zur Verfügung. Die Kunden waren von den Fahrzeugen überzeugt und erhöhten die Nachfrage. Der VW LT Cheetah ergänzte ab 1983 die Reihe. 1987 schob man mit einem Karmann-Mobil Reisemobil auf Basis der Mercedes Benz Fahrgestelle 209,309 und 310 neue Produkte nach. Auch diese Wohnmobile fanden reißenden Absatz. Es folgten weitere Varianten auf Mercedes Benz MB 100 und auch der Ford Transit wurde als Basis ins Programm genommen. Aus dieser Ära ist der Distance das bekannteste Wohnmobil, mit dem Karmann den VW LT wieder aufleben ließ.

Nach erfolgreichen 80er und guten 90er Jahren, wurde mit dem abebbenden Boom der Wohnmobile und der immer stärkeren Konkurrenz ein Verkauf der Karman-Mobil an Eura Mobil in Sprendlingen durchgeführt. Die Anlagen in Rheine wurden geschlossen und die Produktion in großzügige Anlagen des neuen Unternehmens verlagert. Dazu gehörte auch die Produktion der seit 1996 erfolgreichen Wohnmobile Missouri und Karmann-Mobil Colorado auf VW LT. Der Name Karmann-Mobil blieb eigenständig erhalten. Nur 5 Jahre währte die Selbständigkeit von Eura Mobil, bis die Firma im Jahr 2000 von einem der Marktführer geschluckt wurde. Triganon übernahm Eura Mobil vollständig und bestimmte ab sofort die Produktpalette, um sich innerhalb des Konzerns nicht selber Konkurrenz zu machen. Auch jetzt ließ man den Markennamen Karmann-Mobil weiterleben.

Die beliebtesten Modelle von Karmann-Mobil

Mit dem Karmann-Mobil Wohnmobil Colorado hatte man bei den teilintegrierten Fahrzeugen einen Dauerbrenner im Programm. Zum Modelljahr 2006 wurde die Palette um einige Neuentwicklungen erweitert. Erstmalig in der Firmengeschichte wurde das bei Triganon weit verbreitete Chassis des Fiat Ducato verwendet. Es entstand mit der Reihe Ontario ein in mehreren Fahrzeuggrößen erhältliches Karmann-Mobil Wohnmobil, das als teilintegriert und als Alkoven verfügbar war. Auch der Colorado wurde nun als Version mit Alkoven angeboten. In der Liga der Kastenwagen kam ebenfalls der Fiat Ducato als Basisfahrzeug zum Einsatz. Mit der Modellreihe DAVIS steht seitdem ein Wohnmobil in der Klasse bis zu 3,5 Tonnen zur Verfügung. Damit zählt das Modell DAVIS zu den geräumigsten Kastenwagen auf dem Markt. Durch die Konzernzugehörigkeit zu Triganon nimmt die Bedeutung der Marke Karmann-Mobil und die Eigenständigkeit der Fahrzeuge langsam ab.
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