Vom Wohnwagen zum Luxuscaravan

Wer hat`s erfunden, das wunderbare Häuschen auf Rädern – den Wohnwagen? Wir müssen zugeben: Es waren die Briten. Schon zu Anfang des 19. Jahrhunderts verwendeten Schausteller in Großbritannien die ersten Urformen der bewohnbaren Anhänger. Für reisende Berufsgruppen war und ist es bis heute die praktischste aller Möglichkeiten, um den Alltag möglichst komfortabel zu gestalten. Bald erkannten auch englische Privatreisende den Luxus und die Vorzüge eines „Zimmers auf Achse“. Von der breiten Masse des Volkes noch etwas belächelt und bestaunt zog der Brite Gordon Stables mit einem äußerst luxuriösen Anhänger durch das Land. Die Ausstattung seines Wohnwagens übertraf sogar einige der Luxuscaravane von heute. Die prunkvolle Ausstattung mit Mahagoniholz, einem Salon mit Flügeltüren, goldenen Kerzenleuchtern und Perserteppichen faszinierte die Briten so sehr, dass der erste British Caravan Club gegründet wurde. Weniger luxuriös aber ebenso begeistert von der Idee des mobilen Heims unternahm der britische Forscher Samuel White Baker eine Expedition nach Zypern mitsamt seinem genialen rollenden Haus.

Vom deutschen Prototypen des persönlichen Hotelzimmers

Bei uns in Deutschland stiftete eine Ehe die Idee zu einem fahrendem Haus in Marke Eigenbau. Das junge Ehepaar Arist Dethleffs und Fridel Edelmann suchten und fanden eine Möglichkeit, um trotz der häufigen Handlungsreisen des Unternehmersohnes ein gemeinsames Leben zu führen. Sicher spielte es auch eine Rolle, dass Fridel Edelmann eine sehr emanzipierte Frau und erfolgreiche Künstlerin war. Sie legte keinen Wert auf Konventionen, und lebte ganz im Geiste der freien Kunst. Sie hatte die Idee eines mobilen Zuhauses und ihr Ehemann Arist Dethleffs konstruierte und baute den ersten deutschen Ur-Wohnwagen. Eine erste motorisierte Form des bewohnbaren Anhängers ging 1932 auf seine erste Fahrt. Übrigens handelte es sich bei diesem frühen Modell sogar um einen Hubdachwohnwagen! Denn der Erfinder Dethleffs legte Wert auf eine gute Aerodynamik während der Fahrt und zusätzlichen Platz und Licht in der Standphase. Auf ihren Reisen erregte das ungewöhnliche Gefährt des Ehepaares Dethleffs stets viel Aufsehen. Viele Schaulustige waren so begeistert, dass sie selbst gleich den Bau eines Wohnwagens bei dem jungen Unternehmer in Auftrag gaben. Damit war gänzlich ungeplant der Grundstock für das heute bekannte Unternehmen Dethleffs gelegt.

Der Wohnwagen geht in Serie

In der Nachkriegszeit wurde der moderne Tourismus erfunden. Der Wohnwagen spielte dabei die wichtigste fahrende Rolle. Die Wohnwagen der ersten Serien-Ära waren klein und kompakt. Schließlich mussten sie an die beschränkten Motorleistungen der VW´s und anderen Automobile adaptiert werden. Die Unternehmen Knaus und Tabbert brachten damals ihre ersten Modelle auf den Markt. Unter den schönen Namen „Ideal“ und Südwind“ rauschten die Mini-Wohnwagen mit ihren Besitzern in Richtung Süden. Gemeinsam mit dem Wirtschaftswunder wuchsen auch die rollenden Urlaubsgefährten der Deutschen. Die Modelle gingen in die Breite und Länge und boten endlich mehr Komfort. Die kompakte Form des Wohnwagens, der Touringwohnwagen hat aber nach wie vor seine Freunde. Denn er lässt sich auch von kleineren Autos problemlos ziehen, besitzt aber trotzdem einiges an Extras. Und auch der Klappwohnwagen wird von vielen Urlaubern als einfach praktisch bewertet. Denn während der Reise handelt es sich um einen etwas längeren Hänger, aber am Urlaubsort entfaltet er sein ganzes Können als moderner Wohnwagen. Einige Wohnwagenhersteller haben auch Zeltwohnwagen im Programm. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Klappwohnwagen. Auf der Autofahrt ist das komplette Zelt in einem Anhänger platzsparend untergebracht. Der „ganz normale“ Wohnwagen besitzt selbstverständlich feste Wände. Die Wohnwagenhändler bieten für jeden Geschmack und Geldbeutel das passende Modell. Wer heute einen Wohnwagen kaufen möchte, der bekommt auf jeden Fall ein modernes Modell mit dem Komfort eines gehobenen Hotelzimmers. Die Klasse der Luxuswohnwagen und Luxuscaravan stehen in Sachen der Exklusivität einer Kreuzfahrt oder einem teuren Hotelzimmer in nichts nach. Wer lieber einen Wohnwagen von privat oder einen gebrauchten Wohnwagen kaufen möchte, bekommt einen deutlichen Preisnachlass. Das gilt selbstverständlich auch für die Hobby Wohnwagen. Diese Marke gehört zu den am häufigsten gekauften Modellen auf dem ganzen europäischen Markt. Wie bei allen anderen Anbietern sind diese Wohnwagen komplett ausgestattet und deshalb sehr beliebt als persönliches Hotelzimmer im individuellen Nomadenleben im Urlaub.
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