Informationen zu BMW Alpina B10
Als weltschnellste Limousine wird der BMW Alpina im Jahr 1989 eingeführt
Mit Rennsportwagen und getunten Straßenversionen von BMW-Modellen schuf sich der Mitte der 1960er Jahre gegründete Veredler Alpina sein Renommee in Fahrerkreisen. Seit dem auf der 5er-Reihe des bayerischen Herstellers basierenden Alpina B7 galt der Grundsatz: Die schnellsten Serienlimousinen der Welt entstehen in den Ateliers des seit 1983 als eigenständiger Fahrzeughersteller zugelassenen Unternehmens aus Kaufbeuren. Mit diesem Anspruch gingen die Konstrukteure von Alpina auch daran, den im Baujahr 1989 erstmals an die Kunden ausgelieferten BMW Alpina B10 zu entwickeln, der die Nachfolge des Alpina B7 antrat.
Die Biturbo-Technik verleiht dem BMW Alpina B10 seine Schubkraft
Grundlage für das neue Modell aus dem Hause Alpina war die Serienversion des BMW 535, den die Bayern mit einem 155 kW (211 PS) Motor in Großserie vom Band laufen ließen. In den Händen der Alpina-Mechaniker wurde aus diesem Aggregat eine Rennmaschine mit 265 kW (360 PS), die das Alpina B10 getaufte Modell in 5,2 Sekunden von Null auf Hundert brachte. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 291 km/h war der Alpina B10 zu Baubeginn die schnellste viertürige Serienlimousine, die auf dem Markt zu haben war. Zu verdanken war diese Performance dem Einsatz von zwei Turboladern, die dem Sechszylindertriebwerk seine außergewöhnliche Schubkraft verliehen. Zum Vergleich: Während das Serienmodell von BMW über ein maximales Drehmoment von 305 Newtonmetern (Nm) verfügte, brachte es der Alpina B10 auf 520 Nm.
Zwischen 1989 und 1994 wird der BMW Alpina B10 nur knapp 500 Mal gebaut
Äußerlich unterschieden sich die Modelle des Alpina B10 von den normalen BMW 5er-Modellen durch ihre nach aerodynamischen Gesichtspunkten optimierte Karosserie mit tiefergelegtem Fahrwerk, großer Frontschürze und feststehendem Heckspoiler sowie durch ihre Sportbereifung. Technik und Bremsanlage der B10 wurden an die erhöhten Anfordernisse der Sportfahrweise angepasst. Typisch für das Design der Modelle waren außerdem die speziellen Streifendekore an den Seitenfronten sowie die Schriftzüge und das blau-rote Logo des Herstellers Alpina. Bis zum Frühjahr 1994 wurden knapp über 500 Exemplare des BMW Alpina B10 ausgeliefert. Seine Nachfolge trat im Jahr 2005 der BMW Alpina B5 an, der wie der B10 als viertürige Limousine und erstmals auch als Sport-Kombi angeboten wurde.