Informationen zu BMW X-Reihe
Ab dem Jahr 1999 baut BMW seine X-Reihe auf
Während der Stuttgarter Autohersteller Mercedes-Benz mit seiner für den Geländeeinsatz konzipierten G-Klasse seit Ende der 1970er Jahre Erfahrung mit Offroad-Technik sammelte, hielt sich der Münchener Konkurrent BMW aus dieser von amerikanischen und japanischen Produzenten zu Sport Utility Vehicles (SUV) weiterentwickelten Fahrzeugklasse lange Zeit fern. Erst zur Jahrtausendwende präsentierten die Bayern mit dem BMW X5 ihr erstes eigenes SUV, das für den Weltmarkt am BMW Standort in den USA gefertigt wurde. Seit dem Jahr 1999 baute BMW dann kontinuierlich seine X-Reihe aus, die neben dem großen SUV-Coupé X6 die kleiner dimensionierten X3 und als neueste Entwicklung den kompakten BMW X1 umfasste.
Der BMW X1
Mit dem im Jahr 2009 auf den Markt gebrachten X1 konnte der Münchener Autokonzern mitten in der Absatzkrise der großen verbrauchsintensiven SUV ein in der Kompaktklasse angesiedeltes Modell präsentieren, das wahlweise mit Hinterradantrieb oder in der Allradversion in vier Motorisierungen antrat, neue Käuferschichten zu gewinnen. Mit einer Bodenfreiheit von nur knapp über 19 Zentimetern zielte der BMW X1 auf ein urbanes Publikum, das gemäßigtes Offroad-Design mochte, auf Geländegängigkeit jedoch weitgehend verzichten konnte. Dafür punktete der BMW X1 in der kleinsten Dieselversion 18d mit 105 kW (143 PS) selbst im Allradantrieb mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,7 Litern, was einem CO2-Wert von 150 g/km entsprach. Dank intelligentem Allradantrieb und Start-Stopp-Automatik erzielte das nächstgrößere 2,0 Liter Modell 20d nahezu ebenso gute Werte in der Umweltbilanz. Das von zwei Turbos aufgeladene Diesel-Topmodell X1 23d lieferte mit seinem 150 kW (204 PS) Aggregat eine Spitzengeschwindigkeit von 223 km/h und begnügte sich mit 6,3 Litern Diesel im Durchschnitt (167 g/km CO2). Eine Benzinerversion war zunächst nur mit dem allradangetriebenen BMW X1 xDrive 28i mit 190 kW (258 PS) erhältlich, der es bis auf 230 km/h schaffte und 9,4 Liter Super konsumierte (219 g/km CO2).
Der BMW X3
Wie der im BMW-Werk Leipzig gebaute kompakte X1, so wurde auch der im Baujahr 2004 präsentierte mittelgroße BMW X3 auf Basis der BMW 3er-Reihe konzipiert. Der kleine SUV lief im Magna-Steyr-Werk in Österreich in den Hubraumklassen von 2,0 bis 3,0 Litern in drei Benziner- und vier Dieselversionen vom Band. Das Einstiegsmodell bildete der X3 20i mit einem 110 kW (150 PS) Motor, der den Wagen bei einem kombinierten Verbrauch von 9,0 Litern (215 g/km CO2) bis auf knapp 200 Stundenkilometer antrieb. Der mit einem 105 kW (143 PS) ausgestattete kleinste Diesel X3 18d begnügte sich mit 6,2 Litern, was einem CO2-Ausstoß von 165 g/km entsprach. In der Spitzenversion 35d beschleunigte der X3 bis auf 240 km/h. Die Verbrauchswerte für dieses Modell gab der Hersteller mit 7,8 Litern im Durchschnitt an (208 g/km CO2). Ein Facelift zwei Jahre nach Markteinführung brachte leichte Veränderungen in der Innenausstattung sowie an der Gestaltung des Heck- und Frontbereichs.
Der BMW X 5
Als erstes Modell seiner serienmäßig mit Allradantrieb ausgerüsteten X-Familie stellte BMW im Baujahr 1999 mit dem X5 das Flaggschiff der Baureihe vor. In der Tradition der großen amerikanischen SUV konzipiert, brachte es der bis zu 2,3 Tonnen schwere BMW X 5 mit einer Länge von 4,66 Metern, einer Breite von 1,92 Metern und einer Höhe von 1,71 Metern auf klassische SUV-Maße. Da die Münchener damit in erster Linie den für Diesel wenig zugänglichen US-Absatzmarkt anpeilten, boten sie den X5 der ersten Generation nur in einer 3,0 Liter Selbstzündervariante mit 160 kW (218 PS) an, was für eine Spitzengeschwindigkeit von 210 km/h ausreichte. Bei den vier Benzinern bildetete der 4,8 Liter Hubraum umfassende X5 mit V8-Aggregat und einem Leistungswert von 265 kW (360 PS) das Topmodell, das bis auf fast 250 km/h beschleunigte. Nach einem ersten Facelift im Baujahr 2003 stellten die Bayern 2006 die im Design überarbeitete zweite X5-Generation vor, die in Länge, Breite, Höhe und Radstand nochmals um einige Zentimeter zulegte. Wichtigste technische Neuerung war der neue Allradantrieb xDrive. Als Spitzenmodell der neuen Generation fuhr der sportlich veredelte X5 der M-Reihe vor, der den Geländewagen mit Tempo 250 und einem Beschleunigungswert von 4,7 Sekunden Sportwagenperformance verlieh. Zu verdanken war diese Leistung der Twin Turbo Technik und dem verbauten 408 kW (555 PS) Aggregat.
Der BMW X 6
Vielfach für die Wuchtigkeit des X5 kritisiert, zeigte der Münchener Autobauer im Baujahr 2008, das ein SUV auch mit Eleganz aufwarten kann. Das erste SUV-Coupé feierte mit dem X6 Premiere, der auf Basis des X5 basierte, jedoch eine Karosserie in klassischer Coupéform mit sanft abfallender Hecklinie bekam. Im Programm standen zwei Diesel mit 3,0 und 3,5 Litern Hubraum und mit bis zu 210 kW (286 PS) sowie zwei Benziner mit 3,5 und 5,0 Litern Hubraum mit bis zu 300 kW (407 PS). Analog zum X5 M bot BMW das Geländecoupé auch in einer M-Version mit Biturbo und der 408 kW (555 PS) Maschine an.