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Bugatti EB 110 Gebrauchtwagen & Jahreswagen

Informationen zu Bugatti EB 110

Mit dem Bugatti EB 110 lebt die Bugatti-Legende 1991 wieder auf

Die Idee, den vom Italiener Ettore Bugatti 1909 gegründeten und im Jahr 1963 in Konkurs gegangenen Sportwagenbauer Bugatti wiederzubeleben, entstand lange bevor der Wolfsburger Volkswagenkonzern sich 1998 des Namens Bugatti annahm und daraus in Gestalt des Bugatti Veyron ein VW-Prestigeobjekt machte. Der Grund, warum der Name Bugatti so faszinierte: Bis in die 1940er Jahre hinein galten die Modelle der Marke als Dauersieger auf den europäischen Rennstrecken. Und wenn die Coupés und Roadster aus dem Bugatti-Werk im elsässischen Molsheim auf die Straße rollten, riefen sie nicht nur wegen ihrer außerordentlichen Schnelligkeit Aufsehen hervor. Extravagantes, mitunter exzentrisches Design gehörte traditionell zum Auftritt vieler Bugatti-Modelle. Als Bugatti im Jahr 1987 in Italien neu gegründet wurde, war somit klar, wie sich die Marke profilieren sollte: mit einem Supersportwagen. Das Projekt erhielt den Namen Bugatti EB 110. Passend zum 110. Geburtstag von Ettore Bugatti, dessen Initialen die Typenbezeichnung widerspiegelten, war das Coupé im Baujahr 1991 zur Kleinserienreife entwickelt. Bis zum Jahr 1995 wurden knapp 150 Exemplare des Sportwagens in Italien gefertigt.


Zwei Versionen des Bugatti EB 110 entstehen zwischen 1991 und 1995

Dass der kaum mehr als einen Meter hohe Bugatti EB 110 mit den schmalen Rechteckscheinwerfern und den nach oben öffnenden Scherentüren dem fast zwanzig Jahre zuvor entwickelten Lamborghini Countach ähnelte, war kein Zufall. Denn das Design stammte vom Countach-Stylisten Stanzani, der die Karosserie des Bugatti EB 110 allerdings nun mit moderner wirkenden Rundungen konzipierte. Auch der feststehende Countach-Heckflügel fehlte und wurde beim Bugatti EB 110 durch den bei höheren Geschwindigkeiten automatisch aktivierten Spoiler ersetzt. Als Materialien wurden für die Karosserie glasfaserverstärkte Kunststoffe und Leichtmetall für die Bodengruppe eingesetzt, womit das Gewicht des Bugatti EB 110 in der 1992 vorgestellten Super-Sport-Version auf gut 1,5 Tonnen beschränkt werden konnte. Etwas mehr brachte das mit Komfortelementen ausgestattete Modell Bugatti EB 110 GT auf die Waage, mit dem die Baureihe der Coupés 1991 gestartet wurde.


Ein Mittelmotor mit vier Turboladern verleiht dem Bugatti EB 110 Schubkraft

Bei der Motorausstattung setzten die Konstrukteure auf einen unter der gläsernen Heckklappe untergebrachten V12-Mittelmotor, der von vier Turboladern beatmet wurde und dadurch seine gewaltige Schubkraft entwickelte. Der Bugatti EB 110 Super-Sport (SS) schaffte damit den Spurt von Null auf einhundert Stundenkilometer in 3,3 Sekunden. Die GT-Ausführung benötigte 0,2 Sekunden länger für den Anlauf. Der Bugatti EB 110 SS konnte auf 450 kW (611 PS) zugreifen; der Bugattti EB 110 GT musste sich mit 411 kW (560 PS) begnügen. Je nach Motorisierung erreichten die Bugatti EB 110 damit Spitzengeschwindigkeiten zwischen 343 km/h und 351 km/h. Angetrieben wurde der Bugatti EB 110 serienmäßig von einem permanenten Allradantrieb.

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