Informationen zu Chevrolet
Mit
der Daewoo-Übernahme wird Chevrolet zur Marke
in Europa
Neben
Buick und Oldsmobile ist Chevrolet seit dem Jahr 1911 die dritte
historische
Automarke des 1908 gegründeten US-Autokonzerns General Motors
(GM). Chevrolet
gehört damit zu den ältesten Fahrzeugherstellern der
Welt und zum
volumenstärksten Produzenten innerhalb des GM-Konzerns. Dank
seiner starken
Position vor allem auf dem nordamerikanischen Markt nimmt Chevrolet im
weltweiten Verkaufsranking seit Jahrzehnten eine Position unter den Top
Ten
ein. Mit dem legendären Sportwagen Corvette, inzwischen zu
einer eigenen Marke
ausgegliedert, trat Chevrolet in den 1970er Jahren auch auf dem
europäischen
Markt an. Seit der Übernahme der Mehrheitsanteile am
südkoreanischen Hersteller
Daewoo im Jahr 2005 ist der amerikanische Hersteller in Europa unter
dem
einheitlichen Markennamen Chevrolet mit einem kompletten Modellprogramm
vom
Kleinstwagen bis zum SUV sowie eigenen europäischen
Produktionsstätten
vertreten. Besonderheit des Herstellers Chevrolet: Er bietet alle
Fahrzeugmodelle optional auch mit Flüssiggasantrieb an und hat
sich damit zum
Vorreiter der umweltfreundlichen und sparsamen Autogas-Technik
entwickelt.
In
Europa
setzt Chevrolet konsequent auf die sparsamen Antriebe
Während
Chevrolet in den USA traditionell mit hubraumstarken Pkw sowie
großen Pickups
am Markt vertreten war, nutzte der Hersteller aus Detroit die
Zusammenarbeit
mit dem südkoreanischen Produzenten Daewoo, um die Marke
Chevrolet in Europa
mit einem eigenständigen Auftritt nach europäischem
Geschmack zu etablieren.
Auf der Technik von Daewoo basierend, bot Chevrolet im Kleinst- und
Kleinwagenbereich die Modelle Matiz und Aveo an. Der Chevrolet Matiz
EcoLogic
mit 796 ccm Hubraum und 119 g/km CO2-Ausstoß gehörte
zu den Fahrzeugen mit der
geringsten Steuerbelastung in Deutschland. Der Aveo war der erste
Chevrolet aus
eigener Europa-Produktion im polnischen Chevrolet-Werk. Im
Kompaktwagenbereich
stellte Chevrolet das Modell Lacetti vor, in der Mittelklasse den
Chevrolet
Epica. Im Segment der Vans und SUV bot Chevrolet die Serien HHR und
Captiva
sowohl in den USA als auch in anderen Teilen der Welt an. Jeder zehnte
europäische Kunde bestellte seinen Chevrolet mit dem ab Werk
eingebauten
Flüssiggasantrieb, mit dem die CO2-Emission etwa beim
Chevrolet Matiz auf 111
g/km sinkt.
Die
Wiedergeburt des legendären Chevrolet Camaro
Das
Spitzenmodell von Chevrolet war das Sportcoupé Camaro, das
der Hersteller seit
dem Jahr 2009 als Wiederauflage des zwischen 1969 und 2002 gebauten
Chevrolet
Camaro auch auf dem europäischen Markt anbot. Die
leistungsstärkste Variante
des in Kanada produzierten neuen Chevrolet Camaro mit 6,2 Liter
V8-Motor bietet
315 kW (422 PS) auf und knüpfte damit an die Zeiten des zum
Klassiker der
amerikanischen Pony-Cars gewordenen Camaro sowie an die sportlichen
Ursprünge
der Marke Chevrolet vom Beginn des 20. Jahrhunderts an.
Der
Rennfahrer Louis Chevrolet gründete die Traditionsmarke
Der
Schweizer Rennfahrer Louis Chevrolet (1878-1941) gründete im
Jahr 1911
gemeinsam mit William C. Durant von General Motors die Chevrolet Motor
Car
Company. Der erste Chevrolet verließ ein Jahr später
die Werkhallen in Detroit.
Es war ein Sechszylinder Tourenwagen, der bis 1914 als Classic Six
Serie C auf
dem Markt angeboten wurde und eine Spitzengeschwindigkeit von 105
Stundenkilometer erreichte. Während der passionierte
Rennfahrer Louis Chevrolet
den Schwerpunkt weiterhin auf schnelle komfortable Reisewagen des
oberen
Preissegments legen wollte, sah sein Partner Durant die Zukunft von
Chevrolet
in preiswerteren Volumenmodellen, wie sie der Konkurrent Ford mit dem
ersten
T-Modell präsentiert hatte. Louis Chevrolet verließ
das gemeinsame Unternehmen.-
Vergessen wurden seine sportlichen Ambitionen jedoch offenbar nicht.
Denn ausgerechnet
mit einem Sportwagen, der Corvette, erzielte Chevrolet ab dem 1953
einen der
größten Image- und Verkaufserfolge seiner langen
Geschichte.