Informationen zu Chevrolet Captiva
Der Chevrolet Captiva als Gemeinschaftsprojekt von GM und Daewoo
Sport Utility Vehicles (SUV) aus Südkorea, das war eigentlich eher die Domäne des Herstellers Hyundai, der mit dem Galloper und dem Sportage seiner Tochter Kia bereits Anfang der 1990er Jahre Geländewagen für die Onroad- und Offroad-Einsatz vorgestellt hatte. Der südkoreanische Autobauer Daewoo hingegen konzentrierte sich auf den Bereich der Klein- und Kompaktwagen sowie auf den Bau von Mittelklasse-Limousinen. Nachdem Daewoo im Jahr 2002 mehrheitlich vom US-amerikanischen Konzern General Motors (GM) übernommen worden war, entschieden sich die Amerikaner, gemeinsam mit den Südkoreanern ein neues Modell für den boomenden Markt der SUV zu entwickeln.
Chevrolet Captiva und Opel Antara haben gemeinsame Vorfahren
Als Grundlage diente den Konstrukteuren ein Concept Car, das GM im Jahr 2004 als Studie unter dem Markennamen Chevrolet vorgestellt hatte. Die Bauplattform basierte ebenfalls auf einer Entwicklung von GM. Im Baujahr 2006 lief bei GM Daewoo in Südkorea sowie im russischen GM-Werk die Produktion des neuen SUV an. In Asien wurde der kompakte Crossover als Daewoo Winstorm eingeführt. In Europa kam das Modell unter dem Verkaufsnamen Chevrolet Captiva auf den Markt. Leicht verändert in Karosseriedesign und Innenraumgestaltung fertigte GM Daewoo auf Basis des Captiva zeitgleich einen Kompakt-SUV, der in Europa als Opel Antara angeboten wurde.
Der Chevrolet Captiva ist als Fünf- und Siebensitzer erhältlich
Produziert wurde der knapp 4,64 Meter lange und 1,72 Meter hohe Chevrolet Captiva in zwei unterschiedlichen Innenausstattungen als Fünfsitzer und mit zusätzlicher Rückbank bestückt als Siebensitzer. Als Antriebe standen ein zuschaltbarer Allradantrieb und ein Frontantrieb zur Verfügung. Ausgestattet war der Captiva je nach Version mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe oder mit einer Fünfgang-Automatik. Das elektronische Stabilisierungssystem ESC sowie ABS wurden im Chevrolet Captiva serienmäßig verbaut, ebenso Front- und Seitenairbags. Im Euro-Crashtest wurde der SUV mit vier von fünf möglichen Sternen ausgezeichnet. Für die Allradmodelle kamen ein Bremsassistent, Bergabfahrhilfe und eine Traktionskontrolle zum Einsatz, die den Chevrolet Captiva auch für Offroad-Fahrten geeignet machten.
Zwei Benzinmotoren stehen für den Chevrolet Captiva zur Auswahl
Angeboten wurde der Chevrolet Captiva mit drei verschiedenen Motoren als Diesel und Benziner. Das Topmodell verfügte über ein 3,2 Liter Benzinaggregat, das von der GM-Tochter Holden in Australien zugeliefert wurde. Das Triebwerk leistete 169 kW (230 PS) und war ausschließlich als Siebensitzer mit Automatikgetriebe in Kombination mit dem Allradantrieb zu bekommen. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 204 km/h, die Hundertermarke erreichte der Captiva mit dieser Motorisierung in 8,8 Sekunden. Den Durchschnittsverbrauch gab der Hersteller mit 11,5 Litern an, was einem CO2-Ausstoß von 264 g/km entsprach. Im frontangetriebenen Einstiegsmodell verbaute GM Daewoo einen Vierzylinder mit 2,4 Litern Hubraum und 100 kW (136 PS), mit dem der Captiva eine Spitzengeschwindigkeit von 185 km/h erreichte. Der Verbrauch der Euro4-Motoren lag bei durchschnittlich 8,9 Litern (217 g/km CO2). In dieser Motor-Version war der SUV mit einem Umbau für den Betrieb mit Autogas erhältlich, mit dem der CO2-Ausstoß auf 192 g/km reduziert werden konnte.
Front- und Allradantrieb lassen sich mit dem Diesel kombinieren
Als Diesel stand der Chevrolet Captiva mit einem 2,0 Liter Common-Rail-Aggregat im Progamm, das je nach Ausstattung mit dem Frontantrieb oder dem Allradantrieb kombiniert werden konnte. In der Basisversion konsumierte das Turbotriebwerk mit 110 kW (150 PS) im Durchschnitt 7,2 Liter Diesel (191 g/km CO2). Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 184 km/h. Für die Beschleunigung von Null auf einhundert Stundenkilometer benötigte der Selbstzünder mit Frontantrieb 10,8 Sekunden, mit Allradantrieb bis zu 12,2 Sekunden. Ein Rußpartikelfilter wurde für die Dieselmodelle nicht serienmäßig angeboten.