Informationen zu Ferrari
Ferrari versinnbildlicht wie keine zweite Automarke den geheimen Wunsch eines jeden Autofahrers nach Schnelligkeit, Sportlichkeit und Eleganz. Die italienische Firma, die heute vor allem im Formel-1-Geschäft eine große Rolle spielt, baut Fahrzeuge für den gehobenen Anspruch, die durch ihre aerodynamisch gestylte Form bestechen. Das Emblem der Marke, das schwarze, sich aufbäumende Pferd, hat wohl verschiedene Ursprünge. Es verweist auf einen erfolgreichen italienischen Kampfflieger und ist zudem eine Referenz an den deutschen Hersteller
Porsche, der bereits in den 20er Jahren das Pferd in sein Markenzeichen einfügte.
Der Gründer des Unternehmens war der ehemalige Rennfahrer und gelernte Mechaniker Enzo Ferrari, der zwischen 1929 und 1938 das Team mit dem Namen Scuderia Ferrari, das für den Rennstall von
Alfa Romeo unterwegs war, leitete und sehr erfolgreich war. Nach dem Ende seiner Karriere entschied sich Enzo, in der neu aufgebauten Fabrik selbst Fahrzeuge unter seinem Namen herzustellen. Dies waren jedoch damals in erster Linie Rennwagen wie der Ferrari 125 C mit einem starken V12-Motor, der 1947 fertig gestellt wurde und den Grundstein für die überaus erfolgreiche Firmengeschichte legte.
Aus den Erfolgen der Rennwagen ging dann auch die Sparte der Straßenfahrzeuge der Marke Ferrari hervor. Enzo beauftrage die besten Fahrzeugdesigner seiner Zeit aus der renommierten Firma Pininfarina mit dem Entwurf für
Sportwagen, die an Aerodynamik weltweit einzigartig waren. Ferrari lieferte dazu hochleistungsfähige Motoren mit 8 oder sogar 12 Zylindern, die sich allein durch ihren Klang schon von anderen Sportmotoren dieser Generation unterschieden. In den 50ern erreichte die Marke hohe Popularität unter der gehobenen Gesellschaftsschicht in Europa und Übersee.
Doch trotz weiterer Innovationen hatte Ferrari mit den Zeichen der Zeit zu kämpfen. In den USA wurden in den 70ern verschiedene Vorschriften zu Lärm und Abgasen eingeführt, die der gesamten Sportwagenbranche Einbrüche verschaffte. Andere Firmen wie
Ford drangen massiv in Formel-1-Geschäft und machten Ferrari auch hier das Leben schwer. Erst mit Niki Lauda konnte Ende der 70er die angekratzte Ehre der Italiener wieder hergestellt werden. Nachdem Ferrari in den 80ern mehr in die Modernisierung der eigenen Fabriken als in den Entwurf neuer Fahrzeuge investierte, konnte erst Anfang der 90er auch im Segment der Straßenfahrzeuge die Marke wieder alte Erfolge feiern. Die Nachfrage nach den Luxusautos stieg, und heute steht Ferrari auf den Wunschlisten der Reichen und Schönen wieder ganz oben.
Alle Fahrzeuge der Marke Ferrari seit den 50er Jahren sind absolut an der Grenze des technisch machbaren und sind dem vorherrschenden Fahrzeugdesign ihrer Zeit entsprungen. Der F355, der 1993 erstmals vorgestellt wurde, ist über 12.000 Mal verkauft worden und ist in den Versionen
Coupé, Targa und
Cabriolet erhältlich. Sein direkter Nachfolger im Segment der Straßenfahrzeuge war der F360, der als V8 mit 3,6 Litern Hubraum und 400 PS ausgestattet war. Der Ferrari 550 mit 12 Zylindern wurde zwischen 1996 und 2001 als Roadster und als Coupe angeboten. Ein absoluter Klassiker von Ferrari ist der 456, der seit 1993 über 11 Jahre lang gebaut wurde. Während dieser Zeit wurde sein Outfit mehrmals überarbeitet, verschiedene Getriebevarianten waren erhältlich und der Innenraum wurde umgebaut.
Der F50 wurde nur 349mal hergestellt und ist ein Supersportwagen aus dem Jahr 1997, der zum fünfzigsten Geburtstag veröffentlicht wurde. Der Motor kommt auf eine Leistung von 520 PS und ist eine Weiterentwicklung einer ehemaligen Formel-1-Motors. Sein Nachfolger hört auf den Namen des Firmengründers Enzo und ist gegenwärtig das schnellste Fahrzeug der Italiener mit einer Höchstgeschwindigkeit von 365 Stundenkilometern. Das Sondermodell Enzo FXX, das jedoch in Deutschland nicht zugelassen ist, leistet 800 PS, während die Stanartausführung 660 PS auf die Straße bringt.
In der Sparte der Rennsportfahrzeuge ist der Ferrari Testarossa der absolute Klassiker. Er wurde ab 1984 produziert und bis 1996 in unterschiedlichen Ausführungen vertrieben. Mit einer Leistung von 390 PS und einer Beschleunigung von 0 auf 100 Stundenkilometern in 5,3 Sekunden war er seiner Zeit voraus. Sein Vorbild war der Ferrari Mondial, der von Pininfarina entworfen wurde und nur als Coupé erhältlich war. Er war zwar größer und verfügte über optionale Rücksitze, jedoch blieb er in der Leistung hinter anderen Ferraris seiner Zeit zurück. Der Superamerica schließlich ist eines der aktuellsten Modelle aus dem Hause Ferrari und wurde nur 2006 in einer Stückzahl von 559 produziert. Er gehört zur 575-Reihe und hat ein Glasdach, das sich auf die Kofferraumklappe legen kann.