Informationen zu Ford Focus ST
Im Jahr 2002 kommt das erste Sportmodell Ford Focus ST in den Handel
Sportlich veredelte Modelle ihrer sonst eher brav motorisierten Kompakten aufzulegen, ist für viele Hersteller gängige Praxis. Der Grund: Die Sportversionen entwickeln oft eine Strahlkraft, die als Werbung für die herkömmlichen Volumenmodelle genutzt werden kann. Noch besser freilich ist es, wenn zugleich Erfolge etwa im Rallyesport auf die Alltagsautos abstrahlen können. Der amerikanische Hersteller Ford nutzte diesen Werbeeffekt im Jahr 2002, als er eine getunte Variante des Ford Focus präsentierte. Der Ford Focus RS lief in Kleinserie im deutschen Werk in Saarlouis vom Band und war maßgeblich von der europäischen Entwicklungsabteilung konzipiert worden. Zwischen dem leistungsstärksten Serienmodell und dem bis zu 170 kW (230 PS) leistenden Ford Focus RS sahen Ingenieure und Marketingfachleute jedoch noch Platz für eine Zwischenstufe. Diese Sportversion des Großserien-Focus wurde ebenfalls im Jahr 2002 im saarländischen Ford-Werk realisiert und kam unter dem Namen Ford Focus ST 170 in den Handel.
Im ersten Ford Focus ST arbeitet ein Cosworth-Motor
Die erste Generation des Ford Focus ST wurde in den beiden Jahren zwischen 2002 und 2004 in geringer Stückzahl produziert und unterschied sich sowohl technisch als auch in optischen Details von den in Großserie gefertigten Ford Focus. Kernstück des Sportmodells Focus ST war ein von der damaligen Ford-Tochter Cosworth, ein britischer Motorenbauer der Formel 1, zugeliefertes Triebwerk, das dem Ford Focus ST bis zu 127 kW (173 PS) zur Verfügung stellte.
Modifikationen für den Ford Focus ST
Nach Außen dokumentierte der Ford Focus ST seine sportlichen Gene durch veränderte Schweinwerfer oder 17-Zoll-Felgen aus Aluminium. Doch auch technische Modifikationen unterschieden den Ford Focus ST von den herkömmlichen Straßenversionen. Dazu gehörten ein Sportfahrwerk oder eine für stärkere Belastungen ausgelegte Bremsanlage sowie eine spezielle Auspuffanlage. Kombiniert wurde der Cosworth-Motor des Ford Focus ST mit einem manuellen Sechsganggetriebe.
Zwei Karosserievarianten für den 2005 präsentierten Ford Focus ST
Die Tradition der Sportmodelle setzte der Hersteller in der zweiten Generation des Kompaktmodells mit der Präsentation des zwischen 2005 und 2010 gebauten Ford Focus ST fort. Die modernisierte Variante gab es in zwei Karosserieformen als Schrägheck mit drei oder fünf Türen. Bei der Motorisierung setzte Ford dieses Mal auf ein 2,5 Liter Aggregat, das im Ford Focus ST der zweiten Generation 168 kW (228 PS) leistete. Wie beim Focus RS wurde der Motor nun mit einem Turbolader beatmet. Für das Jahr 2012 kündigte der Hersteller für den Nachfolger noch mehr Performance an: Der Ford Focus ST der dritten Generation sollte bis zu 184 kW (250 PS) entwickeln.