Informationen zu Jaguar
Jaguar
als Inbegriff britischer Lebensart und
sportlicher Fahrkultur
Der
britische Premiumhersteller Jaguar ist ein seltenes Beispiel
dafür, wie sich
eine Automarke weltweit über das Design ihrer Produkte
etablieren konnte, ohne
zunächst über eine eigene Motorentechnologie zu
verfügen. Firmengründer William
Lyons (1901-1985) begann als Designer von Motorradbeiwagen und
Karosserien für
Austin und Fiat, ehe er 1931 mit dem Coupé S.S.I sein erstes
eigenes Auto auf
den Markt brachte. Die Motoren jedoch stammten vom britischen
Produzenten
Standard, der über viele Jahre die Jaguar-Agggregate
zulieferte. Williams Lyons
Handschrift war unverkennbar: Seine Autos waren von Beginn an durch
sehr lange
Motorhauben und flache, elegant gestreckte Karosserien
geprägt, die zum
Markenzeichen Jaguars werden sollten. Für die Modellreihe der
S.S.100 benutzte
Lyons 1935 zum ersten Mal den Namen Jaguar, der im Jahr 1945 zur
Bezeichnung
seines in Jaguar Cars Ltd. umbenannten Unternehmens wurde. Erfolge im
Rennsport
und davon inspirierte Sportwagenmodelle für die
Straße wie der Jaguar E-Type
sowie die Konstruktion luxuriöser Limousinen der XJ- und
XK-Reihe sowie der
Zukauf der Luxusmarke Daimler ließen Jaguar ab den 1960er
Jahren weltweit zum
Inbegriff feiner britischer Lebensart und sportlicher Fahrkultur
werden.
Die
Sportwagen von Jaguar als Coupé und Cabriolet
Der
erste
seriengefertigte Sportwagen unter dem Markennamen Jaguar war der 1948
vorgestellte XK120 mit 119 kW (160 PS), der als zweisitziger Roadster,
Coupé
und Stoffdachcabriolet bis 1954 gebaut wurde. Zum Klassiker der
Sportwagenreihe
wurde der von 1961 bis 1975 als Coupé und Cabrio angebotene
Jaguar E-Type mit
V6 und V12 Motor mit 202 kW (275 PS), der als Oldtimer zum
Sammlerobjekt wurde.
Sein Nachfolger Jaguar XJ-S wurde von 1976 bis 1996 mit Motoren von 147
kW (198
PS) bis zum V12-Aggregat mit 243 kW (330PS) in über 100.000
Exemplaren gebaut.
Er gilt damit als der erfolgreichste Jaguar Sportwagen. Den Titel
schnellster
Serienwagen der Welt führte lange Zeit der zwischen 1992 bis
1994 in Kleinserie
hergestellte Supersportwagen Jaguar XJ220, der mit seinem 399 kW (542
PS) Motor
auf 341 km/h Spitzengeschwindigkeit kam. In der XK-Reihe bot Jaguar ab
1996
Coupés und Cabriolets mit V8-Motoren mit einer Leistung von
bis zu 306 kW (416
PS) an. Erstmals kam im Jaguar XKR-S auch ein Kompressormotor zum
Einsatz, der
Höchstgeschwindigkeiten bis 280 km/h ermöglichte. Die
Jaguar XK-Modelle ab dem
Baujahr 2005 erhielten eine nahezu komplett aus Aluminium gefertigte
Karosserie.
Die
Jaguar Limousinen auch mit Kompressoren und Dieselmotoren
Nach
den
Limousinen Jaguar Mark, deren Modelle von 1948 bis 1969 auf dem Markt
waren und
die heute als Classic Cars zu Liebhaberpreisen gehandelt werden,
führte Jaguar
seine Oberklasse-Limousine XJ ein. In den drei Baureihen von 1969 bis
1992 gab
es den Jaguar XJ Mark mit 2,8 Liter, 3,4 Liter und 4,2 Liter Motoren,
die bis
zu 151 kW (205 PS) leisteten. Im Jahr 1972 wurde die Motorenpalette um
einen
V12-Motor mit 186 kW (253 PS) ergänzt. Im Jahr 1986 brachte
der Hersteller den
in allen Komponenten neu konstruierten XJ40 auf den Markt, der bis 1994
gebaut
und in einer luxuriöseren Ausstattung als Jaguar Sovereign
verkauft wurde. Die
nachfolgenden Versionen des Jaguar XJ wurden dann 1994 erstmals auch mit Kompressormotoren mit 235 kW (320 PS) sowie
später mit einem 2,7-Liter
V6 Twin-Turbodiesel-Motor vorgestellt.
Unter
der
Regie von Ford wagt Jaguar den Sprung in die Mittelklasse
Nachdem
Jaguar von Mitte der 1960er Jahre an unter dem staatlichen Dach der
British
Leyland im Verbund mit Rover geführt worden war, sicherte sich
im Jahr 1989 der
US-Autobauer Ford die Mehrheit an Jaguar. Im Jahr 2008 verkaufte Ford
den
britischen Traditionshersteller an den indischen Konzern Tata. Unter
der Ägide
von Ford weitete Jaguar seine Modellpalette mit dem Jaguar S-Type ab
1999 um
eine sportliche Limousine der oberen Mittelklasse aus, in der die
Rundungen der
1960er Mark-Modelle wieder auflebten. Der Jaguar S-Type wurde von 1999
bis 2007
mit verschiedenen Benzinmotoren und einem 152 kW (207 PS)
Dieselaggregat
angeboten. Abgelöst wurde er vom Jaguar XF, der sich
stilistisch an der
eleganten Linienführung des Jaguar XK Coupés der
Oberklasse orientierte. Ab dem
Jahr 2001 führte Jaguar mit den Jaguar X-Type dann erstmals
auch ein Fahrzeug
der Mittelklasse in sein Programm ein. Der X-Type wurde als Limousine
und, ein
Novum bei Jaguar, auch als Kombi angeboten.