Informationen zu Kia Clarus
Der Kia Clarus läuft in den Jahren von 1996 bis 2001 vom Band
Als der südkoreanische Autoproduzent Kia Motors gegen Mitte der 1980er Jahre als globaler Anbieter erstmals auf den europäischen Märkten antrat, legten die Asiaten den Schwerpunkt zunächst auf kompakte Modelle wie den Kia Sephia. Später kam der Kleinwagen Kia Pride hinzu, und in den folgenden Jahren ergänzten die Südkoreaner ihr Fahrzeugprogramm weiter um das Sport Utility Vehicle (SUV) Kia Sportage, der zeitweise beim Osnabrücker Fahrzeughersteller Karmann vom Band lief. Die in Zusammenarbeit mit dem Lizenzgeber Mazda entstehenden Mittelklasse-Limousinen der Marke blieben hingegen lange weitgehend den asiatischen Märkten vorbehalten. Das traf etwa auf den Kia Concord oder den darüber angesiedelten Kia Potentia zu. Erst Mitte der 1990er Jahre entschied sich Kia, auch in Europa das wichtige Segment der Mittelklasse zu bedienen. Als erstes Modell der Herstellers in dieser Fahrzeuggattung wurde im Jahr 1996 der Kia Clarus auf den europäischen Märkten eingeführt, der bis zur Vorstellung des Kia Magentis bis zum Jahr 2001 im Programm blieb.
Der Kia Clarus wird zuerst als Limousine in Stufenheckform gefertigt
Wie seine Vorgänger basierte auch der Clarus auf dem Mazda 626, den der japanische Hersteller Mazda seit dem Jahr 1979 als zentralen Bestandteil seiner Produktion in vier unterschiedlichen Karosserievarianten von der Stufenhecklimousine bis zum Coupé gefertigt hatte. Allerdings entschieden sich die Südkoreaner, den Clarus zunächst nur in der klassischen Limousinenform mit Stufenheck anzubieten. In dieser Variante war der Kia Clarus knapp 4,70 Meter lang und verfügte über einen Radstand von fast 2,66 Meter.
Ab dem Jahr 1998 wird der Kia Clarus auch als Kombi angeboten
Im Zuge einer Modellpflege im Jahr 1998, die vor allem Veränderungen am Kühlergrill und bei der Form der Frontscheinwerfer mit sich brachte, baute der Hersteller sein Mittelklasseprogramm weiter aus. Den Clarus gab es nun erstmals auch in einer Kombiversion, die bis zum Modellwechsel im Jahr 2001 gefertigt wurde. Besondere Kennzeichen des Kia Clarus Kombi: Seine gerundeten Heckfenster und die vertikal gestellten Scheinwerferleisten neben der Heckklappe.
Die Motorausstattung des Kia Clarus
Für das Basismodell der Baureihe entwickelten die Südkoreaner ein Benzinaggregat der 1,8 Liter Hubraumklasse, das im Kia Clarus bis zu 85 kW (116 PS) mobilisieren konnte. In der stärksten Version erhielt der Kia Clarus ein vom japanischen Kooperationspartner Mazda konzipiertes Triebwerk mit 2,0 Litern Hubraum. Mit dieser Motorausstattung konnten die Limousinen und Kombis der Baureihe Kia Clarus auf eine Leistung von bis zu 98 kW (133 PS) zugreifen.