Informationen zu Lamborghini
Lamborghinis
Aufstieg zur Autolegende
Der
im Jahr 1998 von VW/Audi übernommene
italienische Sportwagenhersteller Lamborghini schaffte in den 1960er
Jahren den
großen Sprung vom traditionellen Traktorenfabrikanten zu
einer der legendärsten
Autoschmieden der Welt. Schon das erste Modell, das 1963 vorgestellte
zweisitzige Coupé Lamborghini 350 GT, etablierte Lamborghini
neben dem
Hauptkonkurrenten Ferrari. Der V12-Motor mit 206 kW (280 PS) brachte
den
Lamborghini 350 GT auf bis zu 260 km/h und beschleunigte ihn in 6,4
Sekunden
von Null auf Hundert. In den vier Jahren seiner Produktion von 1964 bis
1967
verkaufte der Hersteller 120 Lamborghini 350 GT, womit das Modell
allerdings zu
den eher auflagenschwächeren Lamborghinis zählte.
Seine Nachfolger Lamborghini
400 GT und Islero hingegen verkauften sich zwischen 1966 und 1970 in
jeweils
doppelter Stückzahl. Der 400 GT basierte weitgehend auf dem
Vorgängermodell,
erhielt jedoch einen kräftigeren 235 kW (320 PS) Motor, der
beim Lamborghini Islero
durch ein nochmals in seiner Leistung optimiertes Aggregat mit 250 kW
(340 PS)
ersetzt wurde. Der Lamborghini 400 GT war das letzte Modell, das von
der
berühmten italienischen Karosseriebaufirma Touring entworfen
und gebaut worden
war.
Die
Ära Bertone bestimmte das typische
Lamborghini-Design
Ab
Ende der 1960er Jahre ließ Lamborghini seine
Außenhüllen beim Karosseriebauer Bertone fertigen.
Der Bertone-Designer
Marcello Gandini bestimmte ab den 1970er Jahren das Gesicht der Modelle
Jarama
(1970-1976) und Urraco (1973-1979) sowie des Targa Lamborghini
Silhouette
(1976-1979), der durch sein herausnehmbares Fiberglasdach auffiel.
Bereits im
Jahr 1968 hatte Gandini den ersten Viersitzer, den Lamborghini Espada
(1968-1978), gezeichnet. Der Espada war einer der ersten
V12-Sportwagen, die
über eine Getriebeautomatik verfügten. Für
das Design des Lamborghini Jalpa
(1982-1988) war dann Guilio Alfieris verantwortlich, bevor Gandini und
Bertone
wieder das Design für Lamborghini übernahmen.
Die
schnellsten Lamborghini Sportwagen
Mit
dem auf fast 300 km/h beschleunigenden
Lamborghini Miura (1966-1975) erzielte Lamborghini einen wichtigen
Prestigeerfolg im Wettbewerb mit seinem Konkurrenten Ferrari. Mit dem
3,9 Liter
V12-Motor, der im Laufe der Produktion in Versionen bis zu 305 kW (414
PS)
gebaut wurde, erwies sich der Lamborghini Miura als einer der
schnellsten
Sportwagen seiner Zeit. Seine Nachfolge trat der Lamborghini Countach
(1974-1990) an, der mit seinem markanten eckigen Design und den
scherenartig
öffnenden Türen das Markenimage von Lamborghini in
neuerer Zeit prägen sollte.
Der Countach verfügte anfangs über einen V12-Motor
mit 276 kW (375 PS), der ab
1982 durch einen neuen 276 kW (375 PS) Motor ersetzt wurde. Das Spitzenmodell war der Lamborghini Countach
Quattrovalvole mit
335 kW (455 PS). Abgelöst wurde das Modell vom Lamborghini
Diablo (1990-2001),
der mit dem erklärten Ziel konstruiert wurde, das schnellste
Serienfahrzeug der
Welt zu bauen. Mit 338 km/h Spitze und bis zu 438 kW (595 PS) durfte
der Diablo
diese Ehre für sich in Anspruch nehmen. In den 1990er Jahren
kamen der
allradangetriebene Diablo VT und ein Roadster neu ins Programm.
Der
schnellste Geländewagen der Welt
Wenn
sich ein Hersteller exklusiver Sportwagen ins Gelände begibt,
kann dabei eigentlich nichts anderes herauskommen, als einer der
schnellsten
Geländewagen der Welt. Sein Name: Lamborghini LM 002. Das
Sport Utility Vehicle
(SUV) der Italiener wurde zwischen 1986 und 1993 knapp 300 Mal
verkauft.
Äußerlich mit seinen kantigen Formen an den Hummer
erinnernd, entschied sich
Lamborghini jedoch für eine Pick-up-Karosserie. Mit
Maßen von fast drei Meter
Radstand, rund zwei Meter Breite und 1,85 Meter Höhe
gehörte der Lamborghini LM
002 zu den größten Fahrzeugen seiner Klasse. Sein
335 kW (455 PS) Motor mit 5,2
Liter Hubraum und zwölf Zylindern aus dem Lamborghini Countach
beschleunigte
den 2,7 Tonnen schweren Wagen in 8,2 Sekunden von Null auf Hundert. Die
Spitzengeschwindigkeit betrug 223 km/h.
Die
ersten Lamborghini unter der Regie von Audi
Der
Diablo-Nachfolger Lamborghini Murciélago war seit dem
Baujahr
2001 das erste Modell des Herstellers, das unter der Regie des neuen
Eigentümers Audi entworfen worden war. Der allradangetriebene
und vom Belgier
Luc Donckerwolke gezeichnete Murciélago sowie der im Jahr
2006 vorgestellte
Murciélago LP 640 lehnten sich äußerlich
mit keilartiger Formgebung sowie den
Scherentüren stark an den Diablo an. Das Triebwerk mit bis zu
471 kW (640 PS)
brachte den Murciélago auf eine
Höchstgeschwindigkeit von 340 km/h. Der
Lamborghini Murciélago Roadster gilt mit diesem Wert als
weltweit schnellster
Roadster. Im Jahr 2003 stellte Lamborghini den als Coupé und
Cabrio sowie ab
2005 auch als Roadster produzierten Gallardo vor, der im Baujahr 2008
durch den
Lamborghini Gallardo LP 560-4 abgelöst wurde. Die Modelle der
deutsch-italienischen Koproduktion leisteten bis zu 412 kW (560 PS) und
bis 324
km/h Spitzengeschwindigkeit.