Informationen zu Mazda
Die Markenbezeichnung des japanischen Autoherstellers Mazda geht zurück auf eine zoroastrische Gottheit, die für Weisheit und Erkenntnis steht und außerdem ähnlich klingt wie der Nachname des Firmengründers Jujiro Matsuda. 1920 gründete dieser die Toyo Cork Kogyo Co. in Hiroshima, den heutigen Mutterkonzern des Fahrzeugbauers. Von der anfangs zentralen Sparte der Korkveredelung gelangte die Firma über den Bau von Maschinenteilen und Gesteinsbohrern in den 30er Jahren in ihr heutiges Marktsegment: den Bau von motorisierten Fahrzeugen. Der Mazdago, ein 3-rädriges Fahrzeug mit zum Transport geeignetem Aufbau, markierte den Aufbruch in die neue Ära. Es folgt die serienmäßige Herstellung von Nutzfahrzeugen wie einem Lastwagen mit acht Rädern, der bereits unter dem 1934 registrierten Markenzeichen vertrieben wurde. Kurz darauf wurden die Fabriken Matsudas jedoch von den Kriegswirren der Zeit erfasst und mussten ihre Produktion im Dienste des Landes umstellen.
Im Zuge des Wiederaufbaus erhielt Mazda seine Lizenz zum Bau von Lastkraftwagen zurück und versuchte 1950 erneut sein Glück in der Sparte der Nutzfahrzeuge. Die erstarkte Wirtschaft Japans und die Bildung einer neuen, finanzkräftigen Mittelschicht überzeugte das Unternehmen von den Möglichkeiten des Privatwagenbaus, was zur Entwicklung des ersten Kleinwagens der Marke Mazda, dem Coupé R360 führte. Der ein Jahr später eingeführte Pick-up und der ab 1962 produzierte Mazda Carol, die Millionenauflagen erreichten, trugen erheblich zum wachsenden Bekanntheitsgrad der Marke bei. In Zuge dessen gelang den Japanern ein Deal mit den deutschen Entwicklern von NSU, die 1961 den extrem leistungsfähigen, aber nicht gerade sparsamen Wankelmotor entwickelten. Der Lizenzvertrag erlaubte Mazda die Herstellung eigener Motoren nach den Prototypen der deutschen Innovation, die 1967 weltweit erstmalig serienmäßig im Mazda Cosmo Sports 110S zu finden waren. Dieses Modell markierte den Einstieg der Japaner in das damals boomende Sportwagensegment.
Unter diesen Voraussetzungen gelang Mazda 1972 mit dem Aufbau der Mazda Motors Deutschland GmbH in Hilden (Nordrhein Westfalen) der Sprung in den europäischen Markt. Ende der 70er Jahre präsentierte Mazda die Ausgangsbasis für die Entwicklung der folgenden Jahrzehnte: der 1977 veröffentlichte RX-7 als klassischer Sportwagen, der Capella als Vorgänger des heutigen 626 und der Familia als heutiger 323 setzten Standards in Form, Verarbeitung und Technik. Wirtschaftlichkeit und Komfort sind seitdem Markenzeichen der japanischen Hersteller. Die Beteiligung von Ford eröffnete den Japanern den amerikanischen Markt und etablierte Mazda weltweit.
1989 folgte die Einführung eines bis heute aktuellen Dauerbrenners: des MX-5 Roadster, einem offenen Sportwagen, der durch seine elegant-kompakte Erscheinung, seine dynamische Leistung und sein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis in der oberen Mittelklasse Kultstatus erreichte und zum bis heute meistverkauftem Roadster avancierte. Mit verantwortlich für den Ruf als hervorragender Motorhersteller war der Mazda 787B, der zwei Jahre später als erster Japaner sowie als erstes Fahrzeug mit Kreiskolbenmotor die 24 Stunden von Le Mans, mit zwei Runden Vorsprung vor den damals dominierenden Modellen des Rennstalls Jaguar, gewann. Die Einführung des Mazda MX-6, der die Formen des 626 aufgreift, festigte die Position Mazdas in der Klasse der Limousinen.
Die Innovationskraft der japanischen Motorenbauer ist heute ungebremst: der RX-8, der optisch in der europäischen Sportwagen-Oberliga von Ferrari und Porsche durchaus mithalten kann, hat mit seinem neu entwickelten Wankelmotor Renesis dynamische Maßstäbe gesetzt. Die Modelle Mazda 3, 5 und 6 erweitern die Bandbreite und sichern Mazda Anteile am weltweiten Markt der Mittelklasse-Fahrzeuge. Die Unternehmensphilosophie hat sich den Prioritäten der Zeit angepasst. Die frühe serienmäßige Ausstattung der Fahrzeuge mit Katalysatoren und Rußpartikelfiltern, Experimente mit umweltfreundlichen Kraftquellen wie Wasserstoff und Brennstoffzellen und ein umfassendes Rücknahmesystem bescheinigen Mazda einen verantwortlichen Umgang mit Ressourcen und eine nachhaltige Unternehmenspolitik.





























