Informationen zu MG
Mit
seinen Roadstern schrieb MG
Sportwagengeschichte
Eine
offene kleine Karosserie mit klassischen
Linien, ein tiefliegendes sportliches Fahrwerk, ein unkompliziert
faltbares
Stoffdach und eine vernünftige Motorleistung ohne
PS-Übertreibungen, das
reichte dem britischen Hersteller Morris Garages (MG), um mit seinen MG
Roadstern zum Symbol für bezahlbaren Fahrspaß zu
werden. In den 1930er Jahren
war das Fahrzeugprogramm des Herstellers noch breit gefächert.
Modelle wie den
MG Magna gab es als zweitürige Limousine und Coupé.
Die MG Series Y und die MG
Magnette entwickelten die Briten ab den 1950er Jahren als
viertürige
Mittelklasselimousinen. Ab den 1960er Jahren wurden auf Basis von
Austin-Modellen auch Kleinwagen wie der MG 1100 oder der MG Metro in
sportlicher Version gebaut. Automobilgeschichte jedoch begann MG erst
mit
Sportwagen wie der MG P-Reihe und T-Reihe zu schreiben. Bis zum Jahr
2000 im
Eigentum von BMW, schien die schöne Roadster-Geschichte
beendet, als MG 2005
Insolvenz anmelden musste. Doch der neue chinesische
Eigentümer wollte die
MG-Tradition nicht sterben lassen und nahm die Produktion des
Zweisitzers MG TF
im Jahr 2007 wieder auf.
Die
legendären MG Roadster
Zu
Verkaufsschlagern damals und gesuchten Classic
Cars heute wurden die Roadster von MG ab der Reihe MGA, die bis Anfang
der
1960er Jahre gebaut wurde. Über 100.000 Exemplare konnte MG
von den bis zu 108
PS-starken MGA absetzen. Sein Nachfolger MGB wurde bis 1980 als
Roadster und
Coupé MGB GT mit 95 PS-Motoren und 170 km/h
Spitzengeschwindigkeit produziert
und gehörte mit über einer halben Million verkaufter
Fahrzeuge zu den
Top-Sellern der Sportwagengeschichte. Zweiter durchschlagender Erfolg
wurde der
von 1961 bis 1979 gebaute MG Midget mit kleineren Aggregaten bis 68 PS.
Mitte
der 1990er Jahre versuchte der damalige MG-Eigentümer Rover
diese Erfolge mit
dem MG RV8 in Anlehnung an die V8-Version des MGB aus den 1970er Jahren
zu
wiederholen. Die 190-PS-Neuauflage erfüllte mit 2000
Verkaufseinheiten jedoch
nicht die Erwartungen. Erst sein Nachfolger MGF fand beinahe wieder zur
alten
Form zurück.
Mit
dem Roadster MGF wollte MG an alte Erfolge
anknüpfen
Als
MG im Jahr 1995 die Neuentwicklung Roadster
MTF vorstellte, sollten bewusst Assoziationen an die große
Vergangenheit der
MG-Sportwagen geweckt werden. Tatsächlich erwies sich der
Roadster, der mit dem
Produktionsjahr 2002 in MG-TF umbenannt wurde, mit über 70.000
verkauften
Fahrzeugen bis 2005 für MG als erster respektabler Markterfolg
nach langer
Zeit. Die Existenz des verschuldeten Herstellers konnte der letzte
Roadster
jedoch nicht mehr retten. Die MG-Rover Group wurde zerschlagen und die
chinesische Nanjing Automobile Group sicherte sich die Baurechte des
letzten MG
Sportwagens.
Der
neue MG TF unter chinesischer Regie
Im
Jahr 2007 entschieden sich die Chinesen, die
britische Traditionsmarke MG wieder aufleben zu lassen. Als einziges
Modell
lief im einstigen Rover-Werk Longbridge der MG TF im Jahr 2008 wieder
vom Band.
Angeboten wurde der neue MG TF LE 500 als Harttop mit einem 1,8 Liter
Motor,
der 99 kW (135 PS) leistete und den Roadster auf 205 km/h beschleunigte.
Die
MG Limousinen der Z-Serie
Nachdem
BMW den Hersteller MG-Rover im Jahr 2000
an eine Investorengruppe verkauft hatte, wurden 2001 die MG ZR
Kompaktwagen auf
dem Markt eingeführt. Technisch an den Rover 25 angelehnt,
wurden die
MG-Versionen mit sportlicherem Fahrwerk, 17-Zoll-Rädern und
einem 118 kW (160
PS) Motor mit der Dynamik der Marke MG verbunden. Mit dem MG ZR 105
folgte ein
kleiner motorisiertes Modell mit 76 kW (103 PS). In der Mittelklasse
brachte MG
ab dem Jahr 2001 die viertürige Limousinen MG ZS und den Kombi
MG ZT ab 2001
heraus. Die Fahrzeuge basierten motortechnisch auf dem Rover 45 und
Rover 75,
erhielten jedoch ebenfalls das sportliche Fahrwerk von MG. Angeboten
wurden die
Modelle der MG Z-Serie mit V6-Motoren mit 130 kW (177 PS). Im Baujahr
2004 kam
ein V8-Motor mit 191 kW (260 PS) hinzu. Im Jahr 2005
endete die Produktion.