Informationen zu Mini
Im Jahre 1959 wurde der Mini von Sir Alec Issigonis für die
British Motor Corporation (BMC) im englischen Birmingham entwickelt.
Sir Alec Issigonis gab damals auch dem bis heute bekannten Mini-Logo
seinen Segen. Die erste Serie des Fahrzeuges startete dann unter dem
Namen „Austin Mini“ und wurde ursprünglich
als sparsamer Kleinstwagen aufgrund der großen Energiekrise
um 1955 gebaut. Bis heute wurde dieser wendige kleine Mini-Cruiser,
welcher seinem Namen immer noch gerecht wird, bis zu fünf
Millionen Mal verkauft, und dabei hat sich von den konstruktiven
Grundprinzipien her kaum etwas verändert.
Die Geschichte des Mini ist lebhaft. Im Laufe seines nun schon
50-jährigen turbulenten Lebens fuhr der kleine Flitzer
für viele Konzerne. Seine Jugend verbrachte er bei der Firma
BMC, bis diese im Jahr 1966 mit Jaguar fusionierte und sich
für zwei Jahre British Motor Holdings nannte. Im Jahre 1968
entstand der nächste größere
Zusammenschluss: Unter dem Namen British Leyland Motor Corporation, die
unter anderem die Automarken Daimler, Rover, MG, Triumph und Land
Rover vereinigte, fuhr der Mini erfolgreich weiter. Doch 1975
ging das Unternehmen bankrott, wurde verstaatlicht und bekam wieder
einen neuen Namen: British Leyland Limited. Der Mini kurvte geschmeidig
weiter durch die Namensänderungen von Leyland über
Austin Rover Group bis zur Rover Group. 1994 kam die große
deutsche Automarke BMW
mit ins Spiel. Sie kaufte die gesamte Rover Group auf, stieß
sie jedoch nur sechs Jahre später wieder ab. Hier findet der
turbulente Konzernwechsel des sportlichen kleinen Kerls sein Ende. BMW
behielt als einziges die Marke Mini und entwickelte diese weiter. Im
Moment sieht es so aus, als ob der Mini seine zweite
Lebenshälfte in Ruhe bei BMW verbringen würde.
Die verschiedenen Typen des Mini unterschieden sich im Laufe der Jahre
durch mehrere optische und technische Veränderungen.
Während in den Anfangsjahren, von 1959 bis 1967, sich bei den
Modellen Typ MK I und MK II die Türscharniere und
Schiebefenster noch im Außenbereich befanden, liegen sie seit
1969 bis 1976 beim Typ MK III im Innenbereich des Autos. Die Fenster
wurden in dieser Zeit in Kurbelfenster umgewandelt. Zu den weiteren
für uns heute „alten Minis“ aus der Zeit
von 1976 bis 2000 gehören die Modelle MKIII bis MK VIII, die
der Reihenfolge nach mit 10-Zoll-Bereifung (MK IV), später mit
12-Zoll-Bereifung entwickelt wurden. Heute gibt es viele Sondermodelle
des Mini, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Sie
heißen u. A. „Monte Carlo“, oder
„Special“. Nicht zu vergessen sind die
Jubiläums-Minis, die alle fünf Jahre auf den Markt
gebracht werden.
Die ersten Modelle des Mini wurden damals mit einer ebenso
unspektakulären wie genialen, von Alex Moulton entwickelten
Gummikonus-Federung und kleineren Motoren mit 850 bzw. 1.000 ccm
Hubraum ausgerüstet. Damals gab es auch keine
luxuriöse Ausstattung, die kleinen Helden wurden ohne viele
Besonderheiten ausgestattet. Die ersten Karosserievarianten kamen unter
dem Namen Kombi,
Pick-up und Wolseley Hornet und Riley Elf heraus. Der
legendäre Mini
Cooper, die sportliche Version des Mini, wurde im Jahre 1961
nur zwei Jahre nach 1959, „seinem Geburtsjahr“, von
John Cooper, einem britischen Autokonstrukteur herausgebracht, und
überzeugte mit erstaunlichen 40 kW/55 PS. Doch schon kurze
Zeit später wurde er von seinem Nachfolger Cooper S
übertroffen, einem flinken Raser, der mit 50 kW/68 PS
aufwartete.
2001 entwickelte dann BMW den Nachfolger – den „new
Mini“, der in dem eigens dafür aus- und umgebauten
Morris-Werk Cowley in Oxford gefertigt wird. BMW legt viel Wert auf
Inhalt und Aussehen und verpasste seinem neuen Kleinen eine gedrungene,
außergewöhnliche Form mit einigen aparten Extras.
Die neuen Minis bieten technische Spitzenwerte: Beispielsweise erreicht
der Mini Cooper mit 85 kW/115 PS eine Höchstgeschwindigkeit
von 200 km/h; der noch sportlichere Mini Cooper S mit beeindruckenden
128 kW/175 PS sogar 222 km/h.
Daneben gibt es den Mini One mit 70 kW/95 PS und als Cooper D mit 80
kW/110 PS. Seit 2004 gibt es den Mini auch als Cabrio
mit außen angeschlagener Heckklappe als Reminiszenz an die
frühen Modelle, 2006 erfolgte ein Facelift, und seit der IAA
2007 läuft der Mini als Lifestyle-Kombi Clubman – er
greift nach 50 Jahren die Tradition des Mini Traveller wieder auf
– vom Band. Die zweite Generation des new Mini bietet dank
des längeren Radstands den Mitfahrern mehr Platz und Komfort
im Innenraum. Seit dem Modelljahr 2008 sind alle Mini-Modelle außer dem JCW mit dem BMW EfficientDynamics
ausgestattet, das eine Start-Stopp-Automatik, eine Schaltpunktanzeige
und eine Bremsenergie-Rückgewinnung, wie sie in allen
BMW-Vierzylindern eingesetzt wird, beinhaltet. Damit lassen
sich Verbrauch und Emissionen laut Hersteller um bis zu 20 Prozent
reduzieren.