Informationen zu Porsche 911 Turbo
Der Porsche 911 Turbo wird 1974 das Spitzenmodell der 911er-Baureihe
Bevor die Turbotechnologie so weit ausgereift war, dass sie als großserientauglich gelten durfte, war das Verfahren mit dem Ziel der Nutzung von Abgasenergie fast ausschießlich im Rennsport verbreitet. Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche war einer der ersten Produzenten, die Abgasturbolader in Straßensportwagen verbauten. Der Hintergrund: Mit dieser Technik ließ sich die Leistung herkömmlicher Aggregate deutlich steigern. Als erstes Modell in der neuen Bauweise präsentierte der Hersteller im Jahr 1974 seinen Klassiker Porsche 911 in einer Turboversion, die bis zu 191 kW (260 PS) leistete. Im Jahr 1978 modifizierte der Konstrukteur das bislang eingesetzte Turbo-Aggregat. Der von 3,0 auf 3,3 Liter vergrößerte Hubraum sowie weitere technische Anpassungen erlaubten es, dem Porsche 911 Turbo nun maximal 220 KW (300 PS) bereitzustellen. Besondere Kennzeichen der Porsche 911 Turbo: Sie bekamen verbreiterte Radkästen und einen vergrößerten Heckflügel zur Verbesserung des Anpressdrucks. Seit Einführung im Jahr 1974 stellten die Porsche 911 Turbo jeweils das Spitzenmodell der 911er-Baureihe dar. Angeboten wurde der Porsche 911 Turbo in zwei Karosserieversionen als Coupé und Cabriolet.
Im Jahr 1991 wird die zweite Generation des Porsche 911 Turbo präsentiert
In der Baureihe 964 des Porsche 911, die im Zeitraum von 1988 bis 1994 vom Band lief, wurde der Porsche 911 Turbo ab dem Jahr 1991 als Spitzenmodell angeboten. Auch in dieser Generation wurde noch das 3,3 Liter Triebwerk des Vorgängers eingesetzt. Allerdings modifizierten die Ingenieure das Aggregat, sodass der Porsche 911 Turbo jetzt auf 235 kW (320 PS) zugreifen konnte. Das waren gut 70 PS mehr als beim Porsche 911 Carrera dieser Bauphase, der bereits über neue Motoren der 3,6 Liter Hubraumklasse verfügte. Im Jahr 1993 setzten die Zuffenhausener die 3,6 Liter Triebwerke dann auch beim Porsche 911 Turbo ein. Das machte sich in der Leistungsbereitschaft bemerkbar: Das Turbomodell konnte nun bis zu 265 kW (360 PS) mobilisieren.
Biturbo-Technik für den Porsche 911
In der 1995 vorgestellten Generation setzten die Ingenieure erstmals in der Baureihe der Porsche 911 einen Motor mit zwei Abgasturboladern ein. Der allradangetriebene Porsche 911 Turbo dieser Bauphase war äußerlich wie seine Vorgänger an den verbreiterten Radkästen und dem für den nötigen Anpressdruck sorgenden Heckflügel erkennbar. Mit der Bi-Turbo-Technik standen dem Porsche 911 Turbo maximal 300 kW (408 PS) zur Verfügung. Im Jahr 2000 präsentierten die Stuttgarter den aktualisierten Porsche 911 Turbo in zwei Leistungsstufen mit 309 kW (420 PS) sowie 331 kW (450 PS). Im Jahr 2006 wurde der Nachfolger mit 353 kW (480 PS) am Markt eingeführt.