Informationen zu Porsche 911
Für viele ist der Porsche 911 der Inbegriff des Sportwagens
überhaupt: Ferdinand Alexander Porsches Karosseriedesign
setzte die Stilmerkmale des Vorgängermodells 356
souverän in die nüchterne, sachlich-technische
Formensprache der 1960er Jahre um. Das
Fließheckcoupé mit der flach abfallenden Haube,
wie mit dem Lineal gezogener Gürtellinie und den
charakteristischen Scheinwerfer-Augen (bei seiner Präsentation
auf der IAA 1963 in Frankfurt
hieß es noch 901, bis aufgrund von Urheberrechtstreitigkeiten
mit Peugeot
die mittlere Ziffer abgeändert werden musste), mittlerweile
der am längsten gebaute Sportwagen der Welt, wurde zum
Eckpfeiler der Markenidentität von Porsche.
1965 folgte der „kleine“ Porsche 912 mit
Vierzylindermotor, 1972 der Supersportwagen Carrera RS mit dem
charakteristischen „Entenbürzel“-Spoiler,
1973 ein dezenter Facelift der Karosserie. 1974 kam der Porsche Turbo
auf den Markt, 1983 das erste Cabrio
seit 1963. Anfang der 1990er Jahre geriet Porsche aufgrund von
Überkapazitäten und einer zu starken Ausrichtung auf
den US-Markt in Schwierigkeiten. Erst Wendelin Wiedeking als neuer
Vorstandsvorsitzender leitete die konsequente Rückbesinnung
auf den Mythos 911 ein: 1993 hatte der 911 Carrera (Typ 993) Premiere,
1997 der 911 Carrera
(Typ 996) – erstmals mit wassergekühltem Boxermotor.
Der „neue“ 911er von 2004 – intern Typ
997 genannt – ist das Vermächtnis von Harm M. Lagaay
als Chefdesigner; vor allem die runden Scheinwerfer, seinerzeit noch
als „Kanonenrohre“ geschmäht, wurden von
der Fachwelt als Glücksfall gefeiert. Und natürlich
ist er nach dem jüngsten Facelift von 2008 erneut schneller
und technisch avancierter als seine Vorgänger: 3,8 Liter
Hubraum, 283 kW/385 PS bei 6.500 U/min, 4,7 Sekunden von 0 auf 100
km/h, 302 km/h Höchstgeschwindigkeit und ein maximales
Drehmoment von 400 Nm im Carrera S sprechen eine kompromisslos
sportliche Sprache.
Als technische Highlights gibt es u.a. eine Zahnstangelenkung mit
variabler Dämpfung, ein aktives Fahrwerk mit zwei
unterschiedlichen Dämpferkennlinien und
Keramik-Komposit-Bremsscheiben. Aktuell ist der Porsche 911 als Coupé,
Cabrio und – erstmals ausschließlich mit
Allradantrieb ausgelieferter – Targa mit Glasschiebedach zu
bekommen; das Leistungsspektrum reicht von 254 kW/345 PS im Carrera und
Carrera 4 über den Porsche Turbo mit 353 kW/480 PS bis zu 390
kW/530 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 329 km/h im GT2.