Informationen zu Porsche Carrera GT
Der Porsche Carrera GT ist das schnellste Cabriolet aus Zuffenhausen
Für beinahe alle Fahrzeugkonstrukteure, die im Segment der hochleistungsfähigen Sportwagen Bestand haben wollen, gehört das Engagement im professionellen Rennsport zum unverzichtbaren Bestandteil ihrer Unternehmenspolitik. Das Prestige der Rennerfolge stärkt das Markenimage, und oft sind die vom internationalen Reglement vorgeschriebenen Homologationsmodelle für den Straßeneinsatz Technologieträger für spätere Großserienmodelle. Der deutsche Sportwagenbauer Porsche startete regelmäßig bei Rallyes oder beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans, wo Modelle wie der Porsche 959 oder der Porsche 911 GT1 Erfolge einfuhren. In der Tradition dieser für den Straßeneinsatz in Kleinstserien gefertigten Supersportwagen wurde im Baujahr 2003 der Porsche Carrera GT präsentiert, der bis ins Jahr 2006 als das leistungsstärkste Cabriolet im Modellprogramm des Herstellers aus Stuttgart-Zuffenhausen in kaum 1300 Exemplaren produziert wurde.
Die Raketenoptik des Porsche Carrera GT zeigt Klassenbewusstsein
Während der Porsche Carrera GT sich in der Vorderansicht kaum von einem normalen Porsche 911 dieser Baujahre unterschied, zeigte das Heck unmissverständlich, in welche Klasse von Fahrzeugen der Porsche GT einzuordnen war: die der Supersportwagen. Wo andere Mittelmotor-Sportwagen den Blick auf ihre Triebwerke durch Glashauben freigaben, zierten beim Porsche Carrera GT torpedoförmige Ausbuchtungen mit eingelassenen Gittern die lange Heckklappe, unter der das Aggregat arbeitete. Ein ausfahrbarer Heckflügel, dessen Konturen in den hinteren Kotflügeln fortgeführt wurden, sowie eine breite Heckverkleidung mit zwei integrierten Endrohren rundeten den raketenartigen Auftritt optisch ab.
Dank Carbonkunststoff hat der Porsche Carrera GT Renngewicht
Bei der Konstruktion der 4,61 Meter langen und nur 1,17 Meter hohen Karosserie setzten die Entwickler der Rennmaschine auf ultraleichte Materialien wie Carbonkunststoffe, aus denen Sitze, Fahrgestell, Karosserie und das im vorderen Stauraum unterzubringende Targadach des Porsche Carrera GT gefertigt wurden. Bei geschlossenem Dach standen unter der Fronthaube knapp 76 Liter Raum für das Gepäck zur Verfügung. Gänzlich unbepackt brachte es das Cabrio dank der Leichtbauweise nur auf ein Gewicht von gut 1380 Kilogramm. Auf den Einbau elektronischer Bordhelfer wie ESP verzichteten die Zuffenhausener bei ihrem Supersportwagen. Dafür gab es zu den Keramikbremsscheiben eine ABS-Bremshilfe, und an der Hinterachse half ein Sperrdifferenzial, das Cabriolet besser zu beherrschen.
Der Porsche Carrera GT schafft es in 3,9 Sekunden von Null auf Hundert
Als Antrieb verbaute der Hersteller im Porsche Carrera GT einen längs eingesetzten Mittelmotor mit 5,7 Litern Hubraum. Das V10-Aggregat wurde mit einem Sechsganggetriebe kombiniert, das mittels einer sportlich ausgelegten Handschaltung zu manipulieren war. Mit seiner Performance von 450 kW (612 PS) trieb der Motor den Porsche Carrera GT bis auf 350 km/h an. Die Zweihundertermarke erreichte das Cabrio in 9,9 Sekunden. Ganze 3,9 Sekunden brauchte der Porsche Carrera GT, bis er aus dem Stand auf einhundert Stundenkilometer gespurtet war.