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Original Münch Motorräder werden von 1967 bis 1976 in Serie gefertigt

Deutsche Motorradkonstrukteure standen seit den Zeiten des Zweiradbooms in den 1920er Jahren international im Ruf, solide Technik zu entwickeln und marktgerechte Modelle passend zum gerade vorherrschenden Trend zu entwerfen. An den Leistungen der Ingenieure lag es nicht, dass die einst breit aufgestellte deutsche Motorradindustrie ab den Siebzigerjahren auf schließlich nur noch auf einen bedeutenden Hersteller zurückgeführt wurde. Verantwortlich für die Entwicklung war vielmehr die in den 60er Jahren auf Exportkurs gehende japanische Konkurrenz, die Kostenvorteile für sich nutzen konnte und bald auch technisch Maßstäbe setzte. Ausgerechnet in der Zeit der sich abzeichnenden Krise mit stetig sinkenden Absatzzahlen bei Zweirädern aller Klassen wagte der hessische Motorradkonstrukteur Friedel Münch das Experiment, eine neue Motorradmarke ins Leben zu rufen. Unter dem Namen des Gründers etablierte sich im Jahr 1967 der Motorradhersteller Münch, der nur wenige Modelle auflegte und bereits im Jahr 1976 als Serienfertiger wieder vom Markt verschwand. Unter neuem Eigner ging Münch zum Jahrtausendwechsel wieder an den Start und war als Hersteller von Hochleistungsbikes und Elektromotorrädern aktiv.

Individuelle Kleinserienmodelle werden zum Markenzeichen von Münch

Während die etablierten Hersteller allein schon aus wirtschaftlichen Gründen auf möglichst hohe Stückzahlen setzen mussten, wollte sich Münch mit der Firmengründung 1967 eine Nische sichern. Hubraumstarke Kleinserienmodelle, die auf Wunsch im Werk individuell an den Fahrer angepasst werden konnten, sollten zum Markenzeichen von Münch werden. Aus den angestrebten Kleinserien wurden dann allerdings nur Kleinstserien. Während des knapp zehnjährigen Bestehens der Firma wurden im hessischen Werk des Herstellers bis ins Jahr 1976 nicht einmal 500 Münch Motorräder der unterschiedlichen Bauserien produziert. Allerdings sind auf dem Markt für gebrauchte Motorräder auch Münch späterer Baujahre zu finden. Der Grund: Friedel Münch fertigte auch nach 1976 auf Kundenwunsch noch einzelne Maschinen der vormaligen Kleinserien. Im Jahr 2000 entstand überdies nach Plänen des Konstrukteurs eine Neuentwicklung, von der im Zeitraum von zwei Jahren etwas mehr als ein Dutzend Exemplare gebaut wurden. Außerdem gab es Anbieter, die eine Replika des ersten Serienmodells von Münch auf den Markt brachten.

Münch Motorräder gelten als Exoten und Sammlerstücke

Angesichts der ungewöhnlich geringen Produktionszahlen wunderte es nicht, dass Münch Motorräder bereits zur aktiven Zeit des historischen Motorradherstellers Exoten auf der Straße waren. Oft genug fanden die Modelle nach der Fertigstellung aber direkt den Weg in eine private Sammlung und später in die Ausstellungen von Technikmuseen. Eine der größten Sammlungen von Münch Motorrädern zeigt heute das Technik Museum Speyer, wo mehr als zwei Dutzend Münch Zweiräder der unterschiedlichen Produktionsjahre zu sehen sind.

Münch Motorräder gehören zu den seltensten Oldtimern auf dem Gebrauchtmarkt

Die aufwendige Technik, ein Fertigungsprozess mit viel Handarbeit und die geringen Produktionszahlen führten dazu, dass die Motorräder von Münch bereits als Neufahrzeuge zu einem Preis verkauft wurden, der meist deutlich über dem von vergleichbaren Modellen der Großserienhersteller lag. Und auch als Oldtimer oder Classic Bike blieben die Münch Motorräder ihrem Image treu, ein rares Luxusbike zu sein: Auf dem Markt für gebrauchte Motorräder gehören originale Münch zu den seltensten Oldtimern. Daher erzielen Maschinen beinahe aller Baujahre dort Spitzenpreise.

Die Original Mammut kommt offiziell als Münch TT auf den Markt

Gut 300 Kilogramm Trockengewicht, ein Vierzylinder-Automotor, 1000 ccm Hubraum und eine Beschleunigung auf nahezu 200 km/h Spitzengeschwindigkeit, mit solchen Daten sorgte das erste Münch Serienmotorrad im Jahr 1967 für Aufsehen. Und auch der inoffizielle Name Mammut schien da bestens zu dem als Münch TT oder später als Münch 4 vermarkteten Ausnahmebike zu passen, das zu den leistungsfähigsten Motorrädern der damaligen Zeit gehörte. Gut ein Jahr nach der Marktpremiere präsentierte das Unternehmen die Mammut mit einem auf 1200 ccm Hubraum vergrößerten Vierzylinder, der die Leistung von rund 55 PS auf nunmehr 88 PS steigerte.

Die Nachfolger der Mammut mit 1300 ccm Motoren

Ab dem Jahr 1973 produzierte Münch die Mammut in zwei Versionen mit 1300 ccm Maschinen als Münch 4 TTS sowie als Münch 4 TTS-E, die zu den ersten Serienmodellen mit Benzineinspritzung gehörte. Nach der Firmenschließung und dem Verkauf der Namensrechte Münch fertigte der Firmengründer weitere Einzelexemplare nach dem Vorbild der Originale, die er nun ganz offiziell unter dem von Enthusiasten seit langem genutzten Namen Mammut verkaufte.

Mit der Mammut 2000 wird die Münch-Legende wieder belebt

Unter einem neuen Markeneigner entstand das Projekt Mammut 2000, in dem mit moderner Technik und nach dem Anspruch des Münch-Originals eine neue Generation von Hochleistungsmotorrädern in Kleinstserie produziert werden sollte. Das stärkste Serienmotorrad der Welt sollte es werden, so lautete der Slogan für den Neubeginn der Marke Münch. Als Antrieb kam ein Vierzylindermotor mit Turbolader zum Einsatz, mit dem die Münch Mammut 2000 über bis zu 260 PS verfügen konnte. Und auch beim Gewicht bewies die moderne Mammut-Generation, das sie ihren Namen zu Recht trug: Runde 390 Kilogramm im trockenen Zustand musste der Fahrer des Streetfighters halten können.

Eine neue Generation der Münch TTE tritt als E-Bike auf der Rennstrecke an

Neben dem Straßenbike der Reihe Mammut 2000 entwickelte das neu entstandene Unternehmen Münch seit dem Jahr 2010 vor allem Motorräder mit Elektroantrieb. Diese Innovation blieb allerdings vorerst den professionellen Renngeräten vorbehalten. Im Programm stand das Race Bike Münch TTE-1, dessen Bezeichnung wiederum an die historischen Münch Motorräder erinnern sollte. Trotz Akkupaket an Bord und Vollverkleidung konnte der Hersteller das Gewicht der Wettbewerbsmaschine auf gut 220 Kilogramm begrenzen. Bei einer maximalen Leistungsabgabe des E-Motors von 90 kW erreichte die Münch TTE-1 in knapp unter vier Sekunden aus dem Stand die Marke von 100 Stundenkilometern. Eine technisch überarbeitete Version kam mit der Münch TTE-2 auf die Strecke.

Die Elektromotorräder der Münch-Rennserie sollen Vorbild für Straßenmodelle werden

Auf den internationalen Rennstrecken konnten die neuen E-Bikes von Münch auf Anhieb die Vorzüge des Elektroantriebs unter Beweis stellen: Neben verschiedenen Weltmeistertiteln fuhr das Rennteam mit den Münch TTE der neuen Generation Zeitrekorde unter anderem in Le Mans, Spa und Assen ein. Von den Erfahrungen aus dem professionellen Rennsport sollten jedoch auch die Straßenmodelle profitieren. Münch arbeitete daran, die E-Antriebstechnik für die zukünftigen Generationen von Motorrädern zu nutzen und die Marke Münch damit zum Vorreiter auf dem Gebiet der hochleistungsfähigen Elektromotorräder für den Straßeneinsatz zu machen.