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Informationen zu Norton Motorcycles

Der britische Motorradhersteller Norton Manufacturing Co., seit 2008 unter dem Namen Norton Motorcycles (UK) Ltd gelistet, wurde bereits im Jahr 1898 von James Lansdowne „Pa“ Norton in Wolverhampton (UK) gegründet und prägte Jahrzehnte lang das weltweite Motorrad-Renngeschehen. Das Unternehmen durchlief seit seiner Gründung eine Vielzahl an Hoch- und Tiefphasen bis hin zum Konkurs – dennoch konnte Norton immer irgendwie die Nase über Wasser halten, doch lesen Sie selbst:

Norton mit wehenden Fahnen

Mit den ersten in Serie gegangenen Motorrädern begann im Jahr 1913 bereits der erste Erfolg in der Renngeschichte des Unternehmens. So gab es neben den Maschinen von Norton bis heute keine andere Motorradmarke, die das berühmte Rennen um die „Tourist Trophy“ auf der Isle of Man so oft gewann. Die Fahrer siegten in den Jahren zwischen den Weltkriegen in der Klasse bis 500 cm³ insgesamt zehnmal und danach zwischen 1947 und 1954 in jedem Jahr. Darüber hinaus gewann Norton insgesamt acht Fahrer- und neun Konstrukteurs-Weltmeistertitel und elf Fahrertitel in der Motorrad-Europameisterschaft.

Das Auf und Ab mit Norton

Nicht nur durch die sportlichen Wettbewerbe wurden die Modelle von Norton bekannt, sondern auch durch das britische Militär, die im zweiten Weltkrieg das Seitenventiler-Motorrad Norton 16H als Einsatzfahrzeug verwendeten. Allerdings verlor Norton bereits im Jahr 1953 seine Eigenständigkeit als Unternehmen und war gezwungen, mit anderen britischen Motorradherstellern (A.J.S., Matchless, James und Francis-Barnett) zu einem Konzern zu fusionieren: AMC – Associated Motor Cycles. Aufgrund der immer mehr nachziehenden japanischen Konkurrenz verschlechterten sich der Absatz der britischen Motorrad-Modelle und damit die finanzielle Situation von AMC im Jahr 1966 so dramatisch, dass Konkurs angemeldet werden musste. Die britische Firma Villiers übernahm schließlich die Produktions- und Vertriebsrechte der AMC-Motorradmarken.

Mit der im Jahr 1967 vorgestellten Norton Commando 750, die erstmalig den bahnbrechenden „Isolastic-Rahmen“ trug und mit verhältnismäßig starker Motorisierung ausgestattet war, holte sich Norton für kurze Zeit seine Konkurrenzfähigkeit zurück. Dennoch ging das Unternehmen im Jahr 1974 erneut Pleite und wurde privates Eigentum.

In den 80er Jahren, wurde das Unternehmen Norton Motors Ltd. schließlich neu gegründet. Allerdings blieb der Erfolg aufgrund von dubiosen Geschäften und häufig wechselnden Geschäftsführern lange Zeit aus. Erst als Norton Ende 2008 durch den britischen Geschäftsmann Stuart Garner, der bis dahin Eigentümer des Rennteams Norton Racing Ltd war, aufgekauft wurde, kam die Wende in Großbritannien. Es entstand das heutige Unternehmen Norton Motorcycles Ltd.

Die wichtigsten Motorrad-Modelle von Norton

Norton 16H / WD16H (1911 bis 1954)
Das Modell 16H (H steht für Home Market) mit 14 PS und einer Spitzengeschwindigkeit von 104 km/h ist die am längsten und meist produzierte Baureihe von Norton. Der Einzylinder mit seitlichen Ventilen und 500 cm³ Hubraum wurde unter dem Namen WD16H (WD steht für War Department) für das britische Militär mit einem abgeänderten Rahmen, einer Sattelaufnahme, einem Motorschutz sowie teilweise mit Beiwagen gebaut.
Norton International (1931 bis 1957)
Revolutionär ist der neu entwickelte Königswellen-OHC-Einzylindermotor der Norton International, der im Zeitraum von 1924 bis 1927 konstruiert und ab 1931 produziert wurde. Neben dem Konkurrenten Brough Superior sprach die "Inter" wegen ihres leichten und kompakten Einzylinder-Motors eher die breitere Masse an und zählt mit bis zu 150 km/h dennoch zu der schnellsten käuflichen Straßenrennmaschinen, was sich an unzähligen Siegen im Sportbereich widerspiegelte.
Norton Manx (1949 bis 1962)
Als Nachfolger der International gilt die im Jahr 1937 entwickelte und von 1949 bis 1962 hergestellte Norton Manx (ebenfalls mit Königswelle), eine der berühmtesten Einzylinder-Rennmaschinen aus dem Hause Norton. Zunächst war das Motorrad mit einer, später mit zwei obliegenden Nockenwellen ausgerüstet. Ebenfalls wie die Norton International zählt die Manx wegen ihres ausnehmend starken Motors zu den erfolgreichsten Rennmaschinen in der Sportgeschichte – in gutem Zustand ist ein gebrauchtes Modell heute mindestens 30.000 Euro wert. Die Motorisierung kam in Großbritannien sogar für die Rennwagen-Formel 500 zum Einsatz.
Norton Commando 850 (1967 - 1977)
Die Norton Commando 850 mit damals äußerst modernem Design sowie komplett neu konstruiertem Zentralrohr-Fahrwerk wurde erstmals 1967 auf der Earls Court Motorradausstellung vorgestellt. Zusätzlich integrierte Norton die vollständige Einheit aus Getriebe, Motor und Hinterradaufhängung elastisch in den Rahmen. Diese als „Isolastic“ bezeichnete Aufhängung gewährt einen Spielraum in der Längsebene durch Gummielemente und sperrt vice versa Bewegungen in der Querebene durch Stahl- und Teflonscheiben – mit diesem Aufbau erreichte der Motorradhersteller ein äußerst stabiles Fahrwerk. Die Konstruktion kommt auch heute noch bei einigen Motorrad-Modellen leicht modifiziert zum Einsatz: Bei den Maschinen von Harley-Davidson ist das System beispielsweise bekannt unter dem Namen „Isoplanar-Motoraufhängung“, bei den Motorrädern von Buell als „Uniplanar“.
Norton Commando 961 (seit 2005)
Im Jahr 2005 wurde in Gladstone (Oregon, USA) erstmals die Maschine Norton Commando 961 gebaut, zunächst auf 200 Stück limitiert zu je 20.000 US-Dollar. Das Motorrad war zu Beginn mit einem „echten“ Parallel-Twin-Motor mit 961 cm³ Hubraum und 59 kW (80 PS) ausgestattet. Mit der Übernahme durch die Norton Motorcycles (UK) Ltd ging die Commando 961 in Großbritannien schließlich in Serienproduktion. Das Unternehmen bietet aktuell die folgenden drei Versionen zum Verkauf:

  • Norton Commando 961 SE (limitierte „Special Edition“)
  • Norton Commando 961 Sport
  • Norton Commando 961 Cafe Racer