Asphalt – ein moderner Baustoff, nicht nur im Straßenbau

Eine homogene Mischung aus Gesteinskörnern, Gesteinsmehl und bitumenbasierten Bindemitteln wird als Asphalt bezeichnet. Der Name leitet sich vom altgriechischen ""Erdharz"" ab. Inert, elastisch und leicht zu verarbeiten ist das Material ein vielseitig einsetzbarer Baustoff.

Obwohl Asphalt auch als Dichtmittel im Deponiebau oder für Bodenkonstruktionen im Hochbau eingesetzt wird, ist die klassische Anwendung die als Fahrbahnbelag für Straßen und Wege. Hier kann zwischen drei Einsatzgebieten unterschieden werden: grob gekörnte Asphalttragschichten, die dem Gesamtpaket Festigkeit geben, Asphaltbinderschichten mit mittlerer Körnung, die bei stark belasteten Straßen die Schubkräfte aufnehmen und Verformungen minimieren, und die Asphaltdeckschichten mit der feinsten Körnung, die der direkten Beanspruchung durch Verkehr und Witterung unterliegen und regelmäßig erneuert werden.

Synthetischer Asphalt aus Asphaltmischanlagen

Natürliche Asphalte sind den Menschen schon seit der Antike bekannt. Damals wurden sie als Dichtmittel oder Heilmittel genutzt. Gilsonit, eine im US-Staat Utah abgebaute Varietät, wird heute zur Veredelung synthetischer Asphalte verwendet. Die überwiegende Mehrheit des als Baustoff eingesetzten Asphalts ist aber ein synthetisches Stoffgemisch, das in Asphaltmischanlagen hergestellt wird. Während des Mischprozesses, der unter Einwirkung hoher Temperaturen erfolgt, müssen die verschiedenen mineralischen Ausgangsstoffe möglichst homogen vermengt und vollständig und gleichmäßig mit dem Bitumen-Bindemittel benetzt werden. Durch Erwärmung werden die Klebereigenschaften des Bindemittels hervorgerufen, so dass eine haftende, verdichtbare und verformbare Masse entsteht, die bei Abkühlung die gewünschte Form beibehält.

Die Hauptbaugruppen von Asphaltmischanlagen sind: Doseure der Ausgangsstoffe, Trockentrommel mit Brenner, Filterentstaubungsanlage, Heißmineralsilo, Mischmodul, Mischgutsilo und Lagerbehälter für Mineralstäube, Gesteinskörner und Bitumen. Diese unterschiedlichen Komponenten kommen in drei Anlagentypen vor. Schwere stationäre Anlagen mit hoher Kapazität werden zentral platziert. Leichte Anlagen können mit einfachem Aufwand versetzt werden und werden für zeitweilige, großvolumige Bauprojekte eingesetzt. Schließlich existieren auch vollständig mobile Anlagen, die mit Hilfe einer Sattelzugmaschine schnell an jeden mit LKW zugänglichen Einsatzort transportiert werden können und eine enorme Flexibilität bei kleinen und mittelgroßen Straßenbauprojekten auch in infrastukturell schwach entwickelten Gebieten ermöglichen.

Herstellerüberblick bei mobilen Anlagen

Der weltweit führende Anbieter von stationären und mobilen Asphaltmischanlagen ist der Maschinenbauer Ammann. Die kompakte, hochmobile Anlage Ammann Prime ist für einen Durchsatz von 80 bis 140 Tonnen pro Stunde ausgelegt. Die ebenfalls radmobile ContiMix kombiniert die Vorteile der kontinuierlichen Mischung und des diskontinuierlichen Batch-Verfahrens, ist auf vier Trailern aufgebaut und ihr maximaler Durchsatz beträgt 180 Tonnen pro Stunde. Die mobile Kaltasphaltanlage ColdMix mit 200 Tonnen pro Stunde Maximaldurchsatz ergänzt das Ammann-Portfolio. Weitere Hersteller sind unter anderem die Baumaschinenspezialisten Benninghoven, Comaco, E-MAK oder Lintec.
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