Ein Hebekran zählt zu den häufig eingesetzten Maschinen bei Bauvorhaben oder beim Transport schwerer Güter im Außen- und im Innenbereich. In Werften finden Hebekräne häufig Verwendung, um Schiffe über Hindernisse hinweg ins Wasser zu heben. Besonders auf Güterbahnhöfen und in Containerhäfen verrichten die größten Kraftprotze wichtige Aufgaben an der Verladebrücke. Die Leistungsfähigkeit eines Hebekrans ist von seiner Traglast und der Hakenhöhe abhängig und reicht von wenigen hundert Kilogramm bis hin zu mehreren hundert Tonnen. Es gibt elektrische und auch hydraulische Hebekräne.

Typische Modelle, Hebekranvarianten und Zubehör

Die meisten Hebekräne sind vom Typ her Säulenschwenkkräne. Um die schweren Lasten sicher zu heben braucht der Hebekran eine absolut sichere Verankerung in der Erde. Dafür wird ein Betonfundament errichtet, in das sogenannte Ankerschrauben eingegossen werden. Erst nach einer 28-tägigen Aushärtezeit des Betons wird der Hebekran aufgestellt. Anschließend wird der Kranfuß noch einmal untergossen. Nach nochmaliger Trockenzeit darf der Hebekran dann belastet werden. Da der Gefahrenbereich eines Hebekrans relativ groß und der Bediener einen hinreichenden Sicherheitsabstand zur Last halten muss, wird ein Hebekran häufig funkferngesteuert. Standardmäßig ist die Steuerung des elektrischen Hebezeuges als Mitgängersteuerung ausgeführt. Bei Kranbahnen ohne Hallenanbindung funktioniert die Art der Befestigung ebenso, bevor der Hebekran in Betrieb genommen werden kann.Eine andere Variante des Hebekrans ist der Wandschwenkkran. Er wird an Gebäudeteilen wie Stützen oder Betonwänden befestigt. Dazu werden meist Stützenumfassungskonsolen verwendet. Bei dieser Art der Befestigung muss ein Statiker die Haltbarkeit und Eignung der Befestigung prüfen. Aluminium-Kleinkräne, Aluminium-Portalkräne, fahrbare Leichtportalkräne, schwere Bockkräne und Werkstattkräne ermöglichen es, mit schweren Werkstücken zu arbeiten. Viele Hebekräne werden auf Kundenwunsch speziell gerfertigt, weshalb die Hersteller die beste Anlaufstelle für eine Beratung darstellen. Hier erfährt MAN auch, ob Zubehörteile wie Handkettenzüge, Ratschzüge und Seilzüge, Gewichtsausgleicher oder ähnliches für die beabsichtigten Zwecke benötigt werden und ob sich ein hydraulischer oder elektrischer Kran besser eignet.

Hersteller von Hebekränen und Hebekranzubehör

Wer sich einen Überblick über die Möglichkeiten eines Hebekrans verschaffen möchte, findet dazu beispielsweise Gelegenheit auf einer Bau- oder Schifffahrtsmesse. Es gibt viele Unternehmen, die sich auf die Herstellung von Hebekränen in sämtlichen Varianten spezialisiert haben und oft auch die Möglichkeit von Sonderanfertigungen bieten. Firmen wie die Hebezone GmbH, Vetter Krantechnik, GHSA, Schilstra Boatlift Systems, Pro-Lift Hebetechnik und Hydrotrans sind nur einige davon. Die Roodberg Holland BV baut beispielsweise elektrische Hebekräne. Forespar, Street Crane, Tenderlift, Promac BV und Vermeer Marine sind Hersteller von hydraulischen Hebekränen.
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