Minibagger erweitern das Einsatzspektrum von Baumaschinen

In großen Unternehmen des Hoch- und Tiefbaus gehören Mobilbagger oder Raupenbagger seit langem zum Standard in den Fuhrparks. Bevor japanische Konstrukteure in den 1970er Jahren die ersten kleineren Bagger zur Marktreife brachten, waren Erdarbeiten in engen Schächten oder beschränkt zugänglichen Innenräumen jedoch noch immer aufwändige Handarbeit, die viel Geld und vor allem Zeit kostete. Mit den Minibaggern gab es erstmals Baumaschinen, die diese Arbeit übernehmen und die vom Prinzip her so vielseitig einsetzbar sind wie herkömmliche Bagger. Minibagger veränderten zudem die Arbeitsweise in kleineren Unternehmen der Bauwirtschaft sowie des Landschafts- und Gartenbaus. Der Grund: Minibagger sind im Vergleich zu herkömmlichen Baggern preiswerter in Anschaffung oder Unterhalt und lassen sich etwa auf einem Pkw-Anhänger transportieren. Heute haben fast alle großen Hersteller von Baumaschinen Minibagger und eine Vielzahl von Anbaugeräten dafür im Programm. Minibagger gibt es in unterschiedlichen Gewichtsklassen von 300 Kilogramm bis acht Tonnen.

Die kleinsten Minibagger sind nur gut 0,70 Meter breit

Die kleinsten am Markt angebotenen Minibagger sind Baumaschinen mit einem Fahrzeuggewicht von unter einer Tonne. Besonderes Konstruktionsmerkmal: Die Einstiegsmodelle haben eine Breite von nur knapp 0,70 Metern und sind damit insbesondere für den Einsatz in engen Schächten oder zum Durchfahren von Türen für Arbeiten in Innenräumen geeignet. Zur Standardausrüstung gehören bodenschonende Gummiketten, kleine Planierschilde sowie Grabschaufeln, die das Arbeiten bis zu einer Tiefe um die zwei Meter erlauben.

Minibagger ermöglichen Arbeitstiefen von über vier Metern

Während die Minibagger der untersten Gewichtsklasse oft in offener Bauweise mit Fahrersitz und Überrollschutz gefertigt werden, sind die Minibagger in den Tonnagen über zwei Tonnen in der Regel mit einem Kabinenaufbau ausgestattet. Die Motorleistungen dieser Kompaktbagger reichen je nach Gewichtsklasse von knapp 20 kW bis zu über 50 kW bei den größeren Modellen, die oft auch als Midibagger bezeichnet werden. Die mögliche Arbeitstiefe mit einem Standardlöffel beträgt zwischen 2,50 bis über vier Meter.

Anbaugeräte für Minibagger

Wie für Bagger der höheren Gewichtsklassen bieten die Produzenten von Minibaggern für ihre kleinen Baumaschinen unterschiedliche Anbaugeräte an. Zur Standardausrüstung gehören Grablöffel für Erdarbeiten und zum Beladen. Darüber hinaus lassen sich Minibagger etwa mit Hydraulikhämmern für Abbrucharbeiten einsetzen. Da die Ausleger vieler Minibagger über ein spezielles Knickgelenk manövriert werden, lassen sich die Anbaugeräte einsetzen, ohne dass der Oberbau des Minibaggers bewegt wird. Vorteil: Der Minibagger braucht im Arbeitseinsatz noch weniger Raum.

Hersteller von Minibaggern

Bobcat (Minibagger Bobcat 220 u.a.); Caterpillar (Mininbagger Caterpillar 307 C u.a.); JCB (Minibagger JCB 801.5 u.a.); Hyundai (Minibagger Hyundai R 55-7 u.a.); Kubota (Minibagger Kubota KX 151 u.a.); Takeuchi (Minibagger Takeuchi TB 15 u.a.); Terex (Minibagger Terex TC 50 u.a.); Volvo (Minibagger Volvo ECR 58 u.a.); Wacker Neuson (Minibagger Wacker Neuson Explorer 803, 1404 u.a.); Yanmar (Minibagger Yanmar YB 10 u.a.).

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