Mobilbagger für Lade- und Erdarbeiten

Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts die ersten serienmäßig gebauten Bagger im Alltagseinsatz erprobt wurden, sahen sich die Konstrukteure vor allem mit einem Problem konfrontiert: Die Baumaschinen mussten so gebaut sein, dass sie trotz ihres hohen Eigengewichts auch auf losen Untergründen beweglich blieben. Die Lösung brachte der Raupenantrieb, der eine bessere Gewichtsverteilung und eine hohe Steigfähigkeit der Maschinen garantierte. Für Bagger der hohen Gewichtsklassen gehörte der Antrieb über Stahlketten bald zum Standard. Daneben etablierten sich jedoch Bagger, die auf einem herkömmlichen Fahrgestell mit vier Reifen aufbauten. Vorteil dieser Mobilbagger genannten Baumaschinen: Bei geeigneten Geländeeigenschaften sind sie so vielseitig einsetzbar wie die oft schwereren Raupenbagger. Darüber hinaus sind die Radbagger in der Regel dafür konstruiert, auf öffentlichen Straßen fahren zu können, da sie für eine Geschwindigkeit bis zu 30 Stundenkilometer ausgelegt sein können. Daher muss ein Mobilbagger zumindest auf kürzeren Strecken nicht verladen werden, um an seinen Einsatzort zu gelangen. Mobilbagger kommen vornehmlich als Baumaschinen für Lade- und Erdarbeiten sowie im Garten- und Landschaftsbau zum Einsatz.

Mobilbagger der Gewichtsklasse unter zwei Tonnen

Die kleinsten Mobilbagger mit einer Breite von kaum einem Meter bauen auf einem dreirädrigen Fahrgestell auf und haben ein zulässiges Gesamtgewicht von gut 1,5 Tonnen. Sie werden in der Regel mit einem Fahrersitz ohne festen Kabinenaufbau angeboten. Diese Mobilbagger können mit Grabschaufeln ausgestattet für Erdarbeiten auch auf engem Raum zum Einsatz kommen, wenn der Untergrund zum Manövrieren der Mobilbagger entsprechend verdichtet oder befestigt ist.

Mobilbagger der höheren Gewichtsklassen

In den höheren Gewichtsklassen werden Mobilbagger in Standardbauweise mit vier Rädern und geschlossener Führerkabine in Tonnagen von sieben bis etwa 25 Tonnen angeboten. Die Ausleger dieser Mobilbagger ermöglichen je nach Bauweise eine Arbeitstiefe zwischen fünf und sechs Metern sowie eine Schürfhöhe von maximal etwa zwölf Metern. Die Ladeschaufeln der Mobilbagger fassen zwischen 0,80 und knapp 1,20 Kubikmeter.

Anbaugeräte für Mobilbagger

Für den Einsatz als Baumaschine werden Mobilbagger standardmäßig mit Grablöffel und Planierschild ausgestattet. Darüber hinaus erlaubt das Hydrauliksystem der Radbagger den Anbau und Betrieb von Hämmern, unterschiedlichen Greif- oder Zangenwerkzeugen. Ein Schnellwechslersystem erleichtet den Wechsel der verschiedenen Anbaugeräte.

Übersicht über die Hersteller von Mobilbaggern

Atlas (Mobilbagger Atlas 160 WSR u.a.); Case (Mobilbagger Case WX 165, WX 185 u.a.); Caterpillar (Mobilbagger Caterpillar M 322 u.a.); Fuchs (Mobilbagger Fuchs MHL 350 Hitachi (Mobilbagger Hitachi ZX 210 W u.a.); JCB (Mobilbagger JCB JS 145 W, JS 175 W u.a.); Komatsu (Mobilbagger Komatsu PW 160 u.a.); Liebherr (Mobilbagger Lieberherr A 900 C u.a.); O&K (Mobilbagger O&K MH 6 F u.a.); Terex (Mobilbagger Terex TW 70 u.a.); Volvo (Mobilbagger Volvo EW 180 u.a.).
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