Bova: der niederländische Hersteller luxuriöser Reisebusse

Bova ist ein niederländischer Hersteller luxuriöser Reisebusse mit Sitz in Valkenswaard in den Niederlanden und einer deutschen Niederlassung im westfälischen Büren. Seit 1931 baut das Unternehmen Omnibusse, 2003 wurde es in die niederländische VDL-Groep eingegliedert, die bereits 1993 mit der Übernahme der Omnibussparte von DAF in das Omnibusgeschäft einstieg. Die VDL-Groep erweiterte das Busgeschäft schließlich mit dem Zukauf des belgischen Omnibusherstellers Jonckheere und des niederländischen Herstellers Berkhof. Mit Vorstellung des VDL Futura, dem Nachfolgemodell des Bova Futura, verzichtete VDL im Jahr 2010 erstmals gänzlich auf den Markennamen Bova, der damit für Neufahrzeuge vom Markt verschwinden wird.



Bova Futura: ein Reisebus mit markanter Frontpartie und hohem Bekanntheitsgrad

Der Omnibus Bova Futura ist der bekannteste Reisebus aus dem Hause Bova. Das Modell zeichnet sich besonders durch seine markante Frontpartie mit einer bauchartigen Vorwölbung aus, die zusammen mit stromlinienförmigen Übergängen an den Seiten zu einem niedrigen Cw-Wert beiträgt. Gebraucht angebotene Bova Futura Omnibusse weisen meist einen hohen Ausrüstungsstandard mit Bordküche, WC, Standheizung, Navigations-Anlage und unterschiedlichen Sitzsystemen auf. Alle Futura Busse werden von aufgeladenen Dieselmotoren angetrieben, die unterschiedlichen EURO-Schadstoffnormen entsprechen und meist zwischen 330 PS und 385 PS leisten. Einige Modelle sind stärker motorisiert mit bis zu 428 PS. Manche Gebrauchtwagen sind zudem mit einem halbautomatischen Getriebe ausgerüstet. Auf der gleichen Grundkonstruktion wie der Bova Futura basiert der Bova Magiq mit ähnlichen technischen Merkmalen. Die Frontpartie ist jedoch deutlich weniger bauchig gestaltet als bei dem Futura, sodass der Bova Magiq sich auch optisch ein wenig von seinem Vorgängermodell unterscheidet. Gebrauchte Bova Magiq sind nicht häufig am Markt zu finden.



Die Weiterentwicklungen Bova Lexio und Bova Synergy unter der Regie von VDL

Die Weiterentwicklungen des Futura, welche noch den Namen Bova tragen, sind der Überlandbus Bova Lexio und der luxuriöse Doppeldecker-Reisebus Synergy. Beide Modelle wurden unter Beteiligung der Experten von Berkhof und Jonckheere unter dem Dach von VDL gemeinsam entwickelt. Der Bova Lexio wurde dabei in mehreren technisch leicht voneinander abweichenden Versionen gebaut. In Deutschland sind die beiden Versionen Lexio LLD 123-310/365 und Lexio LLD 130-365 bekannt. Die Busse werden von einem aufgeladenen 6-Zylinder-Dieselmotor mit Ladeluftkühlung und 361 PS Leistung angetrieben, die der Euro-4-Norm entsprechen. Alle Seitenscheiben und die seitliche Fahrerscheibe sind doppelverglast. Der Bova Synergy ist hingegen ein doppelstöckiger luxuriöser Reisebus mit bis zu 91 Sitzplätzen, die als Schlafsessel mit Fußrasten ausgeführt sind. Bordküche mit Kühlschrank und WC gehören zur Standardausrüstung. Alle Modelle erfüllen mindestens die Euro-4-Norm, jüngere Modelle sogar die Euro-5-Norm. Gebraucht ist der Bova Synergy recht selten im Angebot für Gebrauchtwagen zu finden.



Der Bova X-Press

Ende der 70er Jahre entwickelte Bova zusammen mit der Technischen Hochschule Eindhoven den Linienbus Bova X-Press. Die Entwicklung wurde vom niederländischen Staat gefördert. Erwähnenswert ist vor allem, dass der Motor des Busses im Heck in Unterflurbauweise verbaut wurde und somit einen sehr niedrigen Fußboden erlaubte. Der Bus bietet 43 Sitz- und 40 Stehplätze.

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