In den 1950er Jahren kommt der erste Kleinbus auf den Markt

Der Volkswagen-Konzern war in den 1950er Jahren einer der ersten europäischen Autoproduzenten, die ein Kleinbus-Konzept in Großserie umsetzten. Der bald VW Bus oder Bulli genannte VW Transporter wurde zum Klassiker im Programm der Wolfsburger und zeigte: Ein Kleinbus lässt sich flexibel als gewerblicher oder privater Personentransporter einsetzen und als Familien- und Freizeitauto nutzen. Darüber hinaus bietet der Kleinbus dank seiner auf maximaler Raumausnutzung bedachten Bauweise auch noch einen hohen Laderaum und kombiniert so die Aufgaben von Personen- und Kleintransporter. Der klassische Kleinbus dieser Art kann bis zu neun Passagiere aufnehmen. Die größten Kleinbusse haben von Bussen abgeleitete Aufbauten und Innenausstattungen und können etwa zwischen 20 und 50 Personen befördern.

Der klassische Kleinbus ist für bis zu neun Passagiere konstruiert

Baulich sind die klassischen Kleinbus-Modelle vieler Hersteller meistens von Nutzfahrzeugen abgeleitet, die als Kleintransporter mit einer Ladefläche anstelle der Rücksitze für den gewerblichen Einsatz konstruiert sind. Als Kleinbus erhält das Fahrzeug nicht nur bis zu drei Sitzreihen für maximal neun Passagiere, sondern oft auch eine komfortablere Innenausstattung und verbesserte, Pkw-ähnliche Fahreigenschaften. Parallel zu den Angeboten bei den Lieferwagen kann ein Kleinbus in unterschiedlichen Radständen und verschiedenen Dachhöhen geordert werden. Ein klassischer Kleinbus auf Basis eines Kleintransporters der Gewichtsklasse bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht hat einen Radstand von gut 3,30 Metern Länge und bietet ein Stauvolumen von knapp zehn Kubikmetern. Mit einem auf über vier Meter verlängerten Radstand kann der Kleinbus ein Laderaumvolumen von fast 15 Kubikmetern haben.

Der Kleinbus als Stadt- und Reisebus kann 50 Personen Platz bieten

Den Kleinbus als Kombi-Version eines Kleintransporters liefert der Hersteller in den unterschiedlichen Längen serienmäßig ab Werk. Es gibt jedoch auch Karosseriebauspezialisten, die die Fahrgestelle von Kleintransportern der höheren Gewichtsklassen als Grundlage für Kleinbusse mit mehr als neun Plätzen nutzen. Ein Kleinbus mit einer Länge von über fünf Metern kann mehr als 20 Personen befördern, bei einer Länge von gut acht Metern ist im Kleinbus Platz für gut 30 Passagiere. Die größten Kleinbusse mit Steh- und Sitzplätzen sind für fast 50 Mitfahrer ausgelegt. Ein Kleinbus mit Busaufbau kann je nach Ausstattung als Kommunalfahrzeug im Nahverkehr, als Schulbus, Überlandbus oder Reisebus zum Einsatz kommen.

Übersicht über die Hersteller von Kleinbussen

Daimler (Kleinbus Mercedes-Benz Sprinter, Vito, Viano u.a.); Fiat (Kleinbus Fiat Fiorino, Doblò, u.a.); Ford (Kleinbus Ford Transit, Tourneo u.a.); Iveco (Kleinbus Iveco Daily u.a.); Opel (Kleinbus Opel Movano u.a.); Peugeot (Kleinbus Peugeot Expert u.a.); Renault (Kleinbus Renault Kangoo, Master u.a.); Toyota (Kleinbus Hiace u.a.); VW (Kleinbus VW Transporter, LT, Crafter u.a.).

Nach oben