Die ersten DAF-Sattelzugmaschinen laufen im Jahr 1957 vom Band

In den 1930er Jahren als Betrieb zum Bau von Anhängern gegründet, fertigte der niederländische Fahrzeughersteller DAF in seinen Anfängen zunächst Trailer für Lkw sowie Auflieger für Sattelzugmaschinen. Ende der 1940er Jahre war DAF dann mit seinen ersten leichten Frontlenker-Lkw und Bussen am Markt präsent, deren Motoren zu dieser Zeit weitgehend vom britischen Produzenten Leyland stammten. Mit der Übernahme der Lizenzproduktion für Leyland-Motoren in den Niederlanden schuf DAF die Grundlage für die Konstruktion einer eigenen Schwerlaster-Baureihe, die ab dem Jahr 1957 als DAF 2000 eingeführt wurde. Als Sattelzugmaschinen waren die neuen Modelle für eine Hinterachsbelastung von gut zehn Tonnen ausgelegt und damit auch für schwere Sattelanhänger wie Silo- oder Tankauflieger geeignet. Mit dem Beginn der eigenen Motorenfertigung in den 1960er Jahren erweiterte DAF sein Programm von Sattelzugmaschinen und galt bald als Spezialist für PS-starke Lkw für den Schwerlast- und Fernverkehr.

Frühe Baureihen von DAF-Sattelzugmaschinen

Einen wichtigen Impuls bekam die DAF-Fertigung von Sattelzugmaschinen durch die Einführung von Dieselaggregaten mit Turboaufladung im Jahr 1959. Die neue Motorengeneration mit 122 kW (165 PS) Leistung und 5,75 Litern Hubraum wurde erstmals in den Sattelzugmaschinen DAF 1800 verbaut, die im Baujahr 1962 von den Sattelzugmaschinen der DAF 1900 Generation abgelöst wurde. Seine erste Sattelzugmaschine speziell für den Fernverkehr stellte der Hersteller im selben Jahr mit dem DAF 2600 vor. Neu an der dieser DAF-Sattelzugmaschine war vor allem das vergrößerte und komfortabler konstruierte Fahrerhaus, das für den Einsatz auf langen Strecken entwickelt worden war. Neue Kabinenkonzepte setzten die Niederländer auch in den ab Mitte der 1960er Jahre produzierten DAF-Sattelzugmaschinen der Baureihen 2400 DP oder 2300 um.

DAF-Sattelzugmaschinen der 1970er und 1980er Jahre

Mit den Sattelzugmaschinen F 1600 oder F 2000 kam im Baujahr 1970 eine neue Generation von DAF-Zugmaschinen mit kippbaren Fahrerhäusern in den Handel. Spitzenmodell dieser Zeit war die erstmals im Jahr 1973 gezeigte Sattelzugmaschine der Baureihe DAF 2800, die ab Mitte der 1970er Jahre mit unterschiedlich großen Fahrerhäusern wie etwa in der Fernverkehrsversion Supercontinental produziert wurde. Neben den schweren DAF-Sattelzugmaschinen mit 11,6 Litern Hubraum liefen in der Baureihe 2300 DHU auch kleiner motorisierte Sattelzugmaschinen mit 8,25 Litern Hubraum vom Band, die im Jahr 1982 in einer neuen Generation präsentiert wurden. Parallel dazu zeigte der Produzent mit der DAF-Sattelzugmaschine 3300 DKX ein neues Flaggschiff für den Fern und Schwerlasteinsatz, das ab Mitte der 1980er Jahre auch mit einer Space Cab genannten Variante mit größerem Fahrerhaus erhältlich war und den Hersteller als Anbieter der geräumigsten Fahrerkabinen am Markt bekannt machte.

Die neueren Baureihen von DAF-Sattelzugmaschinen

Ein neues Spitzenmodell führten die Niederländer im Jahr 1987 mit den Sattelzugmaschinen der Baureihe DAF 95 ein. Neu am Markt waren in diesem Jahr ebenfalls die DAF-Lkw mit ATi-Aggregaten, die anfangs eine Leistung von bis zu 282 kW (383 PS) mobilisieren konnten. Im Jahr 1997 feierte eine neue Motorengeneration Premiere, die in den DAF-Sattelzugmaschinen der Baureihe XF zum Einsatz kam und für Leistungen von über 400 PS sorgte. Die Sattelzugmaschinen DAF XF wurden als Zwei-, Drei- oder Vierachser mit unterschiedlichen Fahrerhäusern als Schwer- und Fernlastwagen bis zur höchsten Gewichtsklasse angeboten. Darunter angesiedelt waren die DAF-Sattelzugmaschinen der Baureihe CF, die für Einsätze ab 18 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht in unterschiedlichen Motorisierungen im Programm stand.
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