Degenhart als Produzent von Fronthydraulik

Degenhart produziert Systeme für die Fronthydraulik von Traktoren diverser Hersteller. Die Produktpalette ist umfangreich und umfasst Produkte für unterschiedliche Marken in unterschiedlicher Leistungsklasse. Zudem wird ein Sigma-Dynamometer angeboten.

Die Ernst Degenhart GmbH als Pionier

Die Ernst Degenhart GmbH ist ein traditionsreiches Familienunternehmen, das unter der Leitung des gleichnamigen Gründers 1976 ins Leben gerufen wurde. Es ist in Schwaighausen im Allgäu ansässig. Die ersten Produkte von Degenhart waren eine Frontzapfwelle und ein Frontkraftheber für einen John-Deere-Traktor. Diese Entwicklung war ihrer Zeit leicht voraus, da die Ära des Frontkrafthebersystems am Standschlepper gerade erst begann. Zunächst setzte die Ernst Degenhart GmbH Frontzapfwellen ein, änderte das Konzept später jedoch dahingehend ab, dass Heckzapfwellen und Kurbelwellen verwendet wurden. Durch Gelenkwellen und Getriebe erfolgte die Kraftweiterleitung nach vorne.

Fronthydraulik von Degenhart

Das Angebot von Degenhart umfasst Frontzapfwellen und Frontkraftheber für Traktoren von John Deere, Steyr, New Holland und Case – um nur einige zu nennen. Ein Produktbeispiel ist der Frontkraftheber New Holland T4.55 Powerstar. Die Maschine entwickelt eine Hubkraft von bis zu 2500 kg. Die Pulverbeschichtung erfolgt nach DIN, die Rahmenbauweise ist geschweißt. Eine Kompatibilität der Fronthydraulik zu allen gängigen Frontladern wurde sichergestellt. Das Modell Case Farmall 55A ist hingegen ein Frontsystem, das eine Hubkraft von maximal 1800 kg entwickelt. Optional ist es mit einer Senkdrossel erhältlich. Der stabile Unterlenker verfügt über einen Pendelausgleich und das Hochklappen ist werkzeuglos möglich. Der Steyr 4055 Kompakt S realisiert wiederum eine Hubkraft von bis zu 2500 kg. Dieses Bauteil ist ebenfalls optional mit Senkdrossel erhältlich. Die Hydraulikschläuche verlaufen bis zum Originalsteuergerät. Der John Deere 5055 ermöglicht ebenfalls eine Hubkraft von bis zu 2500 kg. Das Gerät verfügt über eine Anhängevorrichtung. Das Bauteil ist der Kategorie 2 zugeordnet, der Oberlenker ist stehend.

Eine innovative Idee: das Sigma-Dynamometer von Froment

Das Sigma-Dynamometer von Froment arbeitet nach einem einfachen physikalischen Prinzip: Die Stromerzeugung findet durch die Rotation der Zapfwelle statt. Anschließend wird der Strom an die Verbraucher (Loadbanks) weitergegeben. Diese simulieren einen stufenlos steigenden Verbrauch. Über einen großen Lüfter wird die entstandene Wärmeenergie unverzüglich abgebaut, zuvor wird die entstandene Leistung in PS beziehungsweise in kW umgerechnet. Durch diese Technik kann eine Überhitzung verhindert werden – alternativ müsste ein langwieriger Nachlauf erfolgen. Bei Komplikationen kann der Test direkt unterbrochen werden. Weder der Schlepper noch das Gerät sind in diesen Fällen der Gefahr einer Beschädigung ausgesetzt. Ein spezielles Kalibrieren auf den Schleppertyp ist nicht erforderlich, das Konzept ist bei jedem Test gleich. Für den Beginn des Tests ist ein Stromanschluss erforderlich, dies ist die einzige Voraussetzung. Dank der besonderen Konstruktionsform können auch kleinere Maschinen getestet werden – eine Eigenschaft, die bei klassischen Retarders nicht gegeben ist. Serienmäßig ist zudem ein Wechselgetriebe verbaut. Dadurch erhöht sich die Flexibilität des Gerätes. Durch einen schnellen und einfachen Umbau wird ein großer Drehzahlenbereich abgedeckt. Optional ist der Sigma Dynamometer inklusive Fahrwerk verfügbar. Dadurch ist der Test direkt beim Kunden möglich. Als Zubehör bietet Degenhart eine für den PC entwickelte Diagnose-Software an. Der Test kann dadurch dem Kundenschlepper leicht zugeordnet werden. Falls gewünscht, ist es auch möglich, umfangreiche Datenbanken zu erstellen.
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