Bereits seit 1864 gibt es den Motorenhersteller Deutz mit Sitz in Köln. Im Verlauf der Firmengeschichte kam es zu mehreren Zusammenschlüssen verschiedener Hersteller, so dass sich der Name Deutz auch in Verbindung mit anderen Marken findet, wie beispielsweise Klöckner-Humboldt-Deutz (KHD), Magirus-Deutz oder Deutz-Fahr. Der Mutterkonzern KHD baut heute Motoren in zahlreichen Ausführungen und betätigt sich nicht nur im Bereich der Bau- und Landmaschinen, sondern stellt auch Lastkraftwagen, Omnibusse, Lokomotiven und zahlreiches Zubehör her. Magirus-Deutz ist der Markenname der von KHD produzierten Lastkraftwagen und Omnibusse; Traktoren und Landmaschinen tragen den Namen Deutz, neuere Modelle Deutz-Fahr.

Deutz-Fahr – Traktoren seit 1977

Die ersten Traktoren von Deutz kamen 1927 auf den Markt, 1959 startete die D-Serie. Den ab 1978 gebauten Traktor DX vertrieb das Unternehmen bereits unter dem Label Deutz-Fahr. Im Jahr 2013 stehen insgesamt 16 verschiedene Traktoren für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche im Programm. Der kleinste Traktor, der Agrokid, besitzt einen Mitsubishi-4-Zylinder-Diesel-Motor mit 1,8 Liter Hubraum und 39 PS. Ganz andere Dimensionen hat die neue Deutz Serie 7 mit dem 6-Zylinder-Deutz-Common-Rail-Dieselmotor, der zwischen 245 PS (180 kW) und 263 PS (194 kW) Leistung liefert. Ausgerüstet mit einem Turbolader mit Intercooler und elektronisch geregeltem Wastegateventil sowie einem SCR-Katalysator für die Abgasnachbehandlung sind die Traktoren der Serie 7 beeindruckende Kraftpakte auf dem neuesten Stand der Technik. Alle Traktoren von Deutz sind mit witterungstauglichen Kabinen versehen, in Abhängigkeit vom Modell stehen eine Reihe von Zusatzausstattungen wie GPS oder Radar sowie spezielle Anbauteile zur Verfügung.

Das Landmaschinenprogramm von Deutz

Bekannt sind die Deutz Maschinen für die Grünlandtechnik. In den Mähdreschern arbeitet ein Deutz-Common-Rail-Turbodieselmotor mit einem Leistungsspektrum von 230 PS (169 kW) bis 395 PS (290 kW). Der hydrostatische Antrieb erlaubt eine Anpassung an die Erntearbeiten in vier Geschwindigkeiten. Mit einer Hubkraft von 2,9 Tonnen beziehungsweise 3,5 Tonnen erreichen die Deutz-Teleskoplader eine Höhe von 5,80 Metern bis 6,90 Meter. Mit Hilfe des hydrostatischen Antriebs fährt der Lader in zwei Geschwindigkeiten, wobei die Höchstgeschwindigkeit bei 32 km/h liegt. Frontlader stellen im Grunde Traktoren mit speziellem Anbau dar, wobei ein Lenkeinschlag von 52 Grad für Wendigkeit sorgt, die Sicherheitsabstellstützen dafür, dass er in jeder Situation fest auf dem Boden steht. Im Kommunalprogramm führt Deutz Spezialtraktoren, Schalttraktoren sowie stufenlose Traktoren, die sich für eine Vielzahl von Einsätzen eignen. Fast schon legendär sind die Trommel- und Scheibenmäher, Kreiselzettwender oder –schwader, Rund- oder Querballenpressen, auch Ballenwickler genannt, Presswicklerkombinationen und die Ladewagen von Deutz.
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