Gebrauchte Evobus kaufen - Evobus Nutzfahrzeuge bei AutoScout24

Finden Sie Ihr Wunschfahrzeug
Leider haben wir derzeit keine passenden Fahrzeuge im Angebot oder es gibt derzeit einen Fehler mit dem Service
Neue Suche

Die Geschichte der EvoBus GmbH

Bei der EvoBus GmbH handelt es sich um ein Unternehmen mit Sitz in Kirchheim unter Teck in Baden-Würtemberg, das auf die Produktion von Omnibussen und sonstigen Personentransportfahrzeugen spezialisiert ist. Bereits bei der Gründung am 23. Februar 1995 war EvoBus eine vollständige Tochtergesellschaft der Daimler AG. Hintergrund der Gründung war die Zusammenschließung von Daimler-Benz und den aufgekauften Kässbohrer Fahrzeugwerken. Die Gesellschaft EvoBus ist offiziell der Branche der Nutzfahrzeugherstellung verschrieben und beschäftigte 2012 rund 14.000 Mitarbeiter.

Fundamente der Produktion

Den deutlichen Fokus legte EvoBus anfänglich auf die Herstellung von großräumigen Gelenkbussen, die für den Einsatz im Stadtverkehr gedacht waren. Veröffentlicht wurden sämtliche Modelle unter dem Markennamen Mercedes-Benz. Die meisten Exemplare der EvoBus-Fahrzeuge wurden auf dem europäischen Markt vertrieben. Auch alle sieben Produktionswerke liegen innerhalb Europas.
Zwar entwickelte EvoBus zahlreiche verschiedene Fahrzeugmodelle, jedoch erlangte der Vertrieb von einzelnen Fahrgestellen noch größeren Erfolg. Für diverse andere Unternehmen fertigte EvoBus ein seperates Chassis an, das nach Belieben von den einzelnen Firmen modifiziert und ergänzt werden konnte. Die Karosserie entstand dabei ausschließlich in Produktion der Käuferunternehmen. Des Öfteren wurden die Fahrgestelle der EvoBus GmbH auch zur Reparatur von Gebrauchtfahrzeugen genutzt.
Allein im Jahre 2010 liefen 9050 EvoBus-Produkte vom Band. Bei 6225 davon handelte es sich um fertige Busse, die als Mercedes-Modelle auf den Markt gebracht wurden. 1861 weitere Exemplare unterschieden sich zwar nicht von den anderen, wurden jedoch unter dem Markennamen Setra vertrieben. Ferner wurden 964 seperate Fahrgestelle angefertigt.
Im Jahr 2015 konzentriert EvoBus sich neben der fortlaufenden Produktion von Bussen und Fahrgestellen außerdem auf Erforschung von Wasserstoffantrieben. Nach der erfolgreichen Entwicklung einer solchen Technik sollen die Antriebe für Fahrzeuge der EvoBus GmbH gebraucht werden. Zu vermuten ist außerdem die Aufrüstung von Gebrauchtfahrzeugen, da das Unternehmen die Vision einer nachhaltigen Zukunft unterstützt. Auch die Konzeption von Hybrid-Bussen, die seit 2009 in Planung sind, zeigen ein Streben in diese Richtung an.

Die bekanntesten Modelle von EvoBus

Das international erfolgreichste Modell, das von EvoBus produziert wird, ist der CapaCity-Gelenkbus. Im Straßenverkehr ist er unter dem Logo des Herstellers Mercedes-Benz unterwegs. Er weist eine Länge von 19,54 m auf, ist 2,55 m breit und 3,08 m hoch. Angetrieben wird er von einem Mercedes-Dieselmotor, der 354 PS leistet. Dank der innovativen Gelenktechnik und den vier Achsen weist der CapaCity einen recht geringen Wendekreis von nur 22,850 m auf. Er ist somit optimal für den Stadtverkehr geeignet, wo er auch in zahlreichen Ländern täglich eingesetzt wird.
Der 2-achsige Stadtbus Conecto, ebenfalls als Mercedes-Benz veröffentlicht, ist ebenso häufig in Städten vorzufinden. Er stellt die gelenklose Variante des CapaCity dar. In der Standardausführung leistet er rund 250 PS, wobei seit 2007 eine stärkere Ausführung mit 354 PS produziert wird. Durch seine Länge von 11,08 m ist der Conecto geräumig, aber dennoch kompakt genug für den Linienverkehr.
Für längere Busreisen produzierte EvoBus die Reisebusmodelle Tourismo und Travego. Der Tourismo wurde ausschließlich in der Türkei gefertigt. Bei dem Motor handelt es sich um ein O350-Modell von Mercedes-Benz. Der Tourismo ist 12,14 m lang und besitzt keinerlei Gelenke, während er auf zwei Achsen betrieben wird. Er wurde nur wenige Male in Deutschland eingesetzt, in der Türkei gilt er jedoch als sehr erfolgreich. 2006 wurde die Produktion einer zweiten Generation fortgesetzt, während die Ursprungsversion lediglich als Gebrauchtfahrzeug für diverse Unternehmen käuflich bleibt. Auf den westeuropäischen Straßen hingegen ist der Reisebus Travego unterwegs. Erhältlich ist dieser in drei verschiedenen Versionen, die auf die Kürzel „RHD“, „-M“ und „-L“ enden. Die Standardausführung RHD ist 12,1 m lang, die M-Version hingegen rund 13 m. Die L-Ausführung stellt die größte Version der Modellreihe dar und ist 14,03 m lang. In sämtlichen Varianten wird der Travego von einem 428 PS starken Dieselmotor angetrieben.

Details zu den einzelnen Produktionswerken

Innerhalb Europas existieren sieben verschiedene Produktionswerke der EvoBus GmbH, die für unterschiedliche Aufgaben genutzt werden. Die drei Niederlassungen in Deutschland befinden sich in Mannheim, Neu-Ulm und Dortmund. Gemeinsam mit den Daimler-Motorenwerken teilt sich EvoBus das größte Firmengelände in Mannheim, das auf die Produktion von Rohgestellen ausgelegt ist. Hier entstehen beispielsweise sämtliche Gestelle der europaweit eingesetzten Capacity- und Citaromodelle. Montiert werden diese in der Niederlassung in Neu-Ulm. Dabei handelt es sich um das ehemalige Gelände der Kässbohrer Fahrzeugwerke, die zur EvoBus-Gründung von Daimler aufgekauft wurden. Aufgrund der vielfältigeren Aufgaben in Neu-Ulm werden rund 3650 Angestellte beschäftigt, die höchste Zahl unter sämtlichen Produktionswerken. Das dritte und kleinste Werk innerhalb Deutschlands befindet in Dortmund. In enger Kooperation mit Mercedes-Benz fertigt EvoBus hier Kleinbusse an, die zwischen 8 und 22 Sitzplätzen bieten. Die Basis jener Modelle stellt der Mercedes Sprinter dar, der von EvoBus ausgebaut wird. Wenige Jahre nach Eröffnung der Niederlassung wurde in Dortmund eine vollständige Tochtergesellschaft von EvoBus gegründet, die den Namen Mercedes-Benz Minibus trägt.
Außerhalb des Heimatlands hat EvoBus diverse Niederlassungen in Frankreich, Spanien, Tschechien und der Türkei. Die meisten Arbeiter beschäftigt das Unternehmen im türkischen Bahcesehir-Hosdere, einem Viertel Istanbuls. Hier werden in Kooperation mit der Schwestergesellschaft Mercedes-Türk die Modelle Travego, Intouro, Tourismo und Conecto angefertigt. Im spanischen Samano werden seit 2004 ausschließlich Fahrgestelle produziert, nachdem die Niederlassung bereits 1979 unter der Führung der Kässbohrer Fahrzeugwerke gegründet wurde. Das Werk der französischen Stadt Ligny en Barrois ist ausschließlich für die Montage vorgesehen. Hier werden keinerlei Gestelle oder Karosserien produziert, stattdessen entstehen hier die fertigen Busse, deren Teile in anderen Standorten angefertigt werden. Ferner legt das EvoBus-Werk in Ligny en Barrois viel Wert auf die Reparatur von Gebrauchtfahrzeugen. Viele gebrauchte Exemplare werden speziell für diesen Zweck aus anderen Ländern eingeflogen, da Ligny en Barrois der Standort mit den besten Reparaturmöglichkeiten ist. In der tschechischen Stadt Holysov sind lediglich 360 Arbeiter angestellt, da hier nur Kleinteile produziert werden. Diese Kleinteile werden auf direktem Wege an die deutsche Hauptniederlassung Mannheim geliefert, um hier für den Bau von Fahrgestellen verwendet zu werden.

Nach oben