John Deere – Landtechnik aus den USA

John Deere ist eine Markenbezeichnung des US-Unternehmens Deere & Company. Der Hersteller gilt als weltweiter Marktführer für Landtechnik. Obwohl das Unternehmen eine Reihe von Marken unterhält, ist der Begriff John Deere zum Synonym für den Hersteller geworden.


Der Unternehmensgründer John Deere – Hufschmied und Visionär

Die Geschichte von John Deere beginnt im Jahr 1837. Zu diesem Zeitpunkt war der gleichnamige Unternehmensgründer als Hufschmied in Illinois tätig. Im Kontakt mit den lokalen Farmern erfuhr Deere, dass diese große Probleme mit ihren Pflügen hatten, die für sandhaltigen Grund entwickelt worden waren. Der klebrige Prärieboden in Illinois führte daher regelmäßig zu hartnäckigen Verschmutzungen. Deere nahm sich des Problems an und entwickelte den ersten selbstreinigenden Stahlpflug der Geschichte. 1863 gelang mit dem ersten Anbaugerät, das im Sitzen bedient werden konnte, eine weitere Innovation. Der Grundstein für künftige Erfolge war gelegt.


John Deere: Traktoren, Mähdrescher und selbstfahrende Feldhäcksler

Die wohl bekanntesten Produkte des Herstellers sind seine Traktoren. Die Produktpalette umfasst mehrere Serien, die auf universelle Einsätze oder Spezialaufgaben ausgelegt sind. So richten sich die 5E-Modelle vorrangig an Kleinbetriebe aus Landwirtschaft und Gartenbau. Die vergleichsweise geringe Leistung von maximal 55 kW trägt dem Rechnung. Die 5E-Traktoren besitzen einen verkleinerten Getriebetunnel, um für mehr Platz zu sorgen. Im Gegenzug sind die Fahrersitze vergleichsweise groß und luftgefedert.

Für vielseitige Anwendungen bietet John Deere die 5G-Spezialtraktoren an. Hier umfasst das Portfolio eine große Zahl verschiedener Modelle mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Motorleistung beträgt maximal 75 kW – gleiches gilt für die Serie 5M. Hier haben Käufer die Wahl zwischen Komfortkabinen sowie offenen Fahrerplattformen. Für den Einsatz in niedrigen Gebäuden wird eine Niedrigdachkabine angeboten. Alle Modelle weisen eine Zuglast von 7,5 t auf und können mit Allradantrieb geordert werden. Der Wendekreis beträgt 4 m. Im Gegensatz dazu stellen die 5R-Traktoren die Allrounder im Sortiment dar. Ihre Motorleistung reicht bis zu 91,9 kW, während die maximale Zuglast 4,3 t beträgt. Alle Modelle verfügen über eine Kabinenfederung sowie bis zu 5,3 t Hubleistung.

Auch die Mähdrescher des US-Herstellers richten sich an verschiedene Käufergruppen, die vom Kleinbetrieb bis zum Großunternehmen reichen. Die Kompaktklasse trägt hier den Namen W300/W400. Je nach Modell reicht die Schneidwerksbreite von 3,9 bis zu 6,3 m. Die T-Serie bietet eine Reihe von Hochleistungs-Schrägförderern mit einem Mehrtrommel-Dreschsystem. Als Antrieb fungieren 6-Zylinder-Motoren mit 9 l Hubraum, die dank Reihenturbolader bis zu 455 PS Leistung erzeugen (modellabhängig).
Als Speerspitze fungieren die automatisierten Mähdrescher der S700-Serie. Neben dem 9-l-Motor kommen hier auch Antriebe mit 13,5 l Hubraum zum Einsatz. Als Resultat reicht die Leistung bis zu 625, was bei Volllast eine Transportgeschwindigkeit von 40 km/h ermöglicht. Zur Automatisierung zählen unter anderem mehrere Kameras, die den Anteil an Bruchkorn- und Nichtbruchkornanteilen messen, um dann selbstständig Einstellungen anzupassen. Ebenso passen die S700-Modelle sich wechselnden Erntebedingungen wie Verunkrautung oder starker Bodennässe an.

John Deeres selbstfahrende Feldhäcksler tragen die Bezeichnung S8000. Sie bieten zwischen 380 und 843 PS Leistung in Kombination mit einer Gewichtsreduzierung durch den Einsatz von Aluminium. Faktoren wie der TS-Gehalt oder Inhaltsstoffe werden in Echtzeit gemessen, um die Silagequalität zu bestimmen. Auch eine automatische Zusatzmitteldosierung ist ab Werk integriert. Sie fügt beispielsweise feuchtem Gras Säure hinzu, um der Schimmelbildung entgegenzuwirken. Um den Verschleiß zu reduzieren, werden die Messer mit einer Wolframkarbid-Beschichtung versehen. Zur Komfortausstattung des Fahrerhauses zählen mehrere 12-V-Steckdosen sowie ein Kühlschrank. Zudem ist die Kabine klimatisiert.


Transportfahrzeuge für die Rasen- und Gartenpflege

Die Gator-Reihe ist auf Transporteinsätze in der Rasen- und Gartenpflege ausgelegt. Der Antrieb erfolgt je nach Ausführung und Einsatzgebiet über Benzin-, Diesel- oder Elektromotoren. Des Weiteren gibt es Modelle mit 4 und 6 Rädern. Dort wo die Rasenpflege im Vordergrund steht, werden Niederdruckreifen verbaut, um die Grünflächen zu schonen. So ist der Bodendruck beim Gator TS laut John Deere niedriger als bei einem menschlichen Fuß. Neben den verwendeten Reifen kommt dabei der niedrigen Aufstandsfläche eine große Rolle zu.
Der Gator TE wurde für Einsätze auf Golfplätzen, Betriebsgeländen sowie innerhalb geschlossener Räume konzipiert. Entsprechend wird hier auf einen Verbrennungsmotor verzichtet und ein elektrischer Antrieb verbaut. Der Gator TH 6x4D wiederum transportiert Lasten bis 726 kg (Fahrer und Beifahrer mitgerechnet) und stellt somit das stärkste Modell der Serie dar.

Eine Sonderstellung nehmen die Crossover-Modelle ein. Hier liegt das bevorzugte Einsatzgebiet in schwierigen Geländeformationen. Entsprechend sind alle Modelle mit einem Allradantrieb ausgestattet. Fernerhin teilen alle Fahrzeuge den Stahlrahmen sowie die Einzelradaufhängung für Vorder- und Hinterräder. Die Verzögerung erfolgt über hydraulische Scheibenbremsen mit Doppelkolben-Bremssätteln. Das stärkste Modell der Serie ist der Gator XUV 825i. John Deere verwendet hier einen 812-ccm-Benzinmotor, der Geschwindigkeiten bis zu 71 km/h ermöglicht. Die Anhängelast beträgt 680 kg, bei einer Zuladungskapazität von 454 kg. Er bietet ausreichend Platz für 2 Personen, während der Gator XUV 855D S4 mit insgesamt 4 Sitzplätzen versehen ist. Die Anhängelast und die Zuladungskapazität sind bei beiden Modellen identisch.


Rasentraktoren von John Deere

Der Produktkatalog von John Deere für Rasen- und Landschaftspflege umfasst eine Reihe von Rasentraktoren. Dazu zählt das Modell X950R. Es handelt sich dabei um einen 25,2 PS starken Traktor, der von einem 3-Zylinder-Dieselmotor angetrieben wird. Der X950R kommt vorrangig beim Rasenmähen zum Einsatz.
Für diesen Zweck stattet John Deere den Traktor mit einem Mähwerk sowie einem Heckauswurf aus, wobei verschiedene Mähwerke zum Angebot stehen. Ebenso haben Käufer die Wahl zwischen Boden- und Hochentleerung. Der Füllstand wird über Ultraschallsensoren gemessen. Kunden, die ihren Traktor auch im öffentlichen Straßenverkehr nutzen möchten, bietet John Deere eine entsprechende Umrüstung an. Der Bereich Gras- und Laubfang wird schließlich über das System GLC1500 abgedeckt. Je nach Bedarf umfassen die Laubbehälter 600 oder 900 l.


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