Sie sind für alle Menschen der Weltbevölkerung einer der wichtigsten Kraftfahrzeuge. Krankenwagen sind täglich auf der Straße zu sehen. Mit ihrer Ausstattung sind diese Sonderfahrzeuge Lebensretter.

Geschichte der Krankenwagen

Den Ursprung der Krankenwagen findet MAN in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Jedoch wurden damals noch Kutschen als Krankenwagen eingesetzt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts waren in den Großstädten Deutschlands Krankenbeförderungsdienste vorhanden, meist von karitativen Vereinen organisiert. Von der Behandlung während des Transportes war man jedoch noch weit entfernt. Die Verletzten wurden tatsächlich nur befördert.

Erst nach dem ersten Weltkrieg wurden nach und nach Krankenwagen eingesetzt, die jetzt auch motorisiert waren. Ab 1954 entwickelte man dann sogenannte "Operationswagen". Erst in den 1970er Jahren kamen die Krankenwagen mit zugehörigem Sanitätspersonal zum Einsatz. Heute sind Krankenwagen weit entwickelt und haben alles, um Menschen auch während der Fahrt zu retten.

Arten von Krankenwagen

Für den Kranken- und Rettungstransport eingesetzt, gibt es verschiedene Arten von Krankenwagen. Nach der EN 1789 genormt, findet man folgende Krankenwagen auf unseren Straßen: Rettungswagen, Notfallkrankenwagen, Notarztwagen, Krankentransportwagen oder auch der Intensivtransportwagen. In der Fachsprache gibt es verschiedene Abkürzungen der genannten Krankenwagen. So bezeichnet man den Rettungswagen auch kurz als "RTW" oder den Krankentransportwagen als "KTW".

Typen von Krankenwagen

Als umgebaute Lieferwagen haben die Krankenwagen einen großräumigen Kofferaufbau aus Alu-Sandwich-Platten. Den größten Anteil auf den Straßen hat Mercedes-Benz. Die Kleintransporter der Marke "Sprinter" haben da eine Vormachtstellung. Aber auch das Volkswagenmodell "Crafter", von Ford der "Transit" oder auch der "Ducato" von Fiat findet man auf den Straßen. Alle Modelle unterscheiden sich nur ein wenig in Form. Die Innenausstattung ist ähnlich. Die Krankenwagen werden von Anbietern für Sonderfahrzeuge hergstellt. Die Lieferwagen werden dabei mit einem Kofferaufbau versehen.

Ausstattung

Die Innenausstattung ist riesig. Man findet alle Geräte und Medikamente, die die Vitalfunktion des Menschen aufrecht erhalten, bis zum Erreichen der Klinik. Ein Defibrillator, Notfallrucksack, Intubationsbesteck und auch die Krankentrage sind in jedem Krankenwagen zu finden.

Auch die Besetzung ist gesetzlich geregelt. Das Landesrettungsdienstgesetz regelt im jeweiligen Bundesland die Besetzung. Diese besteht immer aus zwei Personen. Dabei muss es sich um einen Rettungsassistent und um einen Rettungssanitäter oder einem Rettungshelfer handeln. Häufig befindet sich auch noch ein Praktikant im Fahrzeug.Krankenwagen nehmen in Deutschland Sonderrechte und Wegerechte in Anspruch. Sie haben dieses Recht aber nur, wenn sie im Einsatz sind. Man erkennt dies an den Sondersignalen, wenn die blaue Rundumleuchte samt Folgetonhorn sicht- und hörbar ist. Ansonsten müssen sie sich an die Straßenverkehrsordnung halten.
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