Der Mäher oder Kreiselmäher ist ein landwirtschaftliches Gerät, das zur Gewinnung von Gras für Frischfutterzwecke oder zur Bereitung von Heu oder Silage dient. Mäher sind rotierende Mähwerke, die im freien Schnitt arbeiten. Der Mäher wurde in den 1960-er Jahren in den Niederlanden entwickelt und ist seither in der Landwirtschaft im Einsatz.

Die Arbeitsweise des Mähers

Um ein optimales Schnittergebnis zu erzielen, muss eine sehr hohe Messergeschwindigkeit gefahren werden. Mäher werden daher durch einen Traktor gezogen oder geschoben und durch den Anschluss an die Zapfenwelle angetrieben. Auch sind selbstfahrende Mäher mit großer Arbeitsbreite im Einsatz. Mäher sind in der Regel robust und kaum störanfällig. Ihre hohe Arbeitsgeschwindigkeit und große Arbeitsbreite erlaubt bei ihrem Einsatz eine hohe Flächenleistung. Allerdings erfordert die schnelle Rotation ihrer Messer eine schwere Bauart und Schutzmaßnahmen gegen Fremdkörper, die durch die Luft geschleudert werden können. Mäher führen bei Kleintieren und bei Jungwild, das sich in den Schlägen aufhält, zu verheerenden Schäden.

Arten der Mäher

Nach ihrer Bauart lassen sich verschiedene Formen des Mähers unterscheiden. Der Trommelmäher besitzt Trommeln, deren Messerkreisel jeweils von oben angetrieben werden. Die Kreisel drehen zur Mitte. Somit ermöglichen sie eine optimale Schwadbildung. Bei dieser Bauart sind Arbeitsbreiten von bis zu 3 Metern möglich. Der Scheibenmäher verfügt über eine Antriebsart, bei der die Mähscheiben von einem unten befindlichen Getriebe in Bewegung versetzt werden. Dies ermöglicht eine leichtere Bauweise des Gerätes und Arbeitsbreiten bis zu 5 Metern. Großmäher bestehen üblicherweise aus 3 separaten Kreiselmähwerken. Sie müssen entweder von einem Traktor gezogen werden oder sind auf ein eigenständiges und selbstfahrendes Fahrzeug montiert. MAN bezeichnet diese Variante des Mähers auch als Schmetterlingsmähwerk. Diese teure und aufwändige Variante des Mähers erlaubt jedoch Arbeitsbreiten von bis zu 10 Metern. Sie empfiehlt sich daher nur zur Bearbeitung extrem großer Flächen.

Mäher kombiniert mit weiteren Werkzeugen

Für Mäher existieren diverse Arten von Zusatzausstattungen. Beispielsweise sind heute Schwadscheiben gebräuchlich. Sie erfüllen den Zweck, das Mähgut in einer schmaleren Schwad abzulegen, so dass es von den Traktorrädern nicht überrollt und in den Boden gedrückt werden kann. Weitere Zusatzausstattungen dienen der Schwadzusammenführung. Diese Zusatzausstattung ist immer dann sinnvoll, wenn das Mähgut geborgen werden muss, ohne dass es bereits ausreichend Gelegenheit zur Trocknung auf dem Feld hatte. Eine andere Form der Zusatzausstattung für Mäher ist der Aufbereiter. Der Aufbereiter hat die Aufgabe, das Gras derartig zu knicken, zu quetschen und möglichst breit zu verteilen, dass eine schnellere Abtrocknung des Mähgutes auf dem Feld erfolgen kann. Auf diese Weise kann der Arbeitsgang des Heuwendens eingespart werden.
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