Mercedes-Benz-Lkw: die Nutzfahrzeuge des weltweit erfolgreichen Unternehmens

Die Sparte Daimler-Trucks ist für ihre Lkw und Nutzfahrzeuge bekannt. Im Bereich der schweren und mittelschweren Lkw mit Nutzlasten von über 6 t gehört die Daimler AG zu den Marktführern. Im Jahr 2016 lieferte der Konzern fast 500.000 Modelle dieser Klasse aus.

Die Mercedes-Benz-Lkw an der Weltspitze

Die Handelsmarke Mercedes-Benz gehört zur Daimler AG und entstand 1926 nach dem Zusammenschluss von Benz und der Daimler-Motoren-Gesellschaft. Die Mercedes-Benz-Lkw gehören der Sparte von Daimler Truck an. Bereits im Jahr 1896 brachte die Daimler-Motoren-Gesellschaft den ersten Lkw auf den Markt. Zu den bekanntesten modernen Baureihen gehören Axor, Actros, Atego, Zetros, Unimog und Econic.

Eine Übersicht der Modellreihen

Mercedes-Benz-Lkw decken durch die Aufteilung der Angebotspalette unterschiedliche Bedürfnisse der Kunden ab. Für den Fernverkehr stehen beispielsweise die Baureihen Actros zur Verfügung. Der Antos eignet sich für den schweren Verteilerverkehr, während der Arocs für den Schwerlasttransport und den Bauverkehr entwickelt wurde. Ein vielseitiges Modell ist der Atego, da er für den Feuerwehr- und Kommunaleinsatz ebenso wie für den leichten Fernverkehr, den Verteilerverkehr und den Baustellenverkehr eingesetzt wird. Der Atron entfaltet sein Potential hingegen im Fernverkehr und dem Mittelstreckenverkehr ebenso wie im Verteilerverkehr. Wer sich für den Axor entscheidet, der erhält ein leistungsstarkes Modell für den Baustellenverkehr, den Fernverkehr und den schweren Verteilerverkehr. Econic ist eine gute Wahl für den Verteilerverkehr und für diverse Sonderfahrzeuge, beispielsweise für von der Feuerwehr- und kommunal genutzte Modelle. Die Unimogs von Mercedes-Benz gelten als Arbeitsfahrzeuge und der Zetros ist ein hochgeländegängiger und schwerer Lkw.

Der Unimog als vielseitiges Arbeitsgerät

Klein aber kraftvoll – so wurde der bereits in den 1940er Jahren gefertigte Unimog präsentiert. Es handelte sich um Klein-Lkw beziehungsweise allradgetriebene Geräteträger, die in der Forstwirtschaft und in der Landwirtschaft zum Einsatz kamen. Ebenso beliebt waren die Modelle im kommunalen Bereich und beim Militär. Je nach Ausführung eigneten sich die Unimogs für die Katastrophenhilfe oder auch als Bohrfahrzeuge. Man unterschied verschiedene Klassen an Unimogs mit jeweils unterschiedlichen Baureihen. Die Baureihe 401 war beispielsweise dem Bereich der Ur-Unimogs zuzuordnen. Die Gruppe der Unimogs S hingegen beinhaltete die Baureihe 404. Der 406 war ein mittlerer Unimog, während der 407 ein leichter Unimog war und der 437 als schweres Modell galt. Zu den Geräteträger-Unimogs gehörte die Baureihe 405.

Der Actros als schwerer Lkw

Im Jahr 2011 brachte der Konzern die 2. Generation des Actros auf den Markt. Die schweren Lkw waren mit unterschiedlichen Motorisierungen ausgestattet: beispielsweise dem 7,7 l großen OM 936 oder dem 15,6 l großen OM 473. Eine auffällige Neuerung war der multifunktionale Fahrzeugschlüssel, der als Sonderausstattung zur Verfügung stand. Mittels des Schlüssels war der Abfahrtscheck aus der Entfernung möglich. Die Funktionen umfassten unter anderem die Anzeige des Reifendrucks, die Scheinwerferprüfung und die Kontrolle der Achslasten sowie der Füllstände. Der Schlüssel war mit einem 4,6 cm großem TFT-Farbdisplay ausgestattet. Über einen Lithium-Ionen-Akku erfolgte die Stromversorgung, wobei der Akku während der Fahrt über das Zündschloss aufgeladen wurde. Die Reichweite des Schlüssels betrug 100 m, laut Hersteller sollte selbst ein Fall aus 3 m Höhe schadlos überstanden werden. Weitere Funktionen waren die Steuerung der Zusatzheizung, der Arbeitsscheinwerfer, der Ambientebeleuchtung und der Innenbeleuchtung. Der Fahrer informierte sich mithilfe des Schlüssels über die Innentemperatur und Außentemperatur, las die Gesamtkilometerzahl ab und wählte seine bevorzugte Sprache aus.

Der Axor ordnet sich bis 2013 in die Modellpalette ein

Der Mercedes-Benz Axor galt als der Nachfolger des Mercedes-Benz SKs und des Mercedes-Benz LNs. Er wurde von 2001 bis 2013 gebaut und durch den Antos und den Arocs ersetzt. Im Sommer 2001 erschien die 1. Baureihe dieses Lkws, wodurch teilweise der Atego ersetzt wurde. Der Hersteller bezifferte die Tonnagen auf 18 t bis 26 t, sodass die Lücke zwischen dem Atego und dem Actros abgedeckt werden konnte. Während der Actros mit dem V6-Diesel OM 501 LA ausgestattet war, verfügte der Axor über den Reihen-6-Zylinder OM 906 LA, der dem Atego entstammte. Das Leistungsspektrum dieser Motorisierung reichte von 231 PS bis 279 PS. Der 7,2 l große OM 906 LA erbrachte eine Leistung von 326 PS. Eine größere Ausführung war der OM 457 LA, der eine Leistung von bis zu 428 PS umsetzen konnte. Das Fahrerhaus der Baureihe wurde in Anlehnung an den Atego entwickelt und konnte beispielsweise in der Variante L mit einem Bett oder der Variante L Hochdach mit 2 Betten erworben werden. Die Radstände variierten zwischen 3,15 m und 6,2 m, wobei diverse Aufbauten – unter anderem Sattelschlepper, Kipper und Pritschenwagen – möglich waren.

Die Eigenschaften des Econic

Das Modell Econic wurde von Mercedes-Benz 1998 erstmalig gebaut und komplettiert das Portfolio der Marke. Es fällt vor allem durch das besonders tiefliegende Fahrerhaus auf. Zu den Einsatzgebieten gehören der kommunale Bereich und der Flughafenverkehr. Es handelt sich um 18 t bis 26 t schwere Fahrzeuge, deren Chassis dem Mercedes-Benz 0520 entstammt. In der 2. Generation treibt ein 7,7 l großer 6-Zylinder-Reihenmotor die Fahrzeuge an. Zur Auswahl stehen die beiden Leistungsklassen 299 PS und 354 PS. Die Höhe der 2,28 m breiten Lkw reicht von 2,38 m bis 2,83 m.

 
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