Volvo-Lkw für den amerikanischen und europäischen Markt

Volvo passt die Konstruktion seiner Lkw an die Märkte, beispielsweise den amerikanischen und den europäischen Markt an. Die Produktpalette deckt viele Kundenwünsche ab: vom leichten bis zum schweren Lkw. Eine bekannte Marke ist Mack Trucks, die bereits sprichwörtlich für die Robustheit ihrer Fahrzeuge steht.

Die erstaunliche Wende in der Markengeschichte

Der schwedische Kugellagerhersteller SKF eröffnete 1915 zu Testzwecken eine mit der Entwicklung von Fahrzeugen betraute Abteilung. Das Ziel war es, Fahrzeuge zu bauen, in denen die neuen Wälzlager ausprobiert werden konnten. Erst 1927 erfolgte die Gründung als eigenständiges Unternehmen, das mit dem großangelegten Fahrzeugbau begann. Volvo übernahm 2001 von Renault die Nutzfahrzeugsparte inklusive Mack Trucks.

Die Marke Mack Trucks

Unter der Marke Mack Trucks vertreibt Volvo Lkw, die in der Bauwirtschaft und dem Fernverkehr zum Einsatz kommen. Vor allem in den USA sind die Modelle aufgrund ihrer Robustheit bekannt, weswegen sich die Redewendung „built like a Mack Truck“ etabliert hat. Zu den erfolgreichsten Modellen auf dem amerikanischen Markt gehören die Langhauber-Fahrzeuge, die über einen großzügig gestalteten Innenraum verfügen. Eine Besonderheit bei Volvo ist die Eigenentwicklung der Getriebe und der Dieselmotoren, eine Aufgabe, die andere Hersteller bevorzugt an Zulieferer auslagern.

Die unterschiedlichen Konzernbereiche der Lkw

Volvo Trucks gilt als weltweit zweitgrößter Hersteller von schweren Lkw, lediglich übertroffen von der Daimler AG mit den Mercedes-Benz-Lkw. Die Angebotspalette umfasst leichte Lkw, die für die Anforderungen im städtischen Verteilertransport ausgelegt sind ebenso wie schwere Lkw für den Güterfernverkehr und diverse Spezialfahrzeuge. Bereits in den 1970er Jahren erfolgte die kooperierte Entwicklung gemeinsam mit Renault im sogenannten Vierer-Club. Volvo übernahm 1980 die White Lastwagenfertigung inklusive der Tochtergesellschaft Autocar, wobei eine Namensänderung in Volvo White Truck Corp erfolgte. Wenig später ging Volvo Trucks mit General Motors ein Joint Venture ein. Dadurch erweiterte sich der Schwerlastwagenbereich um die Errungenschaften von GMC. Nach einem Verkauf von anteiligen Unternehmensbereichen erfolgte die ausschließliche Vermarktung unter der Bezeichnung Volvo.

Das Abkürzungsverzeichnis von Volvo

Tragen Modelle die Bezeichnung L, dann handelt es sich um eine Abkürzung für Lastwagen. Der Buchstabe N repräsentiert den Normallenker, während F für Frontlenker steht. FL weist auf einen Frontlenker der leichten Klasse mit niedrig angeordneter Kabine hin. Handelt es sich um ein gleiches Modell der schweren Kabine, dann trägt dies die Bezeichnung FE. Ein mit einer mittelhoch angeordneten Kabine versehener schwerer Frontlenker erhält die Bezeichnung FM. Der Zusatz FMX entspricht dem FM mit besonders ausgeprägten Offroad-Fähigkeiten. FH weist auf eine hoch angeordnete Kabine bei einem schweren Frontlenker hin. Handelt es sich um einen mit einer hoch angeordneten Kabine ausgestatteten Hauber, dann wird die Bezeichnung NH verwendet.

Eine Auswahl aus dem umfangreichen Programm der Volvo-Lkw

Auf dem europäischen Markt startet die Produktpalette der Volvo-Lkw bei Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 12 t. Eines der leichtesten Modelle ist der Volvo FL, der sich gut für den Verteilerverkehr eignet. Mit einem Gewicht von 12 t bis 18 t wird er für regionale und lokale Transporte sowie für die Müllentsorgung genutzt. Das zulässige Gewicht des Volvo FE beträgt 18 t bis 26 t, wodurch sich die Fahrzeuge im unteren Bereich der schweren Lkw ansiedeln. Zu den Einsatzgebieten gehören leichte Baustellentätigkeiten, die Abfallentsorgung und der Güternahverkehr. Der Volvo FM wurde hingegen für den schweren Nahverkehr und den leichten Fernverkehr konzipiert. Speziell für den Einsatz im Baubereich ist der Volvo FMX geeignet. Eindeutig für den schweren Fernverkehr und Schwertransporte wurde der Volvo FH16 gebaut. Die Baureihe Volvo VW/VT/VHD besteht aus Langhaubern und wurde 2002 erstmalig gebaut. Technisch basieren die Fahrzeuge auf dem Volvo FH und dem Volvo FM, wobei Anpassungen für den amerikanischen Markt vorgenommen wurden. Der Auflieger wiegt 15,9 t bis 23,6 t, wodurch Sattelzüge bis zu einem Gesamtgewicht von 56,7 t nutzbar sind.

Beliebter Volvo-Lkw: der Volvo FM

Die Modellgeschichte begann im Jahr 1998, in dieser 1. Generation wurden wenige unterschiedliche Motorisierungen angeboten. Die Hubräume reichten von 7,3 l bis 12,1 l, in der Spitze setzten die Volvo-Lkw eine Leistung von 420 PS um. Das Fahrgestell und die Dieselmotoren entstammten dem Volvo FH der 1. Generation. Vom Volvo FL wurde die Kabine übernommen. Betrachtete man das Armaturenbrett und die Innenausstattung, dann fiel die Ähnlichkeit zum Volvo NH und dem Volvo FH auf. Der Volvo FM wurde in der 2. Generation von 2001 bis 2013 hergestellt. Für den Antrieb sorgten unter anderem der 460 PS starke D12 D 12,1-l-Motor oder der 480 PS starke D13 A mit 12,7 l. Im Rahmen der Modellpflege 2007 wurde der D13-B-Dieselmotor mit Turbolader eingeführt. Ein Dieselrußpartikelfilter war optional erhältlich. Eine 500 PS starke Version, wie beispielsweise beim FH, war für den FM nicht vorgesehen. Im Bereich der Sicherheitssysteme ergänzte Volvo den Spurhalteassistenten, ESP und einen Abstandswarner.

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