Schwere Lkw für Fernverkehr, Bau und Kommunen von Mack

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Bis in die 1960er Jahre hinein gehörten Schwerlaster in Haubenbauweise, bei denen die Motoren in einem weit vorgeschobenen, haubenartigen Aufbau untergebracht waren, zum Straßenbild in Europa. Magirus-Deutz und Iveco waren die letzten Produzenten, die solche Nutzfahrzeuge in den schweren Tonnageklassen als Sattelzugmaschinen oder Baustellenfahrzeuge mit Allradantrieb anboten. Anders die Situation in den USA. Auf dem weit verzweigten Fernstraßennetz des Kontinents konnten sich die in Europa zum Standard gewordenen Frontlenker-Lastwagen nicht in gleichem Maße durchsetzen. Daher waren es schon immer die Haubenlastwagen, die in der ganzen Welt das Bild vom typischen amerikanischen Truck bestimmten. Einer der traditionsreichsten US-Hersteller von Nutzfahrzeugen dieser Art wurde im Jahr 1900 in North Carolina von John Mack gegründet. Mack stellte zuerst Busse her, dann auch Feuerwagen und spezialisierte sich später insbesondere auf schwere Lastwagen für die Bauwirtschaft sowie den Fernverkehr. Ab Ende der 1970er Jahre beteiligte sich der französische Lastwagenkonstrukteur Renault an dem Unternehmen, und nach dessen Übernahme durch Volvo kam die Firma Mack unter das Dach des schwedischen Lastwagenkonzerns.

Die meisten Motoren für seine Trucks baut Mack selbst

Nachdem Mack in den USA Lastwagen der Baureihen A und B eingeführt hatte und darin Motoren von Zulieferern verbaut wurden, kam es im Jahr 1938 zu einer Umstellung der Fertigung. Mack entschied sich, in Zukunft Dieselmotoren und Getriebe für seine Modelle wie die Mack E-Serie selbst zu bauen. Im Gegensatz zu europäischen Produzenten, die meistens zugleich Motoren- und Lastwagenbauer waren, war dieser Schritt für einen US-Hersteller eher ungewöhnlich. Seither baute Mack die meisten Motoren seiner Trucks in Eigenregie.

Das Truck-Programm von Mack vom Fernlaster bis zur Betonpumpe

Zu den Klassikern der Nachkriegs-Trucks wurde die zwischen 1949 und 1965 aufgelegte Baureihe der Mack B-Modelle mit einem elf Liter großen V8-Motor. Die Fahrgestelle der B-Serie dieser Zeit wurden für ein großes Spektrum an Aufbauten verwendet, darunter Feuerwehrwagen, Schulbusse oder Schwerlaster mit unterschiedlichen Fahrerkabinen. Eine weitere klassische Truck-Baureihe von Mack war die R-Serie, nicht zuletzt deshalb, weil diese für einen unwöhnlich langen Zeitraum gebaut wurde: von 1966 bis ins Jahr 2005. Die Modelle der Mack R-Series standen als Schwerlaster mit Allradantrieb, als Sattelzugmaschinen und mit verschiedenen Aufbauten für den Fernverkehr zur Verfügung. Als Kommunalfahrzeuge befanden sich zudem Müllwagen wie der TerraPro oder Lastwagen für Abrollmulden im Programm des Herstellers. Als Baufahrzeuge bot Mack Betonmischer, Betonpumpen oder Muldenkipper der Granite-Reihe an.

Neuausrichtung des Mack-Programms auf die Klasse der schweren Lastwagen

Mit dem Mack Super Liner der R-Baureihe führte Mack im Jahr 1977 ein neues Spitzenmodell für den Fern- und Schwerlastverkehr ein. In den USA wurde das Modell im Baujahr 2008 durch den Mack Titan abgelöst, der für bis zu 200 Tonnen Gesamtgewicht konzipiert war. Der Motor stammte dieses Mal von der Konzernmutter Volvo, und er stellte dem Mack Top-Truck eine Leistung von über 450 kW (600 PS) zur Verfügung. Darunter angesiedelt war die Modellreihe der Mack Pinnacle für den Fernverkehr. Überdies wurden für den Verteilerverkehr kleinere Baureihen wie die Mack MC-Serie oder ab dem Baujahr 1979 die von Renault inspirierte Reihe der Mack Midliner produziert, die im Jahr 2001 durch die Freedom-Modelle ersetzt wurde, bevor das Programm von Mack konsequenter auf Lastwagen der größeren Tonnageklassen ausgerichtet wurde.
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