Putzmeister wird zum Spezialisten für Betonpumpen und Fördertechnik

Mit automatisch arbeitenden Verputzmaschinen zum Aufbringen von Gips und Estrich sowie Spritzpistolen für Malerarbeiten etablierte sich das im Jahr 1958 gegründete Unternehmen Putzmeister als Hersteller von Baumaschinen. Gegen Ende der 1960er Jahre erweiterte die Firma ihre Produktpalette mit den ersten Putzmeister Betonpumpen, die als Aufbauten für Lkw-Fahrgestelle realisiert wurden. Seither entwickelte sich Putzmeister als Spezialist für mobile und später auch stationäre Fördertechnik für die Bauwirtschaft. Neben Betonpumpen bot der Hersteller Förderbänder, Fahrmischer der Marken Putzmeister und Intermix sowie Estrichpumpen und Mörtelfertiger an. Im Jahr 2012 erwarb der chinesische Baumaschinenproduzent Sany das Unternehmen Putzmeister.

Autobetonpumpen von Putzmeister

Autobetonpumpen wurden in erster Linie als Aufbauten für Lkw der Mercedes-Benz Baureihen Atego und Actros sowie für Lkw-Fahrgestelle der Hersteller MAN und Mack realisiert. In den Basisausführungen bot das Unternehmen mit den Putzmeister Betonpumpen M 20-4 oder M 28-4 Förderaufbauten mit einer Reichweite von rund 20 Metern an. In der Fahrzeugklasse unter 26 Tonnen Gesamtgewicht kamen zudem Autobetonpumpen wie die Putzmeister M36-4 oder M 38-4 in den Handel, deren Masten eine Reichweite von über 30 Metern hatten und die je nach Ausführung bis zu 160 Kubikmeter Beton pro Stunde befördern konnten. Für Förderleistungen über 200 Kubikmetern in der Stunde waren die Betonpumpen der Modellreihen Putzmeister M 58-5 und M 62-6 ausgelegt. Spitzenmodelle waren die Autobetonpumpen Putzmeister M 63-5 mit einer Reichweite von gut 58 Metern und einer Förderhöhe bis zu 63 Metern sowie die Großmastpumpe Putzmeister M 70-5 mit fast 70 Metern Reichhöhe.

Betonpumpen für Zweiachs-Lkw und als Lkw-Anhänger

Für den Einsatz in beengten Arbeitsbereichen fertigte der Hersteller mit seinen Baureihen der Putzmeister BQF und BSF Betonpumpen, die als Aufbauten für kleinere Lkw-Fahrgestelle mit zwei Achsen konzipiert waren. Ergänzt wurde das Programm durch Betonpumpen in Anhängerbauweise, die in der Baureihe Putzmeister BSA angeboten wurden und die eine Förderkapazität von bis zu 100 Kubikmetern in der Stunde hatten.

Fahrmischer mit Betonpumpen von Putzmeister

Neben den Fahrmischern der Marke Intermix war Putzmeister unter dem Produktnamen Pumi mit Nutzfahrzeugen am Markt präsent, deren Aufbauten Betonpumpen, Verteilermasten und Mischtrommeln kombinierten. Die Putzmeister Pumi wurden in unterschiedlichen Größen und Gewichtsklassen gefertigt. Eines der Einstiegsmodelle war der vierachsige Pumi 21-3.67 Q, der als Fahrmischer rund fünf Kubikmeter Fertigbeton befördern konnte. Die Putzmeister-Nutzfahrzeuge der Serie Pumi 31-4.89 S waren mit Mischtrommeln bis neun Kubikmetern Fassungsvermögen ausgestattet. Ihre mitgeführte Betonpumpe konnte den Baustoff über eine Entfernung von fast 27 Metern und bis zu einer Höhe von etwa 30 Metern befördern.

Putzmeister-Förderbänder als Aufbauten für Lkw und stationäre Verteilersysteme

Unter dem Markennamen Telebelt produzierte Putzmeister mobile Förderbänder als Lkw-Aufbauten, mit denen sich Sand und andere Schüttgüter sowie Beton befördern ließen. In der Produktreihe der Putzmeister Telebelt kamen mit der Baureihe TB 80 mobile Förderbänder mit einer Reichweite von über 24 Metern auf den Markt. Der Putzmeister Telebelt TB 130 erreichte Förderweiten von fast 40 Metern und eine Stundenleistung von rund 275 Kubikmetern. Darüber hinaus konstruierte Putzmeister in seinen Baureihen RV und MX stationäre Verteilersysteme für den Betontransport, die in Mastenbauweise oder als Rundverteiler insbesondere für den Einsatz auf Großbaustellen konzipiert wurden.

Estrichpumpen von Putzmeister

Speziell für den Transport von dünnflüssigeren Verputzbaustoffen konstruierte Putzmeister in seinen Baureihen M 2251 und M 750D Estrichpumpen. Als Anbauten für Putzmeister Fahrmischer wurden zudem Fließestrichpumpen angeboten, die als Putzmeister SP 11 oder P 38 auf den Markt kamen und die für eine stündliche Förderleistung von bis zu 15 Kubikmetern ausgelegt waren.
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