Renault Kerax – ein Baustellenfahrzeug

Basierend auf der schweren Ausführung des Renault Premium, der von 1996 bis 2013 produziert wurde und die R-Serie abgesetzt hat, wurde der Renault Kerax entwickelt. Dieses schwere Nutzfahrzeug wurde speziell für den Einsatz auf Baustellen entwickelt, wo die Fahrzeuge besonders robust sein müssen, um die harte Arbeit verrichten zu können. Das Fahrerhaus und die Motortechnik wurden vom Premium übernommen und nur das Fahrgestell so angepasst, dass es eine Nutzlast von bis zu 32 Tonnen ermöglicht. Hierfür wurde das Fahrgestell mit einem Skelett aus Stahl konzipiert, das die hohe Nutzlast tragen kann und nicht einbricht. Kombiniert mit den stabilen Achsen werden die Reifen nicht zu sehr belastet und Schäden am Modell verhindert. Optimiert wurden auch die Federn, die unterschiedlich bemessen wurden, um die erwünschte Leistung bei unwegsamem Gelände zu ermöglichen. Sie sind mit zusätzlichen Stoßdämpfern und Drehstabstabilisatoren ausgerüstet, die den Druck von den Achsen nehmen. Um Probleme auf der Baustelle zu vermeiden, werden serienmäßig Trommelbremsen verbaut, die mit dem Electronic-Breaking-System kombiniert werden. Das Electronic-Breaking-System ist eine Sammlung von Technologien, die den Bremsweg verkürzen oder die Anfahrt auf steilen Wegen vereinfachen. Neben einer Berganfahrhilfe und ABS werden ein System für den einheitlichen Bremsbelagverschleiß, eine Antriebsschlupfregelung und die Steuerung der Motorbremse unter dieser Sammlung gefasst, die dem Fahrer die Arbeit erleichtern sollen.

Motorenleistung

Mit dem Kerax wurde ein Nutzfahrzeug auf den Markt gebracht, das im Aufbau dem Iveco Trakker ähnelt. Zwei Motoren, DXi11 Euro Fünf und DXi13 Euro Fünf werden angeboten, die in der Leistung von 280 kW bis 382 kW variieren und somit auf eine PS-Zahl von 380 bis 520 kommen. Die 9,8 bis 12,8 Liter Dieselmotoren sind mit einem speziellen Abgasreinigungssystem mit dem Namen SCR ausgerüstet, das mehrere Technologien verbindet und zum Beispiel den AdBlue-Tank mit einer AdBlue-Einspritzung im Auspuff kombiniert, die den Verbrauch auf einen Wert von 35,3 Litern und auch die CO²-Emissionen gering halten.

Nicht nur für die Baustelle

Aufgrund der verschiedenen Getriebearten kann der Kerax auch von Betrieben genutzt werden, die schwere Lasten transportieren müssen oder in unbeständigem Gelände unterwegs sind. Von 4 x 2 bis 8 x 4 ist alles vorhanden, sodass für jeden Bedarf der passende Kerax erworben werden kann. Vier Schaltgetriebe sind mit 16 Gängen ausgerüstet, während die Automatikversionen zwei Getriebe und zwölf Gänge aufweisen, die den Verbrauch noch verringern. Sie sind unter der Bezeichnung Optidriver+ gelistet und bieten dem Fahrer die volle Kontrolle über das Nutzfahrzeug.
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