Steyr ist einer der ältesten Traktorenhersteller Österreichs

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Der überschaubare österreichische Binnenmarkt machte es dem Land schwer, dauerhaft eine eigenständige Autoindustrie aufzubauen, obwohl es in den 1930er Jahren mit dem Hersteller Steyr sowie später mit dem zu einer Firma verschmolzenen Dreigespann Steyr-Daimler-Puch in dem Alpenstaat durchaus erfolgversprechende Initiativen gegeben hatte. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg orientierte sich die österreichische Fahrzeugindustrie um. Statt viel Kapital für Eigenentwicklungen aufzuwenden, konzentrierten sich die Österreicher im Pkw-Sektor eher auf die Zulieferung und Lizenzfertigung. Ein Bereich im Fahrzeugbau blühte jedoch auf: Landmaschinen und insbesondere Traktoren von Steyr waren in dem agrargeprägten Land seit dem Anlaufen der Serienproduktion bei Steyr ab 1947 durchaus konkurrenzfähig.

Unter dem neuen Konzerndach bleibt die Marke Steyr erhalten

Um ein Global Player zu werden, dazu fehlte dem Schlepperproduzenten Steyr allerdings am Ende doch das Kapital. Wie so viele traditionsreiche Traktorenhersteller zuvor, so wurde auch Steyr schließlich einem Großkonzern eingegliedert. Die amerikanische Land- und Baumaschinenfirma Case übernahm den österreichischen Konkurrenten im Jahr 1996, bevor kurz darauf der italienische Fiat-Konzern in einer groß angelegten Fusion den Konzern CNH Global schmiedete, in dem die Marke Steyr als Hersteller von Traktoren und Kommunalfahrzeugen zunächst erhalten bleiben sollte.

Die ersten Serien-Traktoren von Steyr werden im Jahr 1947 gebaut

Nachdem Steyr bereits Anfang des 20. Jahrhunderts erste Schlepper gebaut hatte, weitete das Unternehmen die Traktorenherstellung ab dem Jahr 1947 aus. Als erste Serientraktoren liefen die Modelle der Baureihe Steyr 180 vom Band. Besonderheit bei diesen 26-PS-Schleppern mit Dieselmotor: Sie teilten sich technische Elemente mit der zeitgleich von Steyr gebauten Lkw-Baureihe, so dass das Unternehmen Kostenvorteile realisieren konnte. Erweitert wurde das Programm mit einem Kleintrakor, der 1949 vorgestellt wurde und als Steyr Einzylinder-Traktor heute eine gesuchte Rarität bei Liebhabern von Oldtimern darstellt.

Großtraktoren und Schmalspurschlepper von Steyr

In den folgenden Jahrzehnten stattete Steyr seine Traktoren mit den neu entwickelten Hydrauliktechniken und mit Allradantrieb aus. Ab Ende der 1960er Jahre brachten die Österreicher mit der Steyr-Plus-Serie Modelle mit kräftig leistungsgesteigerten Dieselmotoren auf den Markt. Die Tendenz zu Großschleppern setzte sich Mitte der 1970er Jahre mit der Baureihe der Steyr 1400 Traktoren fort, die 140 PS mobilisierten und mit Turbotechnik arbeiteten. Es folgten ab 1979 die Steyr 80 Baureihe und eine neue Produktlinie von multifunktionalen Arbeitsmaschinen der Serie Steyr 8300. Im Jahr 1983 führt Steyr eine neue Generation von Schmalspurschleppern ein und begann, seine Großtraktoren mit elektronischen Systemen zunehmend bediener- und verbrauchsfreundlicher zu machen.

Die neueren Traktorenmodelle des Herstellers Steyr

In den 1990er Jahren kamen eine ganze Reihe neuer Steyr Traktoren auf den Markt. Den Anfang machte die Serie der Steyr 900 Kompaktschlepper im Jahr 1992, der ein Jahr später neue Großtraktoren folgten, die als Steyr 9000 vom Band liefen. Zudem gab es mit dem Steyr Power-Trac erstmals einen Zwei-Wege-Schlepper mit über 300 PS. Fortgesetzt wurde die Modelloffensive 1994 mit den Modellen Steyr Multi-Trac und der M-Trac Baureihe. Im Jahr 1999 zeigte Steyr seine CVT-Baureihe, in der stufenlose Getriebe die Traktoren mit Leistungen bis 224 PS für den Alltagseinsatz optimieren sollten. Für technologische Innovation stand die im Jahr 2003 eingeführte Baureihe Steyr Profi, für die erstmals bei Steyr Common-Rail-Diesel verbaut wurden. Nach unten abgerundet wurde das Programm im Jahr 2006 durch eine neue Serie von Kompaktraktoren in den Leistungsklassen von 59 PS bis 95 PS.
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