TRACTO TECHNIK – Maschinen für die grabenlose Verlegung und Rohrbiegemaschinen

Das Unternehmen TRACTO TECHNIK ist spezialisiert auf Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Maschinen, die es erlauben, Rohre und Leitungen im sogenannten NODIG-Verfahren grabenlos zu erneuern oder neu zu verlegen. Es handelt sich dabei um Erdraketen, Minibohrsysteme, Spülbohranlagen und sogenannte Berstanlagen. Durch die NODIG-Technik entfallen bei der Verlegung von Rohren und Leitungen aufwändige Grabarbeiten und eine Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands, was besonders bei der Unterquerung belebter Straßen mit Umleitungen oder sonstigen Verkehrsbehinderungen verbunden ist. Das 2. Standbein des Unternehmens ist die Rohrbiegetechnik.

Das Unternehmen startete 1957 als Ingenieur-Büro Paul Schmidt, aus dem Ende 1962 die TRACTO-TECHNIK mit damals 5 Mitarbeitern hervorging. Erst 1970 begann der Einstieg in das heutige Kerngeschäft der grabenlosen Verlegung von Leitungen und Rohren. Das erste Produkt für die grabenlose Verlegetechnik war die GRUNDOMAT-Erdrakete. In der Folgezeit sah das Unternehmen stetiges Wachstum, die Entwicklung zahlreicher neuer Produkte mit entsprechenden Patenten und die Gründung weiterer Niederlassungen im Inland und im europäischen Ausland in Ländern wie Großbritannien und Frankreich sowie in USA.
Die Ausweitung der Exportgeschäfte nach Asien und Australien erfolgte 1998 mit der Gründung der TT ASIA-PACIFC in Australien. Im Jahr 2007 gelang der Einstieg in die Geothermie mit dem speziellen GRD-Radialbohrverfahren, das mit einem Innovationspreis ausgezeichnet wurde. Das Unternehmen beschäftigt 2017 mehr als 400 Mitarbeiter im Inland und mehr als 100 Mitarbeiter im europäischen und außereuropäischen Ausland.


Erdraketen zur grabenlosen Erneuerung und Verlegung von Leitungen

Mit GRUNDOMAT-Erdraketen können Rohre und Leitungen bis zu 160 mm Durchmesser auf einer Länge von 25 m verlegt werden, ohne einen Graben ziehen zu müssen. Das Verfahren eignet sich daher besonders gut für die Unterquerung von Straßen, Dämmen oder Vorgärten im Falle von Hausanschlüssen. Die Erdrakete lässt sich auch von innerhalb eines Hauses einsetzen, nachdem in der Kellerwand zunächst mit dem Kernbohrer ein entsprechendes Loch geschaffen wurde. Die Erdraketen sind für die Verlegung von Gas-, Wasser- und Abwasseranschlüssen sowie für die Breitbandverkabelung und für Stromanschlüsse geeignet. Ebenso lassen sie sich für den Vertikaleinsatz zur Begründung von Pfählen und Fundamenten nutzen.

GRUNDOMAT-Erdraketen arbeiten pneumatisch im Zweitaktbetrieb. In einem Gehäuse befindet sich der Meißel, der mit dem 1. Schlag wenige cm in das Erdreich vordringt. Mit dem 2. Schlag werden das Gehäuse und die daran befestigte Leitung nachgezogen. Prinzipiell handelt es sich um ein Bodenverdrängungsverfahren. Im Falle von Widerständen durch Steine und dergleichen kann der Meißel diese zertrümmern.


Grabenlose Verlegung von Stahlrohren mit GRUNDORAM-Rohrrammen

Mit dem Rohrrammverfahren aus dem Hause TRACTO TECHNIK lassen sich Stahlrohre mit einem Durchmesser von bis zu 400 mm über eine Strecke von maximal 80 m verlegen. Das Verfahren eignet sich daher besonders gut für Unterquerungen von Straßen, Bahndämmen, Gebäuden und Flüssen. Die zu verlegenden Stahlrohre werden entweder zur Durchleitung von flüssigen oder gasförmigen Medien genutzt oder zur Aufnahme gebündelter Leitungen.
Im Falle der Erneuerung bestehender Rohrleitungen aus Plastik oder Steinzeug stehen verschiedenste Verfahren zur Verfügung, um im Rohrrammverfahren die alten Rohre zum Bersten zu bringen und die Bruchstücke nach außen ins Erdreich zu verdrängen oder die alten Rohre aufzuschneiden und entsprechend zu weiten, so dass das neue Stahlrohr Platz findet. Es kann im Durchmesser sogar ein wenig größer sein als das bestehende Rohr.

Der Vortrieb der GRUNDORAM-Rohrramme wird durch pneumatisch erzeugte Schläge erreicht. Ein Teil des Erdreichs wird beim Vortrieb der in verschiedenen Durchmessern erhältlichen Ramme verdrängt und der größte Teil dringt in den vorne offenen Rammkopf ein, von wo es beispielsweise mit Wasserspülung nach hinten durch das anhängende neue Rohr ausgespült werden kann.


Verschiedenste Bohrtechniken stehen für Sonderlösungen zur Verfügung

Falls weder Erdrakete noch Rohrramme für eine Rohrverlegung aufgrund bestimmter Verhältnisse geeignet sind, stehen eine Reihe von spezialisierten Bohrmaschinen für verschiedenste Bohrtechniken alternativ zur Erdrakete oder Rohrramme zur Verfügung. Es handelt sich dabei um GRUNDODRILL-Spülbohranlagen, GRUNDOBORE-Pressbohranlagen und um GRUNDOPIT-Kleinbohranlagen. Das GRUNDOBORE-Pressbohrverfahren kommt häufig für die nachträgliche Verlegung von Abwasserrohren für den Hausanschluss. Das Verfahren lässt sich in Schächten anwenden, die nur einen lichten Durchmesser von etwa 1 m aufweisen. Spülbohrungen verschiedenster Größenordnungen erlauben auch eine präzise Steuerung des Bohrkopfes und Bohrlängen von bis zu 500 m.


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