Transporter gehören seit 1911 zum Programm von Fiat

Bereits kurz nach der Vorstellung seines ersten Pkw Fiat Tipo 1 im Jahr 1911 präsentierte der italienische Autohersteller eine Transporter-Version des Modells. Seither gehörten Transporter und andere Nutzfahrzeuge zum Programm des Turiner Traditionsunternehmens. Mit dem ersten als eine Art Minivan konstruierten Fiat 600 Multipla begannen die Italiener ab Mitte der 1950er Jahre, moderne Konzepte für den Bau von Kleintransportern zu entwickeln. Die Modelle entstanden zunächst auf Basis von Pkws und erhielten veränderte Karosserien, die eine Nutzung als Lieferwagen ermöglichten. Später erweiterte der Hersteller sein Programm mit Kastenwagen und Hochdachkombis sowie mit Kleintransportern, die in Zusammenarbeit mit anderen Autokonzernen entwickelt wurden. Fiat-Transporter werden von der Nutzfahrzeug- oder Pkw-Sparte des Herstellers gebaut oder sie laufen in Gemeinschaftswerken und bei Auftragsfertigern vom Band.

Die frühen Fiat-Transporter

Der Fiat 600 T war in den 1950er Jahren der erste Fiat-Transporter, der auf Grundlage eines Pkw als Kastenwagen entstand. Nach gut zehn Jahren wurde er durch den Transporter Fiat 850 T abgelöst. Während diese ersten Modelle als Kastenwagen und Kleintransporter zu haben waren, verbreiterte sich das Karosserieangebot beim stärker motorisierten Nachfolger, dem Transporter Fiat 900 T, der zwanzig Jahre bis 1985 im Programm blieb. Darüber hinaus hatte Fiat als größere Nutzfahrzeuge in der Gewichtsklasse bis 2,5 Tonnen seit den 1950 Jahren Transporter wie den Fiat 1100 T im Programm, der durch die Baureihen der Fiat 238 und dem zusammen mit Citroën konstruierten Fiat 242 abgelöst wurde. Auf Basis von Pkw-Kombis entstanden zudem Modelle wie der Transporter Fiat Marengo sowie der vom Fiat Palio abgeleitete Pickup Fiat Strada.

Fiat-Transporter als Kastenwagen und Hochdachkombis

Zu den bekanntesten Fiat-Transportern auf Pkw-Basis der neueren Generationen gehört der als Kastenwagen, Pickup und Kombi gebaute Fiat Fiorino, die im Jahr 1977 auf Basis des Fiat 127 erstmals vom Band lief. Nach einigen Jahren Pause präsentierte der Hersteller im Jahr 2008 eine neue Generation des Fiorino, der nun als Hochdachkombi mit gut 3,86 Metern Länge und einer Höhe von 1,71 Metern auf den Markt kam. Der Fiat-Transporter stand unter dem eingeführten Namen Fiorino in unterschiedlichen Karosserieversionen als Kastenwagen und Kombi zur Verfügung. In der Pkw-Variante mit Seitenverglasung und Rückbänken verkaufte der Hersteller das Modell unter der neu eingeführten Bezeichnung Fiat Qubo. Ergänzt wurde das Transporter-Programm im Jahr 2001 durch den Hochdachkombi Fiat Doblò, der in unterschiedlichen Karosserievarianten etwa als Kastenwagen oder Pritschenwagen gefertigt wurde.

Kleintransporter von Fiat

Im Bereich der Kleintransporter stellte die Fiat-Nutzfahrzeugtochter Iveco im Jahr 1978 das Modell Daily vor, das in unterschiedlichen Gewichtsklassen bis fünf Tonnen konstruiert wurde. Der mit diversen Aufbauten gefertigte Transporter kam in einigen Ländern unter dem Namen des Mutterkonzerns als Fiat Daily auf den Markt. In Kooperation mit dem französischen Peugeot-Konzern entwickelten die Italiener überdies mit dem Fiat Ducato einen kleineren Transporter, der im Jahr 1982 als Nachfolger des Fiat 242 vorgestellt wurde. Der Transporter Fiat Ducato rollte als Kleinbus, Pritschenwagen oder Kastenwagen mit zwei Radständen oder als Fahrgestell für Wohnmobil-Aufbauten zu den Kunden. Auf einigen Märkten erhielten die kurzen Ausführungen des Fiat-Transporters auch den Namen Talento. Im Jahr 1996 ergänzten die Hersteller das Transporter-Programm durch den kleineren Fiat Scudo, den es als Kastenwagen in zwei Längen und Höhen sowie als Kombi mit bis zu neun Sitzplätzen gab.
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