Mercedes-Kastenwagen in der Klasse der Kleintransporter

Mit dem Mercedes-Benz Kastenwagen der Bauserie L 319 präsentierte der deutsche Fahrzeughersteller Daimler Mitte der 1950er Jahre die erste Generation leichter Lieferwagen bis rund 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. Ende der 1960er Jahre wurde der Mercedes-Kastenwagen durch die nun auch in weiteren Gewichtsklassen gebauten Mercedes-Benz T 2 Kleintransporter abgelöst, denen im Baujahr 1996 der Mercedes-Kastenwagen Vario nachfolgte. In den 1970er Jahren brachte der Hersteller mit Kleintransportern wie den Mercedes-Benz L 206 oder L 307 außerdem eine neue Modellreihe von Mercedes-Kastenwagen für den leichten Lieferverkehr auf den Markt. Während Daimler-Benz dafür eine Konstruktion des übernommenen Nutzfahrzeugproduzenten Hanomag nutzte, wurde mit dem Nachfolger Mercedes-Benz T 1 im Baujahr 1977 eine Eigenentwicklung präsentiert. Der Mercedes-Kastenwagen der Baureihe T 1 wurde mit unterschiedlichen Radständen in den Gewichtsklassen bis 4,6 Tonnen hergestellt und blieb bis zur Mitte der 1990er Jahre im Programm, bevor mit den Kastenwagen der neu eingeführten Baureihe Mercedes-Benz Sprinter ein Nachfolger bereitstand. Ergänzt wurde das Programm in den unteren Gewichtsklassen durch die Mercedes-Kastenwagen der Baureihen MB 100 und den ab 1996 gebauten Mercedes-Benz Vito.

Mercedes-Kastenwagen mit Hochdach

Zum Ausgang des Jahrtausends entwickelten die Schwaben auf Basis ihres Einstiegsmodells der Mercedes-Benz A-Klasse ihren ersten Kastenwagen in Hochdach-Bauweise. Der im Jahr 2001 präsentierte Hochdachkombi wurde unter dem Namen Mercedes-Benz Vaneo vermarktet und blieb knapp vier Jahre im Programm. Für die Entwicklung einer neuen Generation von Pkw-basierten Mercedes-Kastenwagen nutzte das Stuttgarter Unternehmen das technische Know-how des französischen Konstrukteurs Renault. Der neue Hochdachkombi wurde als Mercedes-Benz Citan im Baujahr 2012 am Markt eingeführt und war als Kastenwagen in unterschiedlichen Gewichtsklassen und Radständen erhältlich.
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