Der VW Crafter – einer der geräumigsten Transporter von Volkswagen

Der VW Crafter ist ein 2006 erstmalig gebauter Kleintransporter, der in der 1. Generation praktisch mit dem Mercedes-Benz-Sprinter von gleicher Bauart war. Lediglich die Fahrzeugfront und die Motoren unterschieden sich. In der 1. Generation verfügte er über 2,0 und 2,5 l große TDI-Motoren. Das Leistungsspektrum reichte von 88 bis 163 PS. Der 2016 neu auf den Markt gebrachte Crafter war eine vollständige Neuentwicklung. Der Fokus wurde auf die Vergrößerung des Innenraums, die Erhöhung des Komforts und die Erweiterung des Angebotsspektrums gelegt.


Motoren und Ausstattungen

Die Motoren sind im VW Crafter längs zur Fahrtrichtung eingebaut. Sie basieren auf dem 2,5-l-Reihen-5-Zylinder des VW LT2 beziehungsweise VW Transporter. In diesem Punkt unterscheiden sich der VW Crafter und der Mercedes Sprinter: Letzterer verfügt über linksdrehende 4- und 6-Zylinder, die Motoren des Crafter sind rechtsdrehend.
Der VW Crafter der 1. Generation bot seinen Käufern diverse Sonderausstattungen an. Unter anderem standen Regensensoren, eine Zentralverriegelung und eine beheizbare Frontscheibe zur Auswahl bereit. Die optionale Diebstahlverriegelung war mit einem Abschleppschutz und einer Innenraumüberwachung ausgestattet. Die Einparkhilfe und die Rückfahrkamera ermöglichten das mühelose Einparken in kleine Parklücken. Für den Komfort sorgten Telefon, Fahrtenschreiber sowie Radio- und Navigationssystem. Im Winter waren die Sitzheizung und die Standheizung von Vorteil.


Neuerungen und Innovationen im Vergleich zu Vorgängern

In den Varianten Kombi und Kasten basierte der VW Crafter auf einer selbsttragenden Ganzstahlkarosserie in Integralbauweise. Im Vergleich zum Vorgänger, dem VW LT, waren die Säulen weiter verstärkt worden, sodass sich das Crashverhalten und die Stabilität erhöhten. Spezielle Schweißverfahren und Laserlötverfahren erhöhten die Wirkung. Dank der energieabsorbierenden Deformationselemente der Längsträger wurde die Aufprallenergie bei einem Frontalcrash in einem höheren Maße aufgefangen. Der Beifahrersitz und der Fahrersitz verfügten über Dreipunkt-Sicherheitsgurte inklusive Gurtkraftbegrenzer. Optional war es möglich, den Beifahrerplatz mit einer Doppelsitzbank auszustatten.
Beim Kombi befanden sich im Fahrgastraum Doppelsitzbänke, angeordnet in 2 Sitzreihen. Die 3. Sitzreihe verfügte über 3 Sitzplätze. Wer dies wünschte, der erhielt auf den Doppelsitzbänken Isofix-Halterungen, die bei Kindersitzen für die sichere Befestigung sorgten. Für den erhöhten Insassenschutz sorgte die verstärkte Bodenstruktur, was ein Unterschied zum VW LT war. Beifahrer- und Kopfairbag gehörten zur Sonderausstattung, der Fahrerairbag war serienmäßig verbaut. Pyrotechnische Gurtstraffer verbesserten den Halt im Falle eines Unfalls.


Innovationen sorgen für Sicherheit und Fahrspaß

Der VW Crafter arbeitete serienmäßig mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe, welches die Kraft an die Hinterachse über die mehrteilige Kardanwelle weiterleitete. Die Schaltung war mittels joystickartigem Schalthebel über Seilzüge realisiert. Die Spezialausführungen, beispielsweise Abschleppfahrzeuge, Kran oder Kipper, besaßen einen Nebenantrieb, der vom Fahrerplatz aus zugeschaltet werden konnte.
Das automatisierte Schaltgetriebe Shiftmatic gehörte zur Sonderausstattung. Es war bei dem 100 kW und dem 80 kW starken Motor erhältlich. Der innere Aufbau war dem Aufbau des 6-Gang-Schaltgetriebes ähnlich. Der Fahrer schaltete manuell mittels Antippen des Joysticks beziehungsweise erfolgte die Schaltung vollautomatisch. Ein Kupplungspedal war nicht vorhanden, es gab jedoch eine Einscheiben-Trockenkupplung. Das Getriebesteuergerät überwachte die einzelnen Gangstufen und die Kupplung, wobei eine hydraulische Betätigung vorgesehen war. Das System war mit einem separaten Hydraulikkörper, einer Hydrauliksteuereinheit, einem Druckspeicher und einer Hydraulikpumpe ausgestattet. Fielen einzelne Komponenten aus, so startete ein Notlaufprogramm und der Automatikmodus aktivierte sich.


Die Neuerungen des VW Crafter Kastenwagens

Der VW Crafter der 2. Generation bietet eine maximale Laderaumhöhe von 2.196 mm sowie eine niedrige Ladekantenhöhe. Laut Hersteller realisiert der neue Crafter eine hohe Belastbarkeit. Im Laderaum sorgen die karosserieseitige Vorbereitung für Schrankaufbauten und der Universalboden für Flexibilität. An der Schiebetür beträgt die Öffnungsbreite 1.311 mm, wodurch das einfache Beladen unterstützt wird. Das Fahrzeug ist in 3 Dachhöhen, 2 Radständen, 3 Längen und 2 Sitzpaketen erhältlich. Das Ladevolumen liegt je nach Ausführung zwischen 9,9 m³ und 18,4 m³, wodurch Raum für 4 bis 6 Europaletten entsteht. Für das Be- und Entladen ist die serienmäßig vorhandene Zwischenstufe von Vorteil. Optional ist eine elektrische Trittstufe verfügbar. Wer Anhängelasten befördern möchte, der lässt das Fahrzeug mit einer Anhängerkupplung ausrüsten.


Einzigartige Innovationen

Das 8-Gang-Automatikgetriebe ist laut Hersteller einzigartig in der Klasse des VW Crafter. Es stehen Kombinationsmöglichkeiten mit 3 verschiedenen Antriebsarten zur Verfügung. Der Verzicht auf das Schalten wird durch eine verbrauchsoptimierte Fahrweise belohnt. Optional ist das Trendline-Paket erhältlich. Es beinhaltet in der Dachgalerie 2 Fenster mit Leseleuchten, 2 zusätzliche 12-V-Steckdosen, ein abschließbares Handschuhfach und einen Komfortsitz mit Stoffbezug. Zudem sind eine erweiterte Innengeräuschdämpfung und die Trittstufenbeleuchtung vorhanden. Im Exterieur befinden sich Nebelscheinwerfer, Radmittenabdeckungen und markante Chromleisten im Schutzgitter.


Die Preiskategorien des VW Crafter

Der Crafter Kastenwagen ist für 33.815 € inklusive Mehrwertsteuer erhältlich. Er besitzt einen Berganfahrassistenten, Sitzbezüge in Stoff und einen 75 l großen Kraftstofftank. Der Crafter Kastenwagen Hochdach ist für mindestens 35.475 € zu bekommen. Wer sich für den Crafter Kastenwagen Superhochdach entscheidet, der muss mit einem Kaufpreis von mindestens 43.400 € rechnen.
Der Crafter Kastenwagen Trendline kostet im Minimum 35.291 €. Zur Ausstattung gehören ein beleuchtetes Handschuhfach und Nebelscheinwerfer inklusive Abbiegelicht. Der Crafter Kastenwagen Trendline HD ist für Verkaufspreise ab 36.951 € erhältlich. Das Kühlerschutzgitter ist lackiert und mit 3 Chromleisten versehen. Für den Crafter Kastenwagen Trendline SHD bezahlen die Käufer mindestens 44.876 €, der Crafter Kastenwagen Plus kostet 41.162 € und mehr. Letzterer besitzt im Fahrgast/Laderaum vorne links und vorne rechts fest verbaute Seitenfenster. Die rechte Schiebetüre ist zur Öffnungsbegrenzung mit einer Zwischenarretierung ausgestattet. Der Crafter Kastenwagen Plus Trendline kostet mindestens 42.638 €. Die Ausstattung umfasst im Fahrerhaus einen Bodenbelag aus Gummi, ebenso sind dort Chromapplikationen vorhanden.


Mehr als 15 Fahrerassistenzsysteme für den VW Crafter

Ein Beispiel ist die automatische Distanzregelung ACC. Sie erkennt vorausfahrende Fahrzeuge und passt den Abstand auf die jeweilige Geschwindigkeit an. Dadurch ist sichergestellt, dass im Falle eines überraschenden Bremsmanövers zum Vordermann ausreichend Abstand besteht. Die Einparkhilfe ist ein weiterer Pluspunkt, da sie die Gefahr von Kollisionen minimiert und das Einparken selbst in kleinste Parklücken ermöglicht. Die Reifendruckkontrolle sorgt für die technische Sicherheit des Fahrzeugs. Weicht der Reifendruck vom Sollwert ab, so stellt dies ein Sicherheitsrisiko beim Bremsen und bei der Haftung dar. Die Müdigkeitserkennung registriert die Gefahr des Einschlafens des Fahrers, wodurch gefährliche Situationen vermieden werden. Daher erhält der Fahrer ein Signal und seine Aufmerksamkeit wird auf den Straßenverkehr gelenkt.


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