Straßenbaumaschinen von Wirtgen: Aufbereiten, Verdichten, Sanieren

Die Wirtgen Group ist einer der großen Hersteller von Straßenbaumaschinen. Die Planung und die Produktion erfolgen in den eigenen Werken. Mit seinen rund 55 Niederlassungen zählt das Unternehmen als eines der größten in diesem hart umkämpften Geschäft für die gefragten Modelle. Der Straßenbau ist dabei ein schwieriger und aufwändiger Bereich. Tonnenschwere Maschinen auf Tiefladern, Lkws, die Sand und Kies transportieren, Kabel und Wasserrohre, die verlegt werden, und zuletzt ein makelloser tiefschwarzer Asphaltbelag, der die Straße ziert. Der moderne Straßenbau kommt wie viele andere Arbeitsbereiche ohne den Einsatz moderner Maschinen nicht mehr aus. Viele dieser Maschinen werden nur von einer Handvoll von Arbeitern bedient. Denn die moderne Technik ermöglicht es, dass die Handhabung der Maschinen simpler geworden ist. Dafür sorgt meist eine intelligente Steuereinheit, mit deren Hilfe eine Straßenbaumaschine einfach zu bedienen ist und eine oder mehrere Arbeiten gleichzeitig ausführen kann.


Ursprung in Windhagen

Die Wirtgen Group wurde 1996 in Windhagen in Deutschland gegründet. Ihren Ursprung hat sie jedoch in der Wirtgen GmbH, die bereits 1961 ins Leben gerufen wurde. Aufgebaut wurde das Unternehmen von Reinhard Wirtgen, der damals erst 18 Jahre alt war. Das junge Unternehmen war in den Anfangsjahren besonders auf den Transport von Baumaterialien spezialisiert. Bereits wenige Jahre später wurde es allerdings um ein Betonzertrümmerungswerk erweitert, welches der Konzern selbst herstellte. Um schadhafte Asphaltbeläge abzutragen, entwickelte Wirtgen zudem seine erste Heißfräse. Darauf folgte ein Heißrecycler, mit dessen Hilfe verformte Straßenoberflächen wieder instand gesetzt werden konnten. Die Heißfräse bildete auch die Grundlage für die Entwicklung der Kaltfräsen. Noch heute besteht die Wirtgen GmbH als eigenständiges Unternehmen und ist in die Wirtgen Group eingegliedert. Zu dem Mutterkonzern gehören außerdem noch weitere Niederlassungen, darunter auch einige in Brasilien, China und Indien. Auch die Hamm AG, die Joseph Vögele AG, die Benninghoven GmbH und die Kleemann GmbH sind in die Wirtgen Group eingegliedert.


Wirtgen Maschinen sind weltweit im Einsatz

Das Kerngeschäft der Wirtgen Group ist die Planung, Entwicklung und Produktion von Maschinen für den Straßenbau und die Instandsetzung von Straßen. Diese Maschinen zeichnen sich durch ihre Vielseitigkeit aus und erfüllen verschiedene Aufgaben. Wenn Straßen saniert werden, wird der Straßenbelag meist mit sogenannten Straßenfräsen entfernt. Der neue Belag wird dann mit Schwardeckenfertigern hergestellt, welche den Asphalt auftragen. Dies ist eine ermüdende und aufwendige Arbeit, da das Auftragen des heißen Arbeitsmaterials mehrere Arbeitsschritte verlangt. Die unterschiedlichen Arbeitsabschnitte können jedoch vom Kompaktasphaltfertiger von Wirtgen gleichzeitig ausgeführt werden. Eine Maschine, an deren Entwicklung auch die Joseph Vögele AG maßgeblich beteiligt war. Bevor der Asphalt jedoch aufgetragen werden kann, müssen zunächst die Voraussetzungen dafür geschaffen werden: Falls eine Straße vollkommen erneuert wird, müssen Radlader und Planierraupen erst eine Trasse schaffen. Danach werden dann die Fundamente ausgeschachtet und die Böden mit speziellen Maschinen verdichtet. Auch das Auftragen mehrerer Schichten von Beschüttungen ist je nach Untergrund notwendig. Für alle diese Arbeiten sind unterschiedliche Straßenbaumaschinen im Einsatz. Die Wirtgen GmbH führt derzeit 60 verschiedene Maschinen zur Fertigung und Instandsetzung von Straßen im Programm. Diese Geräte helfen vor allem dabei, die unterschiedlichen Arbeitsschritte effizient und gründlich erledigen zu können. Die hohe Qualität und Lebensdauer macht die Modelle dabei weltweit zu begehrten Objekten. Auf dem Markt für Gebrauchtfahrzeuge besteht für gebrauchte Baumaschinen von Wirtgen eine entsprechend große Nachfrage.


Die Modellvielfalt von Wirtgen

Da der Straßenbau das Kerngeschäft der Wirtgen GmbH darstellt, konzentrieren sich die Entwicklung und die Produktion hauptsächlich auf Maschinen für den Straßenbau. Neben diesem Bereich stellt das Unternehmen allerdings auch Modelle für den Bergbau her. Straßenbaumaschinen von Wirtgen kommen international zum Einsatz und werden speziell bei großen Projekten gebraucht. Der Straßenbau muss meist schnell vorangehen, ist daher mit Zeitdruck verbunden und sollte zudem auch wirtschaftlich sein. Daher werden gut durchdachte Maschinen benötigt, die effizient aber auch einfach zu bedienen sind. Straßenbaumaschinen von Wirtgen werden entweder auf Rädern oder auf Raupen bewegt, sie werden von einem kräftigen Dieselmotor angetrieben und über eine moderne Steuerungseinheit bedient. Im Grunde funktionieren alle Straßenbaumaschinen dabei nach dem gleichen Prinzip. Doch in der Ausstattung und ihrer Funktion gibt es große Unterschiede. Die Modelle werden meist nach dem Bereich unterteilt, für den sie gebraucht werden. Manche Maschinen können allerdings auch mehrere Arbeiten verrichten. So zum Beispiel die Schwarzdeckermaschine, falls dem Eingabegerät ein Transportfahrzeug vorgespannt wird. Welche Arbeiten ein Gerät ausführen kann, ist entscheidend beim Ankauf. Denn Straßenbaumaschinen sind im Allgemeinen teuer in der Anschaffung, ob als Neu- oder Gebrauchtfahrzeug.


Wirtgen: innovativ und fortschrittlich in die Zukunft

Die Wirtgen Group bemüht sich stets seine Maschinen weiterzuentwickeln und damit verschiedene Arbeitsgänge noch zeiteinsparender und effizienter zu machen. So kann der Surface Miner des Unternehmens in zwei verschiedenen Bereichen eingesetzt werden: Er findet sowohl im Straßenbau als auch im Bergbau Verwendung. Mit dieser Maschine können Erze, Gesteine, Kohle und Salze abgebaut werden. Aber auch um Trassen für Gleise und Straßen oder Vertiefungen für Kanäle zu schneiden und Fahrwege zu sanieren, ist das Gerät die richtige Wahl. Zudem ist es als Gebrauchtfahrzeug sehr gefragt. Für die Instandsetzung von Fahrwegen dient auch die Kaltfräse von Wirtgen. Sie kann die defekte Fahrbahnoberfläche abfräsen und gleichzeitig das abgefräste Material über ein Förderband auf die Ladefläche eines Lkws befördern. Dieses Verfahren ermöglicht das Arbeiten in einem Schritt und die umweltschonende Wiederverwertung des abgefrästen Materials. Nachdem dieses aufgearbeitet wurde, wird es später mit dem Heißrecycler wieder auf die Fahrbahn aufgetragen. Mit diesem Verfahren können schadhafte Fahrbahnoberflächen bis zu einer Dicke von vier cm saniert werden. Egal ob dies Spuren einer Autobahnen oder Straßen in der Stadt sind. Diese innovative Arbeitstechnik ermöglicht somit ein schnelles, wirtschaftliches und umweltfreundliches Arbeiten. Die Grundgeräte können dabei durch Zubehör und Aufbauten in ihrer Funktion erweitert werden. Da diese Geräte in neuem Zustand sehr teuer sind, gibt es einen regen Handel mit Gebrauchtfahrzeugen. Damit die Maschinen von Wirtgen, ob neu oder gebraucht, eine lange Betriebsdauer haben, bietet Wirtgen zusätzlich Schulungen an. In diesen Lehrgängen wird der fachgerechte Umgang mit den Geräten des Herstellers vermittelt.


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