Solaranlage

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Informationen zu Solaranlage

Mit der Eigenproduktion von Strom durch eine Solaranlage werden Wohnmobile und Caravans unabhängig von der Stromversorgung auf Campingplätzen oder der Rast während der Reise. Zum Einsatz kommen Module für Photovoltaik aus mono- und polykristallinen Solarzellen. Die monokristallinen Solaranlagen weisen eine etwas geringere Leistungsausbeute auf, sind allerdings deutlich preiswerter als die polykristallinen Produkte. Die Montage der Solarzellen erfolgt in der Regel auf dem Dach. Zur Befestigung dienen Klebetechnik und mechanische Schienen zur Verschraubung der Module. Solaranlagen müssen dem Fahrtwind und Hagelschlag widerstehen können und sind daher mit stabilen Rahmenkonstruktionen versehen. Bei der Nachrüstung von Solaranlagen auf Caravans oder Wohnmobilen ist die Dachlast zu beachten und auf Verträglichkeit zu prüfen.

Bei der Montage werden möglichst Bohrungen und Durchführungen an der Dachfläche vermieden. Die Befestigungsschienen der Solarmodule können sicher verklebt werden. Die Kabeldurchführung ist wasserdicht auszuführen oder an die Fahrzeugseite zu verlegen. Für die Kabel müssen ausreichend große Querschnitte verlegt werden. In der Niedervolttechnik von Kraftfahrzeugen fließen hohe Ströme, die zu dünne Kabel stark erhitzen oder zu Kabelbränden führen können. Die vom Solarmodul erzeugte Spannung wird auf eine Regelelektronik geleitet. Sie formt aus dem ankommenden Signal eine Gleichspannung für das 12-Volt Bordnetz und speichert sie in einer Pufferbatterie. Von dieser Batterie aus können anschließend Verbraucher mit 12 Volt betrieben werden. Die Leistungsfähigkeit der Solaranlagen für Wohnwagen und Wohnmobile beträgt je nach Modell zwischen 50 und 200 Watt. Stärkere Anlagen sind realisierbar, benötigen jedoch genügend Dachfläche und ausreichende Dachlast.

Aus der 12-Volt Spannung der mit Solarenergie geladenen Batterie kann über einen Wechselrichter 230 Volt Wechselspannung erzeugt werden. Je größer der verwendete Akkumulator ist, desto besser ist die Versorgung nutzbar. Kleine Akkus können nur kurzzeitig eine höhere Belastung verkraften. Solarzellen sind vom Lichteinfall abhängig. Durch optimale Ausrichtung lässt sich die Stromausbeute steigern. Erhältlich sind kompakte Geräteeinheiten, bei denen die Solarzelle der Bewegung der Sonne folgt. Die Anlagen werden durch Sensoren und einen Elektromotor gesteuert. Sie richten sich morgens selbständig auf die Sonne aus und folgen ihr bis zum Sonnenuntergang. Die Anlagen benötigen weniger Fläche als starr montierte Module, sind aber schwerer und stellen eine Punktbelastung des Daches dar. Sie sind außerdem relativ kostenintensiv.

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