Warum taugt der Diesel nicht für die Kurzstrecke?

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Da Dieselmotoren länger als ein Benziner benötigen, um auf Betriebstemperaturen zu kommen, ist ein Diesel auf Kurzstrecken nicht zu empfehlen. Dies liegt sowohl an der niedrigen Drehzahl als auch am niedrigen Verbrauch des Dieselmotors.

Problem: Der Rußpartikelfilter des Dieselmotors. Um sich zu regenerieren, benötigt er eine Abgastemperatur von mindestens 600 Grad Celsius. Die hohen Temperaturen führen dazu, dass die Rußpartikel verbrennen, die sich auf der Filteroberfläche angelagert haben. Auf einer Kurzstrecke können bei einem Diesel diese hohen Temperaturen nicht erreicht werden.

Additive für Dieselmotoren im Kurzstreckenbetrieb

Für Diesel, die viel im Kurstreckenbetrieb fahren, haben einige Autohersteller eine Abhilfe geschaffen: Mit Zusätzen für den Kraftstoff, um die Zündtemperatur um ca. 200 Grad zu senken. Bei der damit schneller erreichten Temperatur von 450 Grad verbrennen bereits die Rußpartikel und der Filter regeneriert.

Es gibt auch die Varianten der Nacheinspritzung, der Zeitpunkt der Haupteinspritzung wird nach hinten verschoben oder die Ansaugluft wird gedrosselt. Alles erhöht die Abgastemperatur, erspart Additive für den Kraftstoff und sorgt für die Verbrennung der Rußpartikel. Bei diesen Modellen ist es allerdings notwendig, den Rußpartikelfilter etwa alle 120.000 bis 180.000 km mechanisch zu reinigen.

Nachteil Nacheinspritzung: Dadurch kann es zu einer Ölverdünnung kommen, die sich negativ auf die Schmiereigenschaften auswirken kann. Folgen können Überhitzung des Motors sein bis hin zu stärkerem Verschleiß und sogar Motorschäden. Daher empfehlen wir den Ölstand regelmäßig zu kontrollieren und das Öl regelmäßig auszutauschen.

Generell kann man sagen, dass sowohl Diesel als auch Benziner im Kurzstreckenbetrieb stärker beansprucht werden und der Verschleiß stärker ist.

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